Everybody's fucked in their own special way

Freitag, 24. September 2021

Herbstzeit, Erdnusszeit

Im Sommer haben sich meine Krähen lieber selbst versorgt, jetzt habe ich aber immer die Manteltasche mit Erdnüssen befüllt. Und egal wo, die Krähen wissen, was zu tun ist.
Diese hier, die die Wollankstraße bewacht, gehört zu den wenigen, die die Nuss gleich an Ort und Stelle zerlegt. Irgendwann genügt dann wieder ein Zungenschnalzen und die Krähen kommen an.




(Letzthin, als ich mit J.S. unterwegs war, gab es etwas Verwirrung, weil ich inzwischen fast alle - Krähen, Söhne, männliche Kollegen - mit Buale anrede. In dem Fall konnten wir aber schnell klären, dass die Erdnuss nicht für ihn war.)

Donnerstag, 23. September 2021

Mittwoch, 22. September 2021

Die Jugend treibt Sport

 J.S. muss zu einem Probetraining, irgendwo im Prenzlauer Berg. Ich mache etwas früher mit der Arbeit Schluss und fahre mit ihm die paar Stationen Ringbahn, damit wir erst einmal zusammen die Halle suchen. Wir müssen dann doch noch länger von der Station aus laufen, als wir dachten und kommen in eine Ecke, die ich eigentlich nur vom Vorbeifahren kenne. Vorbei an Baustellen und Abbruchhäusern kommen wir zur Halle. Es ist noch herbstlich warm, es herrscht reger Betrieb von jungen Sportlern und Sportlerinnen. Das Training dauert zwar zwei Stunden, es lohnt sich aber nicht so recht, dass ich zwischenzeitlich nach Hause fahre, da ich nach einer halben Stunde schon wieder zurück müsste. 

Also vertreibe ich mir die Zeit in der Umgebung. Mir wird familiäres Mitleid zuteil, weil ich ja Stunden mit Warten vertrödeln müsse, aber wer hier schon ein bisschen länger mitliest, weiß ja, dass ich es gar nicht so schlecht finde, irgendwo gestrandet zu sein. Die beste Erwiderung, wenn irgendeiner etwas von einem will: Tut mir leid, ich kann echt nicht, ich muss jetzt noch zwei Stunden an der Kniproder Straße rumsitzen.  

Man kann sich ja die Hochhäuser ansehen. 



Und die  Baustellen. 




Ich gehe noch ein paar hundert Meter weiter zu einem Park, den ich bislang auch nicht kenne. Er ist auf Schutthügeln angelegt. Ich setze mich auf eine Bank, schaue erst den Joggern, dann den Fledermäusen zu. Es wird dunkel, die Fledermäuse verschwinden, die Jogger werden weniger. Ich habe keine Ahnung, wie entspannt der Park hier ist, ob es ratsam ist, hier in der Dunkelheit herumzusitzen. Aber wahrscheinlich bin ich als jemand, der in der Dämmerung auf der Bank rumsitzt bei weitem verdächtiger als jeder sonstige Besucher. 



Ich tappe ein bisschen weiter.



Man kann sich die Baustellen bei etwas weniger Licht ansehen. 



Und die Hochhäuser.   



Der Sport soll auch ganz gut gewesen sein, meint J.S.

Dienstag, 21. September 2021

Neues für den Ziergarten

 Wenn man verpennt, den Brokkoli zu ernten, hat man eine stimmungsvolle Herbstbepflanzung.



Samstag, 18. September 2021

Berlin wird unterhöhlt

 Zumindest die Invalidenstraße. Die letzten Tage gab es verschiedene Anzeichen, dass der Boden unter den Füßen nicht mehr fest ist. 




Ich könnte hier die verschiedenen Posts verlinken, in denen von wunder- oder furchtbaren Dingen unter der Invalidenstraße die Rede war (vom Höllentor bis zum Unterseeboot hatten wir, glaube ich, alles schon hier), dazu müsste ich sie aber erst einmal selbst wieder finden. 

Wenn das in dem Tempo so weiter geht, werden wir es ja bald sehen.