Everybody's fucked in his own special way

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Der laut aufschrie und schimpfte, dann aber seinen Weg unverletzt fortsetzte

Berliner Geschichten, erzählt in Karlsruhe:

Um dennoch vor dem ihm folgenden Polizeifahrzeug an dem Stau vorbei flüchten zu können, lenkte der Angeklagte den Pkw über einen Bordstein schräg auf den  rechten  Gehweg  und fuhr  in  einem  Abstand  von  weniger  als  einem  Meter an zwei  Mädchen  auf  einem  Fahrrad  vorbei.  Danach  setzte  er  die  Fahrt - an  den  auf  der  Straße  wartenden  Fahrzeugen  vorbei - deutlich  schneller  als  mit Schrittgeschwindigkeit über den Bürgersteig fort und hielt auf einen Passanten zu, der auf dem Trottoir in Fahrtrichtung des Angeklagten entlanglief. Der vom Angeklagten  gesteuerte  Pkw  berührte  den  Fußgänger  in  nicht  näher  feststellbarer Weise, der dadurch aus dem Tritt geriet, ohne das Gleichgewicht zu verlieren oder auf den Boden zu stürzen, laut aufschrie und schimpfte, dann aber seinen Weg unverletzt fortsetzte. Nachdem der Angeklagte auf dem Gehweg noch fünf weitere Fußgänger passiert hatte, ohne dass dabei die Gefahr eines Zusammenstoßes bestanden hatte, steuerte  der Angeklagte den Pkw nach rechts, streifte versehentlich das an einer Hausfassade befestigte Reklameschild eines Ladengeschäfts und bog in  eine  Seitenstraße  ein,  wo  er  seine  Fahrt  noch  eine  kurze  Strecke  auf  dem Gehweg fortsetzte, ehe er anhielt und zu Fuß flüchtete.

So weit, so normal. Was mich quält: In welchem Bezirk war das wohl? 


Kommentare:

  1. Nachts, Verkehrskontrolle. Der Autofahrer hat keine Papiere.
    Sagt der Polizist: "Wir müssen Ihre Personalien überprüfen. Wie heißen Sie?"
    "Franz Beckenbauer."
    "Sie wollen mich wohl hinters Licht führen. Den kenne ich doch. Also noch mal, wie heißen Sie?"
    "Johann Wolfgang von Goethe."
    "Na also, geht doch."

    ... keine SORGE, der VERKEHR ist aber siiicher (ړײ)

    AntwortenLöschen
  2. Also, Neukölln kann ich schon mal ausschließen, denn 1. Gibt es hier keine Polizeikontrollen, 2. Halten hier die Leute eh nicht an roten Ampeln, 3. Gibt es selten mehr als eine Fahrspur, 4. Sind die "Trottoirs" hier so schmal, dass ein Auto nur bis zur nächsten Laterne drauf fahren könnte, 5. Ist die Fußgängeranzahl meist viel größer als die im Text erwähnte Summe, so dass man immer (bevor man die Laterne erreicht) mindestens einen davon auf seiner Motorhaube hätte und mangels nötiger Sicht zwangsläufig zum Stillstand käme.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Viele haben auf Neukölln getippt, aber im Wesentlichen Leute, die Neukölln gar nicht kennen. Wegen der Abwesenheit von Kampfradlern und Kinderwagen lassen sich zumindest auch weitere Bezirke ausschließen...

      Löschen
    2. Wieso ist der denn eigentlich am Ende zu Fuß geflüchtet? Da stand doch ein Linienbus an der Haltestelle, weswegen er nicht rechts überholen konnte. Wieso ist er nicht einfach in den Bus gestiegen?

      Und: Wo war's denn nun? Mag sein, dass das niemanden interessiert, aber ich bin schließlich neugierig veranlagt und das ist ein noch nicht gelöstes Rätsel...

      Löschen
    3. Ich weiß es auch nicht. Das nagt an mir..

      Löschen
    4. Hmmmmmmmm... 3 Fahrstreifen schränkt doch eigentlich die Örtlichkeit ganz schön ein... Wo sind denn die Auto- und Taxifahrer, wenn man deren Wissen braucht? Also, 3 Fahrspuren, eine Ampel, ein Linienbus, der dort auch lang fährt und hält (Haltestelle), rechts einen breiten Bürgersteig mit Gewerbe (Laden mit Werbetafel)... Na? *mit den Fingern trommelt*...

      Löschen
  3. Neulich im Gerichtssaal:
    "Warum haben Sie den Gruselclown so zugerichtet?"
    "Notwehr."
    "25 Schläge?"
    "Die Nase hat so lustig gehupt."

    AntwortenLöschen