Everybody's fucked in his own special way

Montag, 21. September 2015

Gartenbesuche

Von den merkwürdigen Tomatendiebstählen habe ich ja schon berichtet, jetzt gibt es weitere merkwürdige Entwicklungen in unserem Garten: Die Schuhe, die vor unserer Terrassentür standen, waren heute in der Früh weit über den Rasen verteilt, teilweise etwas modifiziert:

Diese Sandale werde ich nicht mehr anziehen können, da die zweite ganz fehlt, ist das aber auch schon egal. Es ist nicht ganz klar, wer sich da bedient hat, aber es deutet einiges auf Füchse hin, die einen gewissen Ruf als Schuhdiebe haben. In der Wollankstraße gibt es auch einen Fuchs, ich habe ihn zwar schon einige Jahre nicht mehr gesehen, aber er muss sein Nest irgendwo im Bürgerpark haben, vielleicht hat er jetzt Fuchskinder, denen er ein paar Sandalen als Spielzeug mitbringt. 

Füchse im Garten sind nicht ganz so angenehm, da man keinen Fuchsbandwurm am Gemüse haben will. Da gibt es schönere Arten zu sterben. Aber nachdem gerade sowieso fast alles, was man roh essen würde, abgeräumt ist, muss man sich da keine Sorgen machen. Das Gartentor schließen wir jetzt aber besser mal. Die anderen Optionen wären Ratten (die klauen aber eher keine Schuhe), Waschbären (wäre mir nicht bewußt, dass die hier irgendwo in der Nähe sind) oder Hunde. Aber das halte ich eher für unwahrscheinlich, dass da einer Nachts in den Garten kommt...

Nachtrag: Der zweite Schuh fand sich dann auf dem Kräuterhügel, auch etwas verbissen. Und irgendjemand hat sich ein Loch in unseren Zaun gebogen.



(Wenn ich genauer darüber nachdenke, ist allerdings merkwürdig, dass Frau Ackerbau gar nicht richtig empört war, dass ich jetzt - nach nur knapp 20 Jahren - wieder neue Sandalen kaufen muss. Hmmm.)

Kommentare:

  1. Seltsam, das mit der mangelnden Empörung von Frau Ackerbau. Da fehlt ja jegliche Empathie! (Ob der Fuchs auch die Tomaten gestohlen hat? Dann müsste man ja das Kinderlied ändern.)

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    1. Ich verstehe auch nicht, warum mein nachhaltiger Umgang mit Textilien nicht gewürdigt wird.
      Mit den Tomaten hat der Fuchs nichts zu tun, es sei denn, er hat eine Gartenschere.

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  2. Ich bin oft nachts unterwegs. Da begegnen mir jede Menge Tiere Füchse, Waschbären, Fledermäuse, Ratten, Mäuse und noch viel mehr. Diese Stadt ist der reinste Dschungel.

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    1. Seh ich auch so. Und die Tiere sind noch das harmloseste hier...

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  3. Vor einiger Ziet war ich in Berlin auf einem Konzert. Winter, weit und breit kein Baum, kein Strauch. Mitten in der Nach sitzt vor uns auf der Straße so ein komischer Hund. Fuchsgroß,fuchsrot, fuchsgesichtig. Seelenruhig schnürte er dann weiter seiner Wege. Der kannte sich aus..... Einen Schuh hatte er nicht dabei. LG Gitta

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    1. Der Wollankstraßenfuchs hatte seinen besten Auftritt vor fünf Jahren, als er in einem Garten ein Kaninchenjunges verspeist hat. Die zusehenden Kinder waren danach etwas verunsichert. Insoweit sind Schuhe verträglicher....

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  4. Füchse sehe ich hier auch andauernd und von geschlossenen Gartentoren lassen die sich nicht abschrecken...

    Aber vielleicht kannst du einen neuen Nebenerwerb auf die Beine stellen: Stadtkinderlieder schreiben. Das erste Lied hast du schon: Fuchs, du hast die Sandale gestohlen... hehe

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    1. Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee wäre, mich Kinderlieder komponieren zu lassen.

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  5. Ähm... Guck doch mal, ob die Maus es überlebt hat!!!!

    Zitat aus dem Kinderlied: "Im Text wird einem diebischen Fuchs damit gedroht, dass ihn der Jäger erschießen werde, sollte er die Sandale nicht wieder zurückbringen, die er gefangen bzw. Menschen gestohlen hat. Am Ende der letzten Strophe wird ihm angeraten, sich in der Nahrungssuche auf Mäuse, also auf Beute in der freien Natur, zu beschränken."

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    1. Die Maus habe ich tatsächlich schon länger nicht mehr gesehen, aber da waren eher die Nachbarskater Garfield und Tiger zugange.

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    2. Wenn der Kater Garfield heißt, dann nenne ich die Maus mal Speedy Gonzales, so dass sie dem bräsigen Vieh schnellstmöglichst entkommen kann...

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  6. Ich glaube, Hamburg ist ein nicht ganz so gefährliches Pflaster, wie Berlin. Unsere Schuhe sind noch da!

    Liebe Grüße, Christiane

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    1. Bei euch gibt's sicher auch Füchse, aber die sind ja sicher hanseatisch besser erzogen als die Berliner Prollfüchse....

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  7. Ich könnte ja solch Notwehrmaßnahmen von Frau Ackerbau verstehen.
    Das wäre ziemlich clever und ihr durchaus zuzutrauen.

    Oder es war eben doch der gemeine Schuhmarder ;-)

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    1. Mein Vater hat auch auf Marder getippt, aber ich habe hier noch keinen gesehen bzw. gehört. Die machen ja immer einen furchterregenden Krach. Frau Ackerbau würde ich nicht zutrauen, meine Sandalen zu zerkauen. Die würde die einfach so wegwerfen.

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  8. Meine Nelly kann es nicht gewesen sein, sie ist zwar auf Schuhdiebstahl spezialisiert, rupft aber nur die Einlegesohlen raus. Außerdem bringt sie die Schuhe in der Regel liebevoll zu Bett.
    LG
    Katrin

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    1. Ich sammele mal die Alibis, wer dann übrig bleibt, muss es wohl gewesen sein.... Liebe Grüße, Andreas

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  9. (ړײ)... da keinerlei eindeutige Beweise - in jeglichen Richtungen - vorliegen,
    äußere ich mich - hierzu - nicht ! *LOL*

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  10. Ich habe Malte von Deiner Schuhgeschichte erzählt. Er läßt nicht nur seine Gartenschuhe auf der Terrasse stehen, sondern auch Sandalen, Halbschuhe etc. Sehr zu meinem Leidwesen. Als ich ihn warnte, daß er seine Schuhe auch mal über Nacht zerbissen und über den Garten zerstreut wiederfinden würde und dann wohl nicht zur Schule gehen könne, meinte er nur "prima" und grinste mich frech an. Hm, Erziehung? Das braucht wohl etwas mehr!

    LG Christiane

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    1. Würde die meinen auch nicht beeindrucken, außer man könnte glaubhaft versichern, das WLAN würde dann langsamer.

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    2. Oder, da in Deutschland Schulpflicht besteht, die Kinder dann eben ohne - oder mit Hausschuhen zur Schule müssten, und man als Eltern nichts dagegen machen könne.
      Den meisten Kindern wär das dann wohl doch bisschen peinlich ;)

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    3. PS: Bei Deinem Garten plädier ich immer mehr zur Wildtierkamera. Da scheint ja echt was los zu sein ;)

      Übrigens gibt es sehr wohl Marder in der Stadt, da hat Dein Vater nicht so unrecht. Die meisten "Besucher" bekommt man eben nicht so leicht zu Gesicht. Und sie wissen auch, warum. Marder und Marderartige ( große Familie ;) ) erfreuen sich oft nicht allzu großer Beliebtheit.

      LG Namenlos

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    4. Meine Sorge ist ja nur, dass die Wildtierkamera bessere Fotos als ich machen könnte...

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