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Montag, 7. November 2016

Bedeutende Dienstreisen (17)



Zug ab Hauptbahnhof um 6 Uhr. Also kurz nach 5 aus dem Haus zur S-Bahn. So wenig ich es mag, vor 6 Uhr aufzustehen, so schön kann die Stadt um diese Zeit sein, wenn der Großteil der Bewohner noch im Bett liegt (da es in Pankow keine Nachtschwärmer gibt, stimmt das auch).

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Ereignislose Zugfahrt, abgesehen von der Arbeit, die ich mir mitgenommen habe. Die Sonne schaut falb durchs Abteilfenster.

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In Frankfurt versuche ich mit ausgedrucktem Stadtplan vom Hauptbahnhof zum Ziel kommen. Bestenfalls kann man aber die Bewegung eine spiralförmige Einkreisung des Zielorts nennen. Brauche für eine Strecke von (eigentlich) knapp zwei Kilometern eine Dreiviertelstunde und komme fast zu spät. Dafür habe ich aber ein bisschen was von Frankfurt gesehen. Manchmal weiß ich nicht, ob meine Orientierungslosigkeit nicht einfach ein Vorwand ist, sich mal andere Straßen anzusehen.



Andere Städte haben auch schöne Baugruben.


Der Kiosk war ihr Schicksal.



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Wie immer bin ich irgendwo, wo lauter Sachen erzählt werden, die nun gar nichts mit meiner Arbeit zu tun haben. Wie es so ist, sind wir mal wieder bei Digitalisierung. Allerdings bei der Digitalisierung der organisierten Kriminalität, das ist ja zumindest interessant. Ich rutsche nervös auf dem Stuhl hin und her, aber ich werde enttäuscht: Für das Geschäftsmodell der organisierten Kriminalität scheint Blockchain nicht relevant zu sein. Dafür erfahre ich zum ersten Mal vom „Hey Joe“-Prinzip in Organisationen. 

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Hurra! Danach ein Psychologe! Das habe ich nur ganz selten. Ich bin allerdings nicht gerade begeistert von seiner These, dass unkritische Gewinnersituationen insgesamt zu besserer Regeleinhaltung führen. Wer hätte das gedacht? Jetzt muss das Leben halt nur noch genügend unkritische Gewinnersituationen bereitstellen, dann haben wir keine Probleme mehr.


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Nächster Beitrag zu einem Thema, von dem ich ein bisschen was verstehe. Der Vortragende hat eine richtige Aussage auf der Folie, versteht sie aber anscheinend selbst nicht, und behauptet deswegen fälschlich, es sei ein „nicht“ zu viel in dem Satz, obwohl der Satz so genau richtig ist. Als Krönung fügt er noch hinzu, da habe wohl seine Sekretärin einen Fehler gemacht. Leute, die öffentlich Fehler auf ihre Sekretärinnen schieben (egal ob zu recht oder zu unrecht), sollte man meiden. Geschäftlich, weil man sich nicht auf sie verlassen kann, privat, weil sie eine schäbige Gesinnung haben.

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Kaffee mit Frau Meinigkeiten, bevor der Zug fährt.

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Im Abteil sitzt hinter mir jemand, der ohne Kopfhörer Videos ansieht, in denen Sätze vorkommen wie „Darmspiegelungen sind ja meistens nicht die beliebteste Freizeitbeschäftigung.“ Urgs.  



(Immer unter Beobachtung.)

7 Kommentare:

  1. ♥DANKE auch

    ....(...
    ...((....
    |****|o
    |___|…

    ...für das Rüblicheesecake-Rezept von Frau Meinigkeiten -> wedsch ausprobieren ! *WochenstartundMontagsfrühstückskaffeegrüßchenabstell*

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  2. Herr Ackerbau, da haben wir ja eine nette Tradtion geschaffen. Ich freue mich schon aufs nächste Mal. Und liebe Angelnette, gute Wahl, der ist echt lecker :)

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  3. Kiosk Destino ... ^_^
    Was du alles findest.

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