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Montag, 7. September 2015

Und wie schmeckt's?

So langsam kann man die Bilanz der Tomatensaison ziehen. Waren ja diesmal einige neue Sorten dabei. 

(Aus Gründen, die im letzten Post erläutert sind, müsste die Titelfrage teilweise von einem Unbekannten beantwortet werden.)

Zunächst: Wenn man ein paar leckere Balkon-Cocktailtomaten haben will, sollte man zu Black Cherry und Gelbem Dattelwein greifen. Wirklich die aromatischsten Cocktail-Tomaten, die man kriegen kann, kann ich nach jahrelangem rumprobieren so sagen. Die bekommt man nicht unbedingt im Gartenmarkt, aber wenn man Google bedienen kann, findet man schnell Bezugsquellen. Spätestens im März daran denken!

Zur Ergänzung ist die Rote oder Gelbe Johannisbeere oder Small Egg-Tomate ganz dankbar (die Johannisbeeren fand ich aber dieses Jahr im Ertrag eher schwach; weiß nicht, was ich da falsch gemacht habe). In diesem Jahr habe ich auch die Zuckerpflaume und Zuckertraube zu schätzen gelernt, auch sehr aromatische Snacktomaten. Black Plum war im Geschmack sogar der Black Cherry ebenbürtig, hatte aber leider bei mir einen Hang zur Fruchtfäule. Wenn man sich mit diesen Sorten versorgt, hat man aber auf jeden Fall bessere Tomaten als man in den meisten Läden kaufen kann (auch wenn man inzwischen auch ganz leckere Cocktailtomaten im Supermarkt bekommt). Dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal auch die Banana Legs, die aussehen wie große Gelbe Dattelwein-Tomaten, aber leider nicht so schmecken. Für ein buntes Foto sehr geeignet, ansonsten nicht unbedingt notwendig. Gleiches gilt für Pink Boar: das rosa Schwein hatte ich dieses Jahr auch zum ersten Mal. Sehr pittoresk, aber geschmacklich nicht beeindruckend, zumindest soweit ich in der Lage war, die Früchte zu probieren.


Eine ganz andere Angelegenheit sind die Fleischtomaten. Hier bekommt man ja praktisch in den Läden nichts vernünftiges, hier ist man wirklich auf die eigene Zucht angewiesen (außer man hat die Möglichkeit, sich in fremden Gärten zu bedienen, natürlich). Auch in diesem Jahr waren die German Gold fantastisch, man muss allerdings sagen, dass die Sorte anfangs etwas schwierig sein kann. Wenn sie mal sprießt, wird's wunderbar. Auch Goldie - Yellow Giant Belgium hat mich wieder begeistert. Die Frucht sieht aus wie eine Kaki und hat einen wunderbaren Geschmack. Wie man an den Fotos sieht, sind diese Fleischtomaten tatsächlich fleischig, d.h. sie bestehen nicht aus einer harten Hülle und Flüssigkeit, man kann sie in wunderbare Scheiben schneiden. 



 Neu waren dieses Jahr zwei Brandywine-Sorten: Apricot und Pink Brandywine. Der Ertrag war zunächst beeindruckend, die Apricot Brandywine-Früchte bekamen aber schnell schwarze Flecken. Das kann aber auch daran liegen, dass die Tomaten eine sehr dezent apricot-farbene Färbung haben, wenn sie reif sind: ich war wohl einfach zu doof, sie rechtzeitig zu ernten. Wenn man sie rechtzeitig erntet, sind sie sehr schmackhaft. Gleiches gilt für Pink Brandywine.



3 Kommentare:

  1. Das mit dem Tomatendieb | der Tomatendiebin ist ja äußerst ärgerlich (und unglaublich unverschämt)!
    Von dem gelben Dattelwein und (noch mehr) von den Johannisbeertomaten war und bin ich äußerst begeistert! Herrliche Snacktomaten.
    Herzliche Grüße!

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    1. Das freut mich! Deine Sorten sind auch gut aufgegangen, ich freue mich schon darauf, die erste Litschi-Tomate zu ernten. Die wurden wenigstens nicht geklaut, die pieksen ja....

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    2. Gelber Dattelwein kam hier auch gut an und war ostseeküstentauglich und pflegeleicht. Danke! Nächstes Jahr gerne wieder :-)

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