Everybody's fucked in his own special way

Sonntag, 31. Dezember 2017

Das Tor zum neuen Jahr

(Zugleich ein Beitrag zu Frau Tonaris "Rost-Parade"-Projekt.)

An der Berliner Straße in Pankow gibt es ein schönes rostiges Zaungitter, an dem ich früher oft vorbei gegangen bin, inzwischen bin ich aber nur selten noch in der Gegend. Letzthin bei einem Spaziergang ergab sich allerdings die Gelegenheit, hier wieder Rost zu fotografieren. 


Ein altes Tor, durch das wir ins neue Jahr gehen. Mal sehen, was sich dort findet. 

Allen einen guten Rutsch und ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Samstag, 30. Dezember 2017

Jahresrückblick

Was soll man sagen? Was den Blog betrifft wurde ja schon alles zum Fünfjährigen, zur Blogroll und zum 500.000 sowie im Besinnungsaufsatz Über das Bloggen geschrieben. Das ist mehr als genug Meta-Diskussion für dieses Jahr. 

Die schönste Charakterisierung des Blogs hat mir ohnehin Mirjam per Postkarte geschickt:



Das trifft es wohl und damit kann ich gut leben. 

Global gesehen muss man sagen, dass 2017 immerhin nicht so schlimm war wie man es sich vor einem Jahr noch vorgestellt hat. Bedeutet wahrscheinlich nur, dass die Lunte halt noch ein bisschen länger ist, als ursprünglich gedacht. 

Immerhin habe ich 2017 wieder mit dem Schafkopfspielen angefangen. Und in der Kommentarspalte hier wurden die verwunderlichsten Diskussionen geführt, über Schreibfehler in Tätowierungen, Klaus Lage, Elefantengenitalien, Yeti-Pflege, den Makaken-Zwischenfall des Andy Bonetti und noch viele andere Dinge (das war jetzt eine etwas zufällige Zusammenstellung, hier schlummern viele erstaunliche Dinge).  Und diese Diskussionen haben 2017 sehr zu meiner Belehrung und meinem Amusement beigetragen. 

Allen vielen Dank dafür!

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Restposten

Wie jedes Jahr, blieben wieder zahlreiche Fotos liegen. Zu recht oder zu unrecht, weil mir nix dazu einfiel, weil mir nur unpassendes einfiel. Hier einfach eine Zusammenstellung davon.







Mittwoch, 27. Dezember 2017

Weihnachtsernte

Ich habe dieses Jahr den Garten etwas vernachlässigt. Auf dem Kartoffelhügel wächst die Vogelmiere, den wuchernden Topinambur habe ich nur unzureichend entfernt.

Aber wir haben ausgiebig Rosenkohl. Die Röschen könnten zwar größer sein, aber eigentlich schmecken ohnehin die kleinen besser. Die erste Stange abgeschnitten, eine halbe Stunde rumgeputzt und ein halbes Pfund Rosenkohl für das Heiligabendessen war fertig. Noch gut am Biss, nur mit Salz und Butter, eine Delikatesse.



Ein paar zweifelhafte Röschen waren auch dabei:

Montag, 25. Dezember 2017

Der Stern


(Weihnachten ist vorbei, aber der ewige Adventskalender bei Ackerbau in Pankow macht weiter jeden Tag ein Türchen auf.)

Sonntag, 24. Dezember 2017

Frohes Fest!

Allen stillen und lauten Leserinnen und Lesern frohe Weihnachtstage!



Tipp des Tages: Chinesisch essen. 

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Die Himmelsscheibe von Pankow



(Artefakt aus der Bronzezeit, Forscher vermuten, dass es sich um eine astronomisch-kartographische Darstellung handelt, die seit 1971 irrtümlich in Pankow als Schachtdeckel verwendet wird. Das Bezirksamt Pankow prüft derzeit noch die Restitution, aber "Wemma dit Ding ins Museum stellen, fallen die Leute ja innen Schacht, Sie Eumel!")

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Freitagstexter - Pokalverleihung

Wie es die Regeln vorsehen, muss heute am Mittwoch der Gewinner des Freitagstexter-Spiels bestimmt werden. Wir hatten einige Bewerber (ein paar leider außer Konkurrenz, weil ohne Blog) und die Auswahl war nicht einfach. OLe hatte den realistischsten Ansatz, Frau Kirschblüte und Meister Bonetti hatten Variationen zu dem Postboten-Thema, Angelnette hielt sich an mittelalterliche Heilige, Roswitha sah den Hund als Gleichnis für den alternden Menschen, Frau Lakritze warf dann noch Huskies in die Mischung.

Am besten gefiel mir der Beitrag vom Wortmischer, eigentlich schon eine Kurzgeschichte mit kafkaeskem Einschlag. Den Ausschlag gab dann, dass er die Hauptperson Ulrich genannt hat, so dass ich mir vorstellen kann, das sei der Anfang zu dem dritten Teil des Mannes ohne Eigenschaften, den Musil nie vollenden konnte. 

Herzlichen Glückwunsch!

Also, hier die Siegerkombi, der menschengroße Hund auf der Hauptstraße von Lefkimmi im Süden Korfus mit den rätselhaften Worten des Wortmischers:



Auf seine alten Tage veränderte sich Ulrich zusehends: Die Ohrläppchen wurden größer, Nase und Mund immer dunkler. Am ganzen Körper begannen Haare zu sprießen und die Fingernägel an seinen behaarten, adrigen Händen glichen immer mehr Klauen.
Überhaupt wurde Ulrich auch von den Nachbarn immer häufiger mit seinem eigenen Hund verwechselt.


Weiter geht es also am Freitag beim Wortmischer. Ich würde jedem hier einen Besuch empfehlen. 

Dienstag, 19. Dezember 2017

Alichen

Gestern habe ich bei OLe gelesen, dass sein Hund Alia gestorben ist. Ich habe Alichen nie getroffen, ihre Fotos als Königin der Herzen haben mich aber die letzten drei Jahre durch die verschiedenen Blogs von OLe begleitet.

Lasst uns heute alle an OLe denken.  

Montag, 18. Dezember 2017

Symbolbold (Symbolbild)


(Nachtrag 8:41 Uhr: Ich habe gerade festgestellt, dass in der Überschrift anstelle von "Symbolbild (Symbolbild)" "Symbolbold (Symbolbild)" steht. Ich kann mich jetzt nicht ganz entscheiden, ob das mit dem Tippfehler nicht eigentlich noch besser ist (immer gewahr der Tatsache, dass Dinge, die besser sind, nicht notwendigerweise gut sind). Wenn ich auf den Dreh mit "Bold" gekommen wäre, hätte ich dann aber wohl noch lieber "Systembold (Symbolbild)" geschrieben und gewartet, ob mir jemand erklären kann, was ich gemeint habe.)

(Nachtrag 2: Seid Ihr jetzt auch alle so aufgeregt wie ich? Schade, dass das so spät passiert, sonst wäre ich damit sicher in jeden Fernsehjahresrückblick gekommen.)

Sonntag, 17. Dezember 2017

So leben wir alle Tage

Jeden Tag, wenn ich an der Pfütze vorbeikomme, habe ich das Gefühl, sie fotografieren zu müssen, obwohl man ja immer dasselbe sieht.

Gestern bin ich von der anderen Straßenseite gekommen und sah, dass noch mehr darin versteckt ist.


Samstag, 16. Dezember 2017

Der Träumer, erwachend (2)

Letzthin habe ich mich mit F. über Träume unterhalten, auch darüber, inwieweit sie einer Deutung zugänglich sind. Ich habe mich vor Jahrzehnten mal etwas ausführlicher mit dem Thema beschäftigt und mich durch Freud, Fromm, Jung gelesen und bin dann zur Überzeugung gelangt, dass Träume einem manchmal helfen können, unbewusste Konflikte zu erkennen. Beispielhaft war für mich immer ein Traum, den ich mit vielleicht 20 Jahren hatte: Ich war mit Paul McCartney in einem Operationssaal, wo wir einer Kuh halfen, ein Kalb auf die Welt zu bringen, das leider schon im Mutterleib mumifiziert war. Ich habe den Traum gerne erzählt, weil er so absurd war; irgendwann, ein paar Jahre später wurde mir während des Erzählens auf einmal bewusst, was die Botschaft war. (Der innere Konflikt, der den Traum ausgelöst hatte, bestand nicht mehr, deswegen war es dann auch einfach, den Traum zu verstehen).*

***

Ich habe mich lange nicht mehr damit beschäftigt, vielleicht habe ich ja keine unbewussten inneren Konflikte mehr, oder sie sind mir inzwischen egal, oder ich habe inzwischen andere Methoden gefunden, mein Unterbewusstsein auszuleuchten, sucht es euch aus. Nachdem ich mich aber mit F. über Träume unterhalten habe, bekam ich zur Belohnung mal wieder ein paar symbolische Träume. Ganz gängiger Effekt: Wenn man die Traumdeutung von Freud liest, bekommt man normalerweise irgendwelche Träume mit wunderbarer Freud'scher Symbolik, wenn man sich mehr auf die Träume  konzentriert, wird man dann auch mit ein paar Vorführträumen belohnt. Bei mir war es diesmal ein Traum, in dem wir in einem zweistöckigen Haus wohnten, im Untergeschoß wohnte S., eine alte Freundin aus Universitätszeiten, die leider schon gestorben ist. Im Traum war sie auch tot, ihre Leiche war offenbar schon seit Wochen im Untergeschoß und ich machte mir Gedanken darüber, was man jetzt tun könnte. Anonym die Polizei rufen? Die würden dann ja mich verdächtigen und ich hatte doch mit dem Tod gar nichts zu tun. Die ganze Situation war sehr unangenehm. Beim Aufwachen brauchte ich nicht lange zu überlegen, was mir der Traum sagen wollte: Es gibt unangenehme Dinge, die noch viel unangenehmer werden, wenn man sie lange rausschiebt. So z.B. wenn man wie ich die Zusage für einen Fachbuchbeitrag gibt und vier Monate nach der Deadline noch nicht mit dem Schreiben begonnen hat. Mit dem Hang zum schlechten Wortspiel, der dem Traum zu eigen ist, fand er nicht nur ein eindringliches Bild dafür, wie ein dauerndes Versäumnis dazu führt, dass es immer unangenehmer wird, sondern er machte auch darauf aufmerksam, dass meine längst überzogene Deadline eben meine "Leiche im Keller" (bzw. Untergeschoß ist). Dass die Deutung nicht allzu schwierig war, lag sicher auch daran, dass mein Fachbuchdrama zwar ein innerer Konflikt ist, aber ganz sicher kein unbewusster. 



***

Vorgestern hatte ich (nachdem mal wieder ein Anruf mit Frage nach dem Sachstand kam) wieder einen Traum. Ich ging in einem großen Tal herum, das offensichtlich eine Talsperre war, die noch nicht mit Wasser befüllt war. Die Bergwände ragten sicher über 100 m auf allen Seiten. Irgendwie wusste ich, dass die Talsperre um 16 Uhr befüllt wurde, hatte es aber erst mal nicht eilig herauszukommen. Auf einmal begann von allen Seiten das Wasser zu kommen und ich merkte, dass ich mich jetzt langsam in Sicherheit bringen müsste. Ich begann die Felsen hoch zu klettern, machte mir aber etwas Sorgen, ob ich hoch genug klettern könnte. Das Merkwürdige war, dass ich noch während des Traums das Traumgeschehen analysierte und praktisch einen Kommentar dazu dachte: Ganz schön dick aufgetragen, ja, ich weiß, ich bin ziemlich spät dran mit dem Schreiben, aber müssen meine Träume denn so durchsichtig pädagogisch sein? 

Als ich aufwachte, musste ich nicht lange über den Traum nachdenken, weil ich ihn ja schon währenddessen analysiert hatte. Ich hoffe mal, das war's dann mit solchen Träumen, sonst kann ich gleich noch ein Bändchen mit Motivationsfabeln schreiben.



*Nö, den erkläre ich jetzt nicht, träumt gefälligst selbst etwas. 

Freitag, 15. Dezember 2017

Freitagstexter


Mal etwas Neues: Bei der geschätzten Frau Lakritze habe ich beim Freitagstexter mitgemacht, einen Pokal eingesammelt und darf jetzt heute den nächsten Freitagstexter ausrichten. Das bedeutet: Ein Bildchen hier einzustellen und die Blogbesucher zu bitten, einen schönen Untertitel für das Bild zu finden. Die Vorschläge werden gesammelt bis Dienstag, 24 Uhr, am Mittwoch wird ein Gewinner gekürt, der dann am nächsten Freitag in seinem Blog weitermachen darf/muss. 

(Die ausführlichen Regeln finden sich hier, beim Wortmischer.

(Ich muss wohl nicht erläutern, dass in diesem Blog von den Kommentatoren eigentlich schon lange Freitagstexter gespielt wurde, ohne dass uns allen das bewusst war. Ich habe natürlich die Sorge, dass die Alternativbetextung hier nur funktioniert, wenn nicht dazu aufgefordert wird. Wir werden sehen.)


So, Tiere gehen ja immer. Also her mit den Über- und Unterschriften in den Kommentaren!

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Dienstag, 12. Dezember 2017

Der Träumer, erwachend



Im Traum war mir die Lösung noch vollkommen klar vor Augen gestanden, wie ein Text in Druckschrift auf weißem Papier,  aber schon kurz nach dem Aufwachen war mir so, als seien die Buchstaben vom Blatt gefallen, und wären nur noch zufällige Striche und Kringel, ohne Ordnung auf dem Boden liegend. 

Moment. Sind das Nudeln?



Montag, 11. Dezember 2017

1 Abend, 2 Bilder



Einer sieht von oben zwei Männern beim Biertrinken zu. Vielleicht hätte er zu den Geschichten aus Helgoland und dem Allgäu etwas beitragen können.


Diese drei jungen Leute waren eher nicht im Kuchen-Rausch. 


Samstag, 9. Dezember 2017

Dr Baula flaggt umanand*







(1a Catcontent hier. Markos verfolgt offenbar das Kunstprojekt, auf jedem Quadratmeter unseres Hauses mindestens eine Stunde geschlafen zu haben.)

*Der Kater liegt herum.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Würstchen

Ich frage mich manchmal, ob es auch anderswo diese merkwürdigen Schlachter-Werbungen gibt wie in Berlin. Aus Süddeutschland kenne ich die Bilder von fidelen Schweinen, manchmal mit umgebundenen Speiselatz und Besteck in den Klauen. In Berlin gibt es häufig die Würstchen, die wie Menschen angezogen sind. Mit Hut, Schuhen und Handschuhen. Manchmal auch einen Kinderwagen mit kleinen Würstchen ziehend.

Irgendwie ist das ja creepy. Gibt's solche Beispiele auch anderswo?

Ergänzung: Auf dem Weg zur Arbeit habe ich in der Invalidenstraße einen Lastwagen gesehen, auf den ein Bild eines Schweines in Hotpants gemalt war, das dem Betrachter den Hintern zuwendet. Vielleicht sind Würstchen mit Zylinderhut ja eigentlich ganz dufte. 

Dienstag, 5. Dezember 2017

Blogaktion: Let's talk about vegs

(Ich entschuldige mich hiermit für das dumme Wortspiel in der Überschrift und bitte gleich anschließend um Entschuldigung, dass ich "ich entschuldige mich" geschrieben habe, weil man sich ja doch selbst nicht entschuldigen kann, allerdings ist das jetzt eher ungünstig für alle, die mich in den Kommentaren auf diesen Umstand hinweisen wollten, aber vielleicht fällt denen ja noch etwas anderes auf, auf das man in den Kommentaren hinweisen kann.)


(Mit so einem Anfang kann das ja nur ein Knallerpost werden.)

Bei Frau Tikerscherk (die, man kann es leider nicht anders nennen, eine beängstigende Rote-Beete-Feindseligkeit, quasi eine Betavulgarisphobie in sich trägt) habe ich mich über Gemüse unterhalten. Frau Tikerscherk mag weder Rote Beete noch Fleischtomaten, aber wir konnten uns auf Bohnen einigen. Das brachte mich zuerst zu dem Gedanken, man könnte doch eine Blogaktion machen, in der Beiträge über Gemüse gesammelt werden,  und danach fiel mir noch das Aktionsmotto ein, dazu s. oben.


Sinnvollerweise setzt man für eine solche Aktion einen Termin im Januar, in dem man sich sowieso nur von trister Rohkost ernährt. Ich würde mal 

den 14.1.2018 

vorschlagen, dann haben wir alle vegetarische Sonntagslektüre und ich muss mich nicht mit der FAS rumärgern. 

Mitmachen kann jeder, unter zwei Voraussetzungen: 

1. Der Blogpost muss sich mit einer bestimmten Sorte von Gemüse beschäftigen, idealer- (aber nicht notwendiger-)weise handelt es sich dabei um eine ungerechte, rein subjektive Lobeshymne oder Hasstirade. Haarsträubende biographische Details und niveaulose Überschriften ("Kohlrabi hat meine Familie zerstört") sind nicht Bedingung, aber (zumindest von mir) gern gesehen. 

2. Der Name der Blogaktion ("Let's talk about vegs") muss natürlich genannt werden, warum sollte nur ich mich blamieren?

Wer ist dabei? (Aber keine Angst, ich zieh das auch alleine durch.)

Hinweis an Herrn Bonetti: Mettwurst ist kein Gemüse. 

Sonntag, 3. Dezember 2017