Everybody's fucked in his own special way

Montag, 21. November 2016

Sponsored Post: Hippe Start-ups in Pankow

(Dieser Post ist mit freundlicher Unterstützung der Pankower Start-up Beratung PankUP entstanden.)

Auch in Pankow hat die disruptive Zukunft der Wirtschaft begonnen. Was wenige ahnen: Nicht in Mitte ist der Kristallisationspunkt der neuen digitalen Elite, sondern an der Wollankstraße. Ackerbau in Pankow sprach mit Frank Up, Senior President und CEO der Pankower Start-up Beratung PankUP, der einige der spannendsten Projekte vorstellt. "In Start-up-Kreisen spricht man ja schon von der SiliconeWollank," scherzt der gutgelaunte Mittdreißiger, als er aus seinem gepanzerten Fendt-Traktor, der mit Apple-Software läuft, aussteigt. "Hier findet man noch Kreativität und hungrige Thinkfluencer. Natürlich sind nicht alle Projekte sofort erfolgreich." Up verweist auf den veganen Lieferdienst "Keinetotentierefrischaufdentisch.de". "Hier hat man beim Marketing nicht genügend auf einen Namen geachtet, der den Tribe unmittelbar anspricht. Nicht viral genug. Naja, und vielleicht war die Idee, nur Pflücksalat zu liefern und den eigentlich nur zur Selbstabholung an die Wollankstraße zu stellen, auch noch nicht richtig durchdacht."  

Ein kleines Happy-End gab es allerdings noch, wenn auch nicht für die Gründer selbst: "Wegen der vielen Schulden haben sich die beiden Gründer gegenseitig zerstückelt und den Ziegen im Bürgerpark zum Fraß vorgeworfen. Durch eine Regelungslücke in den Lebensversicherungen haben jetzt zumindest die Hinterbliebenen ein kleines Taschengeld." 

Zu visionär für Pankow war auch die Rare-Vinyl-Tauschbörse "Scheibe24.de". "Wenn die Qualität nicht stimmt, springt der Customer ab", gibt Up zu bedenken. "Kaputte Scheiben sind natürlich noch mehr Vintage, aber dafür war der Kleinbürger hier noch nicht bereit."

Nun zeigt Up aber den Dienst, der von Pankow aus die ganze Republik revolutionieren wird. "Die jungen Gründer, die seit Jahren an dieser Idee arbeiten, werden die Textilbranche mehr durchschütteln als Zalando die Schuhgeschäfte." Die Idee ist so simpel wie naheliegend: Derzeit kauft sich fast jeder noch selbst Socken, obwohl man sie eigentlich nur ab und zu braucht und Anschaffung und Unterhalt sehr teuer sind. "Die Jugend sieht allerdings eigene Socken nicht mehr als Statussymbol so wie die ältere Generation. Das war der Ansatzpunkt für den Socksharing-Dienst 'übersocke.de'." Man kann an den Sock-Sharing-Points einfach und unkompliziert Socken abholen, wenn man welche braucht. Die SockUp-App zeigt immer, wo die nächsten Socken verfügbar sind.

 Up verweist auf den Sharing-Point S-Bahn-Wollankstraße: "Hier, sehen Sie: einfach und unkompliziert. Ab nächstem Jahr gibt es wahrscheinlich auch einen Sonderservice für karierte Socken." Das Strumpfhosensharing für die weiblichen Kunden scheitert gerade noch an Softwareproblemen. "Bezahlt wird per Blockchain", sagt Up. "Wir haben hier wirklich Pankow 4.0; etwas, was es bei unseren Fußballclubs eher selten gibt." Ich höre sein dröhnendes Lachen noch, als er sich schon längst verabschiedet hat. 

Achtung: Ackerbau in Pankow-Leser erhalten mit dem Aktionscode "Wollank" einen 10%igen Rabatt bei übersocke.de! Nur bis zum 1. Advent!

Kommentare:

  1. "Wollank" eingeben hab....

    und:

    "Rabatt"

    = Der nachträgliche Abzug des Aufschlags.

    *FrEcHhEiT...jetztkeineÜberSockemehrhabenmöcht... (ړײ)*

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    1. Von irgendetwas müssen die doch auch leben...

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    2. Denen, das fehlende "ge" schenke,
      sooo... zum Leben wird´s wohl reichen müssen ;) *hehe*

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  2. Als ich "Sponsored Post" las... dachte ich: Neeein!!!! Nicht auch noch bei AiP ...

    Zum Glück bleibt es beim investigativen Journalimus am Rande der Bordsteine.

    LG Anne

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  3. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass das jemand ernst nehmen könnte. Mal sehen, wie viele es vom Lesen abhält...

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  4. Da vermindern die Leute ja mächtig das Bruttosozialprodukt, mit dem Socken-Sharing! Andererseits werden durch den Verkauf der angenagten LPs ja noch neue Geldquellen erschlossen- so können die Gründerinnen/-gründer mal üben. Aber Pflücksalat im Winter draussen, das geht garnicht!

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  5. Als Business Angel und Promotion Profiler (nur echt ohne Bindestrich, weil total amerikanischer Style) weiß ich natürlich, woran Scheibe24.de gescheitert ist: Es fehlen die nervtötenden Werbespots, die dann viral supportet werden und letztendlich durch Facebook-Kommentatoren worldwide web verbreitet werden.
    *everbybody dance now*
    (War beim Lesen der Überschrift übrigens tatsächlich einen Augenblick lang aufgrund "sponsored..." irritiert, aber da das zu meinem verwirrten Grundzustand passt, war das nicht weiter wild, und Du siehst, ich lese hier wirklich alles!)

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    1. Das zu viele "b" bitte adoptieren und immer liebevoll mit Tomaten füttern. Danke!

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    2. Ich mach dann nächstes Jahr ein Bild, was passiert, wenn man Bs mit Tomaten füttert.
      *I got the power*

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  6. Ich suche immer noch nach dem Musiklink... Ton Steine Scherben...

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    1. Irgendwas mit Maschinenöl (süss)?

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    2. Die Textzeile mag ich aber immer noch am liebsten in der Slime-Version von dem Lied: https://youtu.be/SiegYS2B1mU

      Die Version von den Scherben habe ich erst später kennen gelernt...

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    3. Kennst du die Scheibe "Viva l'anarchia", eine Gratulation an Ton Steine Scherben? Absolut genial... Das war auch mein erster Kontakt mit den Scherben.

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  7. Antworten
    1. Endlich wieder Spam-Kommentare... oder bist du's, Bonetti?

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  8. Hey, das ist ja eine ganze Wundertüte voller Geschäftsideen, die sich das Bonetti-Imperium honorarfrei einverleiben wird.

    New Hipness wird in der Wollankstraße definiert.

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