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Mittwoch, 12. März 2014

(Die reifere) Jugend forscht

Nachdem das letzten Herbst nichts mehr geworden ist,* bin ich über das gute Wetter froh, um ein paar Dinge im Garten zu erledigen, die liegen geblieben sind. Dazu gehört auch, den Kompost umzusetzen. Nicht meine Lieblingsarbeit, aber hilft ja nix. 

Man lernt dabei aber auf jeden Fall dazu. So wird es euch sicher überraschen zu hören, dass Esslöffel nur sehr schwer kompostierbar sind (ich hatte eigentlich gehofft, noch ein paar Spargelschäler zu finden, die bei uns gerne verschwinden). Das Besteck kam wieder in die Schublade (auf Intervention von Frau Ackerbau erst nach einer Reinigung). Ebenso scheint Werkzeug schwer zu verrotten. Dem Kompost hätte Eisen sicher gut getan, aber es hat nicht funktioniert. 



Was mich besonders interessiert hat, war das Schicksal meiner Brandmaus, die letztes Jahr im Kompost überwintert hat. Ich habe sie lange nicht mehr gesehen. Ich habe jetzt zumindest im Kompost keine kleinen Skelette gefunden, so dass sie einen anderen Platz gefunden haben muss (entweder in sichereren Gefilden oder im Bauch einer Katze). Im Kompost fanden sich aber einige Haselnussschalen, die Anlass zu weiterer Begutachtung gaben. Das müssen auf jeden Fall Mäuse gewesen sein, Eichhörnchen knacken die Nüsse. Ich habe im Internet eine wunderbare Bestimmungshilfe für geknackte Haselnüsse gefunden, bei der allerdings nur Hasel-, Rötel- und Gelbhalsmaus aufgeführt sind. Eine Haselmaus war's bei uns nicht, die Zahnspuren am Rand des Loches fehlen. Ich nehme mal an, dass die Brandmaus ähnliche Spuren hinterlässt wie die Rötelmaus und sehe die Nüsslein, die ich im Kompost gefunden habe, als Zeichen, dass sie mit Familie zumindest im Winter nicht hungern musste. 

*So langsam dämmert mir, dass der Spruch von den "morschen Knochen" keine Redensart ist, sondern eine Diagnose. 

9 Kommentare:

  1. Hallo, na ich habe mir meinen Komposter noch nicht angesehen. Ja ich habe mir letztes Jahr nämlich auch einen gekauft. Da bin ich ja gespannt ob ich auch lang vermisstes wiederfinden werde.

    Gruß Alexandra

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    1. Wenn man die Gemüsereste kompostiert, dann enthält der Komposter gerne eine große Auswahl an Messern, Schälern etc. Liebe Grüße, Andreas

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  2. Vielleicht wäre die Kompostierung besser geglückt hättest Du die Besteck- und Werkzeugteile vorher gehäckselt! Das hat bei meinen Schwiegereltern zwar zu einer längeren Auseinandersetzung geführt aber auch zu einem neuen Häcksler! Wir haben nur Biotonne und was da rein kommt ist dann weg - für immer.
    LG Papierfrau

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    1. Gute Idee! Aber unseren Häcksler haben wir schon kaputt (aus zweiter Hand) bekommen. Der häckselt also weder Äste noch Besteck, sondern nimmt nur Platz in der Garage weg.

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  3. Hallo Andreas,
    unser Komposthaufen ist auch so eine Fundgrube wie deiner. Und es freut mich zu hören, dass auch bei euch Spargelschäler verschwinden. Was auch gut funktioniert sind kleine Gemüsemesser. Da haben wir welche mit Holzgriff verloren - die Klinge kam irgendwann wieder ans (Kompost-)Tageslicht. Also ich denke, das sind Kompostkobolde, denn WIR schmeißen das alles doch nicht mit dem Bioabfall auf den Kompost... :-)
    LG Calendula

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    1. Kleine Gemüsemesser... da ist immer großer Schwund. Wenn's Kompostkobolde gibt, dann habe ich sie beim Umstechen nicht gefunden...

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