Everybody's fucked in his own special way

Dienstag, 31. Oktober 2017

Auf Reisen

(Zugleich ein Beitrag für Frau Tonaris "Rost-Parade"-Projekt.)

Tatsächlich geht es jetzt noch einmal in den Süden an das Meer, für ein paar Tage Herbstferien in der mallorquinische Nachsaison. Kurzfristig noch einmal nachgesehen, ob die Fluglinie noch fliegt und ob die Balearen auch unabhängig werden wollen. Die Welt wird immer komplizierter. 

Hier ein Foto aus früheren Jahren mit einer Rostskulptur eines Reisenden (mit Köfferchen in der Hand). Hilft das Reisen dabei, keinen Rost anzusetzen? Ich weiß es nicht. 

Das ist mir natürlich viel zu gegenständlicher Rost. Lieber noch ein anderes Mallorca-Foto. Man beachte, wie hier der Rost die Struktur der vorher gezeigten Skulptur aufnimmt. Ein Zufall? Ich glaube nicht. 




Als musikalische Begleitung, die zum melancholischen November und auch thematisch passt, Frank Turner mit "Wanderlust".

Montag, 30. Oktober 2017

Nach dem Sturm



In Pankow war es relativ ruhig. Es hat uns nicht einmal die verbleibenden Feigen vom Baum geworfen.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Vor dem Sturm

Ich habe gestern noch das Laub zusammengerecht und in die Biotonne gebracht, bevor es von dem Sturm wieder über den ganzen Garten zerstreut wird. Im Wesentlichen haben wir nur das bunte Laub unseres Kirschbaums, die Blätter des Feigenbaums und die Blätter der Buchenhecke, soweit sie jetzt schon fallen. Sofern das Laub nicht in mehreren Schichten auf dem Rasen liegt, sammelt man es am besten mit einem Grasrechen, sonst mit einem Spreizer. Auf Asphalt oder Fliesen benützt man am besten einen Reiserbesen. In Bayern konnte man die Reiserbesen bei der Baywa kaufen, hier weiß ich nicht, wo es sie gibt. Reiserbesen und Grasrechen sind zwei wunderbare Geräte, wenn man sie benutzen kann, die meisten können es nicht. Ich habe diese Gabe auch nur, weil ich in meinem Zivildienst, Tage, Wochen und Monate damit verbracht habe, Laub auf Rasen zusammenzurechen oder Laub von Wegen zu kehren. Man braucht ruhige, fließende Bewegungen, dann wird das Laub rechen oder kehren zu einer meditativen Tätigkeit. Ich habe Tage dafür gebraucht, da ich aber in meinem Leben eher Monate als Wochen mit Laub verbracht habe, war das kein Problem (und Laubrechen ist wahrscheinlich die einzige handwerkliche oder gärtnerische Tätigkeit, die ich besser beherrsche als mein Vater).

Beim Zivildienst haben die Schwestern uns immer angehalten, für die Igel Laubhaufen zu lassen. Wir haben das gemacht, auf der Fallobstwiese, die bis in den Spätherbst von Wespen belagert war, mein Chef wollte dann noch ein Schild "Igel, hierher kommen" dazu stellen, dafür gab es einen Anschiss von Schwester Oberin. 

Einmal hat die Sakristeischwester auf dem Rasen zwei tote Igel gefunden, wahrscheinlich von einem Hund erlegt. Wir kamen in der Früh in unser Hausmeisterzimmer und fanden einen Zettel: "Wer hat die kleinen Igel getötet? Sofort bei Schwester Oberin melden!" Wir gingen hin, ließen uns den Sachverhalt schildern. Die Schwestern waren überzeugt, dass mein Chef mit Absicht die Igel mit dem Aufsitzmäher überfahren habe. Mein Chef wies darauf hin, dass die Igel in sehr kleine Stücken gerissen worden wären, wenn er sie tatsächlich überfahren hätte, aber es half uns nichts: Wir standen unter dem Verdacht des Igelmords, ohne dass wir uns noch entlasten hätten können. (Schwester Luitburga, Edeltraud und Abunda, die diesen furchtbaren Verdacht hegten, leben inzwischen aber wohl nicht mehr. Damit besteht, außer ich wäre so dumm, den Sachverhalt z.B. im Internet noch einmal darzustellen, keine Gefahr mehr, dass ich in den falschen Verdacht des Igelmordes käme).

Freitag, 27. Oktober 2017

Bedeutende Dienstreisen (33)

Der Tag beginnt früh, das erste, was ich sehe, ist eine kleine tote Maus. Tagsüber, wenn die Katzenklappe geht, die Katzen aber nicht zur Begrüßung ins Wohnzimmer kommen, sondern unauffällig im Gang bleiben, weiß die Familie schon was zu tun ist: Meist kann man das Mäuschen noch befreien. In der Nacht können die Katzen aber ihr Werk meist vollenden.

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Aufruhr vor dem Haus: Zwei Taxis um 5:20 Uhr. Die Fahrer vermuten einen schlechten Scherz, aber es muss einfach noch ein anderer Nachbar früh hinaus.

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Die Sonne steht rot über dem Nebel, der Blick aus dem Flugzeugfenster ist surreal. Wenn man mit dem Handy durch Flugzeugfenster Qualitätsfotografien machen könnte, hätte ich jetzt ein paar New-Age-Bildschirmschoner.



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Unter den Wolken ist Nebel.

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Da ich in Baden-Württemberg bin, gibt es vernünftige Butterbrezn. Für ein erstes Frühstück nach vier Stunden ist das ideal.
(In Berlin habe ich letzthin gesehen, dass Leute Butterbrezn gemacht haben, indem sie Butter auf die Brezl geschmiert haben, ohne sie aufzuschneiden. Mein Gott!

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Die Sitzung beginnt mit Marketing. Bunte Herrenunterhosen spielen eine gewisse Rolle. Das Potenzial für unterwäschezentrierte Facebook-Gewinnspiele wird dargelegt. Es fällt ein wunderbarer Satz: "Die Marke muss duften wie die Kultur riecht." Die Marken der Läden, deren Unternehmenskultur ich kenne, müssten also eher streng und herb duften.

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Es geht mal wieder um Digitalisierung, aber es fällt weder das Wort "disruptiv" noch "Blockchain".  Ich fühle mich betrogen (vor allem, weil ich zudem keinen einzigen lustigen Satz aufschreiben kann.

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Gute Traditionen muss man fortführen: Die letzten zwei Mal wurde mein Rückflug aus Stuttgart annulliert und ich kam gerade noch mit dem Zug nach Hause. Im Moment sind wir bei 100 Minuten Verspätung. Mal sehen. (Nach über zwei Stunden ging's dann los. Alles gut.)



Montag, 23. Oktober 2017

Küchendienst

Beim Kramen in alten Unterlagen sind mir wieder ein paar Zeichnungen in die Hände gefallen, die ein früherer Mitbewohner in der Groß-WG gemacht hat. Diese Skizze vom Zustand der Küche hatte leider etwas durchaus realistisches.

Das angefressene Tier am Boden ist zum einen eine Erinnerung an die ganzen verkohlten Steaks, die tagelang in der Küche rumstanden, zum anderen eine Reminiszenz an ein Tier, das wir den "Günzburger Elefanten" nannten. Ein paar Mitbewohner haben in der Nacht immer so einen Krawall veranstaltet, dass wir es uns nur mit einem kleinen Elefant als Haustier erklären konnten. (Irgendwann sind wir dann durch Zufall draufgekommen, dass sie sich gerne um 2 Uhr nachts Hanteln zugeworfen haben). Der Anführer (hier auch liebevoll proträtiert) hatte einen sehr ähnlichen Namen wie ich. Deswegen wurde ich relativ oft ans Telefon gerufen, wenn eigentlich er gemeint war. Ich verdanke ihm einige der schönsten Telefonate meines Lebens, insbesondere eines, in dem ich mit einer Frau telefonierte, die mir vollkommen unbekannt war, und die der Auffassung war, ich hätte sie geschwängert. Meine Erklärung, ich wüsste nicht einmal, wer sie sei, machte das Telefonat nicht angenehmer. 

Ich versuche, in meinem Leben vorurteilsfrei zu sein. Wenn ich aber höre, das jemand aus Günzburg kommt, werde ich etwas nervös. Besser nicht im Auto mitfahren, nie eine Küche teilen. 

Sonntag, 22. Oktober 2017

Die Blogroll

Ich weiß gar nicht, wann ich die Blogroll eingerichtet habe, das hat auf jeden Fall über ein Jahr gedauert, nachdem ich den Blog begonnen habe. Die ersten Jahre war mir ja das Internet und seine Bewohner teilweise noch etwas unheimlich und ich war etwas vorsichtig. In die Blogroll habe ich nach und nach viel von dem aufgenommen, was mir lesenswert erscheint. Aufgeräumt habe ich eher selten, ich bringe es auch nicht recht über das Herz, die verblichenen Blogs zu entfernen. Ich selbst lese Blogs ein paar Blogs über Bloglovin, einige über Feedly und andere wieder über die Blogroll (in meinen Privatunternehmungen fehlt es mir ja leider immer an Systematik).





Inzwischen sind da über 80 Blogs, ich habe gerade nachgesehen, einige gibt es nicht mehr, andere hören schlagartig und unvermittelt auf. Allerdings haben über 40 Blogs im Jahr 2017 zumindest einen Post veröffentlicht, das ist mehr als ich erwartet habe. Ich habe gerade auch noch einmal nachgezählt, fast ein Viertel der Blogautorinnen und -autoren, die dort verlinkt sind, habe ich auch schon einmal persönlich getroffen



Ich würde annehmen, dass 2017 insgesamt weniger Blogposts von den Blogs veröffentlicht wurden als die Jahre davor. 2017 scheint mir das Jahr zu sein, in dem die Bloglandschaft, in der ich mich bewege, so langsam zusammenbröckelt. Einige der Blogs, die mich von Anfang an begleitet haben, gibt es nicht mehr oder nur mehr mit sehr seltenen Posts. Das hat sicherlich damit zu tun, dass es jetzt einfach eine Menge anderer Plattformen gibt, die für bestimmte Inhalte geeigneter sind. Mancher findet den Austausch auf Facebook ergiebiger, für Fotos funktioniert Instagram besser und was weiß ich, was es ansonsten alles gibt. Und mancher hat halt auch einfach genug von dem Aufwand. So viel ist gar nicht los, dass man immer etwas zu erzählen hätte.



Ich sehe das alles eher fatalistisch, man kann eine solche Kultur nicht künstlich am Leben halten: Wenn keiner Lust mehr hat zu schreiben, dann helfen auch die leidenschaftlichsten Appelle nichts. Und ich kann es jedem nachfühlen, es wird wohl keinen Blogger geben, der nicht regelmäßig darüber nachdenkt, es auch mal wieder gut sein zu lassen. Da ich in der Regel am Morgen eines Tages noch nicht weiß, ob und was ich am nächsten Tag bloggen werde, ist das auch bei mir immer eines spannende Frage.



Umso mehr bin ich froh um alle, die nicht locker lassen und noch regelmäßig veröffentlichen. Der Tag geht für mich schöner los, wenn ich nicht nur meine eigenen Beiträge im Feed-Reader habe. Für mich ist eine gewisse Veröffentlichungsdisziplin wichtig, deswegen bleibe ich selbst ja auch bei dem unseligen Tagesrhythmus. Wenn man zu lange Pausen einlegt, kann es einem gehen, wie einem Wirtshaus, das nur noch unregelmäßig geöffnet hat. Die Stammgäste stehen ein paar mal vor verschlossener Tür und finden den Weg dann auch nicht mehr, wenn ausnahmsweise wieder geöffnet ist.  

Nachtrag: Mich erreichen immer mehr Nachrichten, dass das Kommentieren hier ohne Google-Account immer schwieriger bis unmöglich wird. Leider fehlen mir hier die Mittel, etwas daran zu ändern. Man kann mir gerne Kommentare per Mail schicken, ich stelle sie dann ein. 
Bei der Durchsicht der Blogroll ist mir aufgefallen, dass einige aktive Blogs nicht mehr aktualisiert werden. Auch hier weiß ich nicht, wie ich dem abhelfen kann. Aber hier der Hinweis: Nervenruh und Bördebehörde haben regelmäßig neue Posts, die in der Blogroll leider nicht auftauchen. 

Freitag, 20. Oktober 2017

Späte Früchte



Normalerweise fallen bei unserer Feige erst die Früchte, dann die Blätter. Dieses Jahr ist es umgekehrt. Wie ich schon geschrieben habe, sind im Frühling die ersten Fruchtansätze erfroren, die Feige hat dann erst spät neu angesetzt. Dank des spätsommerlichen Wetters sind aber doch noch ein paar Feigen reif geworden, jeden Tag kommen gerade 5-10 dazu. Wenn das Wetter noch ein bisschen hält, können wir also zumindest noch einen Teil ernten. 

Dienstag, 17. Oktober 2017

Kunst und Wirklichkeit



(Skulptur von Christel Lechner in der Invalidenstraße mit ortstypischer Ergänzung eines Passanten.)

Sonntag, 15. Oktober 2017

Bedeutende Dienstreisen (32)

Als ich am Hauptbahnhof stehe, ziehen dunkle volle Wolken über den Berliner Himmel, in mehreren Schichten, offenbar sind die Windgeschwindigkeiten in den verschiedenen Höhen sehr unterschiedlich. Es sieht irgendwie so aus, als hätte ein ambitionierter Regisseur hier eine 3D-geeignete Computeranimation bestellt. 

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Bei der Fahrt von Berlin nach Hamburg fragt man sich immer, ob Deutschland wirklich so eng besiedelt ist. Vorbei an Industrieruinen, endlosen Feldern, Windturbinen. Wunderbare Bilder, allerdings kann man bei 220 km aus dem Zugfenster nicht gut fotografieren. Bei mir am Tisch sitzen junge Frauen, die sich auf englisch unterhalten. Sie haben ihre Laptops vor sich und schieben Zahlen für ein Budget hin und her. Die Kleidung ist unauffällig, nichts von dem üblichen Business-Outfit, alle sind wohl unter Dreißig. Hätte mich interessiert, welche Branche das war. Aber nach drei Minuten war klar, wer die Chefin bei dem Trupp war. 



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Was mich an Hamburg fasziniert, ist, dass man nur irgendwo mit der U-Bahn hinfahren muss, um Gegenden zu finden, die viel abgeranzter sind, als alles was man in Berlin findet. Ich weiß nicht, ob das jetzt schon Berliner Lokalpatriotismus ist. Ich schaue mir nicht genau an, wo ich hin muss, steige falsch aus und kann ein bisschen herumspazieren. In Hamburg findet man auf der Straße allerdings viel mehr kaputte Regenschirme als in Berlin.

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Der Hafen ist schon beeindruckend. Wenn man einfach gegen die Sonne fotografiert, kriegt man auch ein paar nette Bilder. 

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Vor meinem Termin gibt es eine Besichtigung der Elbphilharmonie. Ich habe das Thema bis jetzt einigermaßen verschlafen, dachte mir, ich steige irgendwo aus und gehe dann einfach auf das hässlichste große Gebäude zu, das ich sehe, aber da gab es zu viel Auswahl. Also nähere ich mich mit Handynavigation. Wir haben eine hansatisch wichtige Führerin, die uns gleich erklärt, dass man nicht fotografieren kann, weil sonst der Archtitekt schlimm weinen muss. (Aus mir unerfindlichen Gründen erklärt sie, dass man die Handys auf "Flugmodus" stellen soll, weil nicht fotografiert werden darf.) Als erste Attraktion gibt es eine lange Rolltreppe. Glamouröser kann es ja kaum noch werden. 

(Ich durfte nicht fotografieren, bitte jetzt selbst lange Rolltreppe vorstellen. Groovy, wa?) 

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Ich habe ja leider von Architektur keine Ahnung und auch keinen Ehrgeiz, das grundlegend zu ändern. Die Elbphilharmonie ist aber in erster Linie ein großes Treppenhaus, in dem es keine geraden Linien gibt. Also etwa, Hundertwasser, allerdings ein Hundertwasser, dem die Farben ausgegangen sind, da alles entweder Eichenparkett (von speziellen Eichen aus Spanien, die von 100jährigen Schnitzern nackt mit kleinen handgeschmiedeten Messern in Form geschnitten wurden ) oder weißer Putz (der aus sieben Schichten afrikanischen gestoßenen Muschelschalen besteht) ist. Ich stelle mir Architekten vor, die sich freundliche Drogen einwerfen, abstruse, irrsinnig teure und sinnlose Ideen sammeln, am nächsten Tag zum Auftraggeber gehen, um ihn ein bisschen zu verarschen, und dann äußerst überrascht sind, dass alles anstandslos genehmigt wird. Die Führerin erläutert auch, warum es ein äußerst geschickter Schachzug war, bei der ursprünglichen Entscheidung die Kosten um den Faktor 12 zu niedrig anzugeben. Aber ich bin ja ganz in der Nähe von Neuschwanstein aufgewachsen, da ist man derlei Größenwahn gewohnt.

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Aber wollen wir mal nicht so sein, so eine knappe Milliarde zahlt man doch gerne. Und immerhin wird die musische Ausbildung von Kindern gefördert (or so they say). Der Konzertsaal wurde natürlich auch von einem japanischen Meisterakustiker gestaltet, der in der Nacht in sich hineinhört und an seinem Bauchglucksern den Füllstand des Magens auf den Kubikzentimeter genau berechnen kann. Gute Männer kosten halt auch Geld. Die Führerin erzählt auch etwas davon, dass der Konzertsaal akustisch entkoppelt sei, weil es tatsächlich störend sein könnte, während eines Konzerts das Tuten der Nebelhörner der Kreuzfahrtschiffe zu hören. Wer hätte das gedacht! Wunder der Technik! Und letzthin hätten die Einstürzenden Neubauten gespielt, da hätte man draußen nix gehört! (Wie schön!) Auf Nachfrage eines Teilnehmers, wer denn die Einstürzenden Neubauten seien, antwortet sie "eine herzerfrischende Mischung aus Punk und Heavy Metal". Genau, genau!

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Äußerlich ungerührt, innerlich erschüttert geht es dann zum eigentlichen Meeting. Ich wurde gebeten, etwas zu einem Thema zu erzählen, das eigentlich keiner hören will. Wenn ich nicht gerade mit sinnlosen Aufträgen durchs Land reise, ist das Überbringen schlechter Nachrichten mein eigentlicher Job. Die Diskussion überstehe ich, ohne dass mir körperliche Gewalt angedroht wird, ein schöner Erfolg. 

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Die Zugfahrt nach Hause bleibt ereignislos. Am Abend eine Nachwirkung des Tages: Ich rege mich eine halbe Stunde lang über einen belanglosen Zeitungsartikel auf, obwohl ich mich eigentlich selten aufrege. Den Mund zu halten, wenn jemand von "herzerfrischenden Mischungen von Punk und Heavy Metal" spricht, hat halt seinen Preis.  

(In der Nacht träume ich davon, dass ich der Elbphilharmonie ein paar Millionen spende und dafür ein paar Urinale in der Philharmonie mit persönlicher Widmung versehen werden.)

Samstag, 14. Oktober 2017

Unerklärliche Erscheinung


Auf nasser Straße
erstand
- wie durch Zauberhand -
ein Hase.

(Okkulter Vers, Berlin, wahrscheinlich um das 12. Jhd.)

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Ja, möglicherweise bin ich noch beleidigt

Hallihallo Ihr Lieben!

Fällt es Euch gerade auch so schwer, bei diesem grausigem  Wetter aufzustehen? Da kuschele ich doch lieber noch fünf Minuten mit meiner "Göttergattin", bevor ich für unsere zwei Racker das Frühstück bereite *grins*.

Und am schönsten ist es doch, wenn man dann noch ausgiebig mit den "Stubentigern" schmusen kann. Awww!

Was macht Ihr, damit Ihr bei diesem "trüben" Wetter gleich richtig "auf Touren" kommt? Schreibt es doch einfach in den Kommentaren! Wenn Euch dieser Post gefallen hat, dann teilt ihn doch auf Facebook, Instagram, Snapchat und SchülerVZ und schaut auch mal bei meinem Affiliate-Shop vorbei! Mit dem Aktionscode "Kuschel" gibt es 10% auf alles*.

Immer schön knuddlig bleiben

Euer 

Acki





*Außer Tiernahrung und Zeitschriften.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Herzchen

Ein Nachtrag zu dem gestrigen Post über Twitter, da dieser möglicherweise einen falschen Eindruck vermittelt:

Bei Twitter ist es mir genau wie hier im Blog relativ egal, wie groß die Resonanz insgesamt oder auf einzelne Beiträge ist. Ich mache das, was mir gerade so einfällt; ab und zu wundert es mich dann, dass die Resonanz so gering ist, ab und zu finde ich es rätselhaft, dass die Resonanz so groß ist. Wenn man das wirklich mit Reichweiten-Ehrgeiz betreiben wollte, hätte man die Bemühungen entweder schon längst einstellen  oder etwas besser strukturieren müssen.  Auf beides habe ich aber - aus ganz verschiedenen Gründen - keine Lust. 

Bei Twitter werden Herzchen verteilt, die im Wesentlichen zeigen, dass man einen Tweet wahrgenommen hat und in irgendeiner Form gut findet. Damit hat man ein ganz interessantes Maß für die Beliebtheit einzelner Äußerungen. Wenn man hier Ehrgeiz hat, führt das natürlich dazu, dass man versucht, Dinge zu schreiben, von denen man annimmt, sie würden möglichst vielen gefallen. Deswegen verfolge ich das nicht allzu genau, es sei denn, einzelne Tweets entfalten eine (für mich) außerordentliche Wirksamkeit (wie die gestrigen Beispiele).

(Nach dieser umständlichen Einführung der eigentliche Punkt:)

Es gibt eine Sache, die ich hier im Blog prima finde: Es gibt praktisch keine Kommentare, die das Äquivalent eines (bloßen) Herzchens wären. Damit meine ich die kurzen Lobausrufe. Einmal im Jahr darf meinetwegen jeder einmal schreiben, dass er einen Post oder ein Bild besonders gut fand, aber ansonsten finde ich es gut, dass die Kommentare (die ja gerne auch nett sein dürfen) hier regelmäßig einen neuen Beitrag, einen andere Sichtweise oder vielleicht auch einen schrägen Scherz bringen. Wenn ich mich in anderen Blogs durch eine Vielzahl von Kommentaren wie "Schöner Beitrag", "Tolles Bild" kämpfen muss, macht mich das wahnsinnig (wenn entsprechende Kommentare von mir unbekannten Personen hier im Blog auftauchen, lösche ich sie auch meistens)Der gestrige Post soll jetzt bitte auch nicht so verstanden werden, dass ich solchen Zuspruch wünschte oder brauchte. Ansonsten beginne ich dann auch jeden Blogbeitrag mit "Hallihallo meine Lieben".

Dienstag, 10. Oktober 2017

Assorted Twitter (4)

Schon einige Zeit her seit dem letzten Überblick über den Twitteraccount. Neben Streit darüber, ob Fleischtomaten suppen oder nicht, gab's genügend Bilder, ein paar davon tauchten dann auch im Blog auf.

Zwei der Bilder waren besonders beliebt (wie dieser Blog ist auch mein Twitteraccount eher Nischenprogramm, die Resonanz bleibt eher verhalten. Das stört mich nicht besonders, es ist aber ganz interessant zu sehen, wenn irgendetwas erfolgreicher ist.)



Dieses Bildchen trifft natürlich meine Kernkompetenz: merkwürdig geformte Kartoffeln. Das "Kartoffelhühnchen" haben über 2000 Leute gesehen, 78 haben Herzchen verteilt.




Dieses Bild hatte ich auch im Blog, mit der Überschrift "Die eigentliche Stadt liegt unter dem Wasser" haben es auf Twitter 1500 gesehen und über 80 geherzt. Das hat wohl die Art schwurbeliger Esoterik, die auf Twitter geschätzt wird.




Freitag, 6. Oktober 2017

Was noch bleibt

Während gerade der Wind durch den Garten bläst, kann ich ja kurz berichten, was noch zu finden ist. 

Es gibt noch genügend Himbeeren, allerdings sind die geschmacklich nicht mehr ganz so gut. Fürs Morgenmüsli reicht's vollkommen. 

Der kleine Säulenapfel trägt dieses Jahr wieder (letztes Jahr war ein Ausfall), die Äpfel sind überraschend gut. Ich mag zwar keine Äpfel direkt vom Baum, aber das muss selbst ich zugeben. 

Die ersten Feigentriebe sind ja beim späten Frost im Frühjahr erfroren, deswegen hat es länger als sonst gedauert, bis die neuen Blätter und Früchte herausgekommen sind. Wir haben nun hunderte von Feigen, die wohl nicht mehr reif werden. Die Feigen sind lange hart und starr, über Nacht werden dann einzelne Früchte weich und brechen dann leicht vom Stiel ab. Überraschenderweise hat es dieses Jahr eine Feige geschafft reif zu werden; sie schmeckte durchaus angenehm. Damit noch mehr nachreifen, müssten noch ein paar richtig warme Tage kommen. Danach sieht es nicht aus. Eher werden die unreifen Feigen in einer Illustration der Apokalypse auf den Boden fallen. 

Gut gewachsen ist dieses Jahr auch der Wein. Zumindest die weißen Trauben sind zwar sauer, aber essbar. Ein guter Jahrgang für Chateau Pankow, Nordhang!

Dienstag, 3. Oktober 2017

Vor zwanzig Jahren

"Wie lange muss ein Huhn durch den Wald rennen, damit es ein Fuchs wird?" (Fil Tägert)

Tja. Jetzt bin ich also schon zwanzig Jahre in Berlin, davon von über fünfzehn in Pankow. Wie der Umzug vor zwanzig Jahren war, habe ich hier schon einmal aufgeschrieben. (Wahrscheinlich wäre es ein literarisches Projekt, bestimmte Ereignisse an jedem Jahrestag noch einmal zu erzählen und dann zu sehen, wie sich die Erzählung das Narrativ verändert. Ich würde mich aber auch nicht wundern, wenn hier dann jedes Jahr genau das gleiche stünde, so wie bei meinen Tomaten- und Stechapfelposts auch.)*


Sollte man nach zwanzig Jahren einen Grundsatzpost über die Stadt schreiben? Vor ein paar Jahren habe ich das mal versucht, Friederike vom Landlebenblog war so nett, das zu veröffentlichen. Ansonsten steht ja alles, was ich zu der Stadt zu sagen habe, schon verstreut hier im Blog.



*Und was soll ich sagen? Natürlich habe ich vor einem Jahr zum 3.10. schon praktisch genau den gleichen Post veröffentlicht, wie mir gerade auffällt. Mit genau dem gleichen Fil-Zitat als Einstieg. Seufz.



Sonntag, 1. Oktober 2017

OLe ist zurück!

Das Warten hat sich gelohnt! OLe ist zurück mit "Die andere Kamera 2.0". Wir lernen etwas über seine Frisur, seinen großen Bruder und erfahren etwas über Vögel, die auf großem Fuß leben.

Hinklicken, kommentieren, sonst braucht Ihr auch hier gar nicht mehr herzukommen. Und unbedingt die Seite mit Jobangeboten ansehen!

Überwachung

(Zugleich ein Beitrag zu Ruths "I see faces"-Projekt.)

Überall wird man beobachtet:





Falls jemand nicht sicher sein sollte, ob Häuser böse sein können:



Zugabe für Dr. Who-Freunde: Sebastian L. hat mir ein Foto eines Cyberman geschickt: (Vielen Dank!)