Everybody's fucked in their own special way

Donnerstag, 9. Dezember 2021

New day rising

 


Der Tag beginnt rosa. Die graue Kälte lässt aber nicht lange auf sich warten.

Mittwoch, 8. Dezember 2021

Die Flechten des Humboldthafens

 


(Es waren keine Nebelkrähen da, nur eine hüpfende Taube. Erdnüsse wurden nicht verteilt.)

Dienstag, 7. Dezember 2021

Pläne

 Ich hoffe mal, dass ich Zitrone, Kumquat, Johannisbrotbaum, Avocado, mediterrane Mispel und Oliven gut durch den Winter bringe. Einen besonders guten Ruf als Bäumchenüberwinterer habe ich allerdings nicht. Nachdem meine Pläne dieses Jahr (Maulbeerbaum und Kapernstrauch) nicht funktioniert haben; die Sämereien haben sich standhaft geweigert, in irgendeiner Form aufzugehen, in einem Töpfen wuchs dann noch einmal etwas, was sich dann aber als Physalis entpuppte, will ich nächstes Jahr etwas anderes versuchen: einen Granatapfelbaum. Der einfache Part ist, ein paar Samen herzurichten und dann bis zum nächsten Frühling aufzuheben. Ob die dann zu Bäumchen werden, mit denen ich unsere Terrasse weiter zustellen kann, wird sich zeigen.



Aber man muss ja klare Pläne haben. Irgendetwas säen und dann ganz andere Sachen ernten. 

Montag, 6. Dezember 2021

Unfertiges



Die Feigen, die nicht mehr reif wurden, fallen und liegen auf unseren Wegeplatten. Wäre man Maler, hätte man interessante Farbverläufe. Normalerweise hätten sich die Wespen gefreut, aber in diesem Jahr kamen die Feigen zu spät.

Ich habe am Barbaratag einen Feigenstamm abgesägt. Vor gut zehn Jahren ist der Hauptstamm erfroren, aus der Wurzel kamen neue Stämme, von denen wir drei wachsen ließen. Die Stämme behindern sich gegenseitig, einer wurde so ausladend, dass man eigentlich nicht mehr an ihm vorbei kam. Der musste jetzt fallen. Ich säge nicht gerne an der Feige, aber manchmal muss es sein. Nächstes Jahr werde ich mal sehen, ob ich vernünftige Ableger hinbekomme.

Die unreifen Feigen liegen derweil herum und faulen vor sich hin. Sie hätten süß und reif werden können, aber das Jahr war nicht danach. Wie so manche unerledigte Aufgabe, nicht geschriebener Brief oder verschobene Aussprache dieses Jahres.

Sonntag, 5. Dezember 2021

Durch die Nacht fällt etwas Schnee

 Der erste Schnee ist gefallen. Am Morgen liegt er noch dort im Garten, wo kein Rasen mehr ist, sondern bloße Erde. Es ist Samstag, ich sitze am Küchentisch, nicht am Schreibtisch im ersten Stock. Ich werfe die erste Runde Erdnüsse, wie immer waren die Nebelkrähen schon irgendwo in der Nähe und kommen angesegelt. Ausnahmsweise zu dritt, der Dritte darf aber erst, nachdem sich die Stammgäste bedient haben. Natürlich sind auch die Elstern gleich im Kirschbaum. Formal lassen sie den Krähen den Vortritt, faktisch sind sie aber so schnell, dass sie den Krähen alles wegessen könnten. Alle Vögel sind vorsichtig; in der Gegend sind einfach zu viele Katzen unterwegs. Ich sehe noch jemand im Kirschbaum, einen Eichelhäher. Er wartet, bis die Rabenvogel-Kollegen weg sind, und holt sich auch eine Erdnuss. Er nimmt sie nach oben auf den Ast, hält sie mit den Krallen, und pickt die Schale auf. Die Krähen legen sich meist ein paar Nüsse nebeneinander, packen sie in den Schnabel und verschwinden schnell. Da kommt noch ein Eichelhäher, ich schmeiße noch ein paar Erdnüsse, würde mich freuen, wenn die häufiger Gast wären. Die Häher greifen zu, es kommen wieder Knicks und Knacks, meine Nebelkrähen und das Elsterpärchen. Zeit für eine frische Tasse Tee.

An der Feige hängt ein Meisenknödel, den normalerweise die Spatzen kontrollieren; ich habe schon einige Zeit damit verbracht, die Fresshierarchien der Spatzen zu ergründen, ohne Erfolg. Heute haben die Spatzen anderes zu tun, so dass ein Trupp Kohlmeisen sich bedient. So winzig und so wunderbar. Akrobatik am Meisenknödel.

Ich muss an verschiedene Menschen denken, jemand im Krankenhaus, der operiert werden muss, Leute, die eine lange Fahrt vor sich haben. Keine gute Zeit für so etwas, keine gute Zeit.

Draußen sind drei Stare aufgetaucht und klopfen den Rasen ab. Einer zieht einen langen Wurm heraus. Ich hole noch eine Tasse Tee und werfe noch ein paar Erdnüsse auf den Rasen.

Freitag, 3. Dezember 2021

Wolken ziehen vorbei

 


Heute nacht zog der Sturm an unserem Haus vorbei. In Berlin war es wohl eher harmlos, aber das Rütteln und Pfeifen ließ mich dann doch ein bisschen wach liegen. Vor ein paar Tagen hatten wir, als wir Weihnachtskram vom Dachboden holten, entdeckt, dass das Dach an einer Stelle undicht ist. Wie es der Zufall so will, hatten wir aber genau zu diesem Zeitpunkt einen Dachdecker im Haus, der einen Ziegel wieder zurechtrückte, aber darauf hinwies, dass der sich wieder verschieben könnte. 

Ich habe jetzt das Gefühl, dass ich mein Reservoir an Glück für die nächsten Jahrzehnte dadurch aufgebraucht habe, dass der einzige (private) Dachdeckerbesuch gerade an dem Tag war, an dem unser Dach undicht war.

Donnerstag, 2. Dezember 2021

Lebensziele (1)

 Einmal so begeistert bei der Arbeit zu sein wie dieser "Zu verschenken"-Karton in Jena. 






Mittwoch, 1. Dezember 2021

In die dunkle Jahreszeit

Eigentlich hatte ich geplant, so langsam wieder regelmäßiger im Büro zu sein. Hatte mich schon auf die Invalidenstraßen-Nebelkrähen gefreut und auf die Treffen mit Arbeitskollegen. Aber, alle Termine, die man nicht selbst absagt, verschwinden auch so aus den Terminkalendern und wir haben wieder die höfliche Empfehlung, doch lieber zuhause zu arbeiten. 



Damit werde ich die Invalidenstraße wieder nicht mehr regelmäßig sehen. Nicht mehr jede Früh an der Kreuzung zur Chausseestraße stehen und mir ansehen, wie das bunte Licht auf dem nassen Asphalt reflektiert wird, nicht mehr beim Rückweg auf das Abendrot über dem Bundeswirtschaftsministerium warten, und auch nicht sehen, welchen Dienstwagen der neue Bundesverkehrsminister hat. Die Blutbuchen vor dem Naturkundemuseum sind jetzt zwar schon kahl, aber es ist ja ein besonderes Vergnügen, sie jeden Tag zu sehen und festzustellen, wie das Licht und das Wetter sie immer ein bisschen anders aussehen lassen. Jetzt sehe ich alles nur ein, zwei Mal im Monat, wie langweilig. 



Aber notwendig. Jetzt hoffen wir mal, dass wir irgendwann schlau genug sind, diesen Dreck zu beenden. Aber irgendwie kommen wir mir vor, wie jemand, der eine Schraube reinschrauben muss, neben sich einen Schraubendreher und einen Hammer hat, und jedes Mal wieder zum Hammer greift und sich wundert, warum es nicht funktioniert.  

Dienstag, 30. November 2021

Besuch im Nebenzimmer (32)

Ältere Blogleser werden sich möglicherweise erinnern: Es gab hier immer eine regelmäßige Zusammenfassung der Inhalte des Zweitblogs. Während die ersten Übersichten jeweils vier bis sechs Wochen umfassten, hatten Teil 30 und 31 schon jeweils ein halbes Jahr im Blick. Und jetzt sind tatsächlich schon eineinhalb Jahre vergangen seit dem letzten Überblick.  Höchste Zeit also, die Zeit seit Mai 2020 zusammenzufassen. Und ein Hinweis, für diejenigen, die erfahrungsgemäß bei den Nebenzimmer-Posts nach den ersten zwei Sätzen aufhören (also schon zu spät): Ab morgen gibt es wieder den musikalischen Adventskalender, jeden Tag ein Lied, das ich 2021 gerne und viel gehört habe; das meiste auch Lieder, die 2021 erschienen sind. 



Was war also los die ganze letzte Zeit?

Im Juli habe ich einmal über verschiedene Romane aus Afrika geschrieben, die ich gerne gelesen habe. Empfehlungen für alle, die einmal einen anderen Blick auf den Kontinent bekommen wollen und natürlich für alle, die gerne spannende Lektüre haben. (Ergänzung: Ich habe zwischenzeitlich auch die anderen Romane von Sue Nyathi gelesen, die ich auch sehr empfehlen kann.)

Noch einmal Lektüre: Please kill me, eine oral history of punk. Ein komplett deprimierendes Buch, keiner der Publikumslieblinge kommt auch nur einigermaßen gut weg. Die Musik von ein paar Leuten kann ich mir jetzt nicht mehr anhören, nachdem ich ein paar der Geschichten kenne. "Frau Ackerbau hat sich anfangs noch gewundert, dass ich alle paar Minuten "was für Arschlöcher" gemurmelt habe. Misogynie und Drogensucht sind eine schlechte Mischung, aber anscheinend das Fundament der Populärkultur."

Ein kurzes Stück zu Jacqueline Taieb, einer französischen Sängerin der 60er Jahre, die eine der fantastischsten Beatplatten veröffentlicht hat, die ich kenne. Bin nur zufällig darüber gestolpert, wieder so ein Anlass, wo man sich wundert, warum bestimmte Musik bekannt ist und andere nicht. Frau Taieb ist wahrscheinlich im letzten Jahr die am häufigsten gehörte Sängerin im Hause Ackerbau gewesen. 

Im Dezember gab es dann erstmalig den musikalischen Adventskalender, Lieder aus 10 Ländern, die ich alle gern und oft gehört habe. Geht morgen auch wieder los, dann allerdings weitgehend mit Liedern aus 2021, aber ähnlich weit gestreut. 

2021 begann mit einer Spurensuche nach den 42 wilden Weibern aus Dahomey, angeregt durch einen kurzen Film aus dem Berlin der 1890er Jahre: Auf Twitter gab es letztens einen kleinen Film zu sehen, eine etwa halbminütige Szene aus der Friedrichstraße im Jahr 1896, in Farbe. Man sieht die Pferdegespanne, eine Art Bus, bei dem die Passagiere auch auf dem Dach der Kutsche sitzen, Elegante Passanten und Passantinnen mit Sonnenschirmen überqueren die Straße. Zwei der Gebäude haben Reklameschilder, Castan's Panopticum sowie das Passagen-Panopticum gleich daneben. Die Szene spielt also an der Ecke zur Behrensstraße, eine Querstraße von Unter den Linden entfernt. Wenn man vor der Behrensstraße Richtung Bahnhof Friedrichstraße sieht, würde man heute das Westin Grand-Hotel sehen, wo damals das Passagen-Panopticum war. Das Passagen-Panopticum hat zwei große Reklameschilder, auf denen "42 wilde Weiber aus Dahomey" angekündigt werden. Das Publikum wusste offenbar, was dabei zu erwarten sei, und offenbar war sich auch das Panopticum sicher, dass es sich um einen Publikumsrenner handeln würde. Ein kleines Stück zur Berliner Kolonialgeschichte. 

Dann begann eine Reihe, in der ich immer kurz neue Musik vorstellte, die ich in dem Monat gehört hatte. Einiges davon wird man dann auch wieder im Adventskalender finden. Hier finden sich die Zusammenstellungen von März, April, Juni, August, Oktober. Alles eher indie-, obskur, aus verschiedenen Gründen eher folklastig und sehr gut hörbar.  

Dazwischen geschmuggelt hat sich eine Dokumentation, die ihren Ausgangspunkt in einem Tippfehler auf Twitter gefunden hat. Wie wäre es, wenn es das innovative deutsch-italienische New-Wave-Duo "Due Laternenpfähle" gegeben hätte, die es dann doch nicht so weit wie DAF geschafft haben. Die authentische Geschichte, garniert mit Soundbeispielen, findet man nur hier. 

Auch in den nächsten Monaten wird es drüben immer wieder etwas zu lesen geben (bis Weihnachten sogar täglich). Die Zeiten sind halt gerade nicht so, dass man alles durchführen kann, was man sich so vornimmt. 

Die gesammelten Inhaltsverzeichnisse für den Zweitblog finden sich wie immer unter dem Tag Nebenzimmer.

Sonntag, 28. November 2021

Die alte Königin

 Mal sehen, ob sie die verdorrten Königskerzen stehen lassen oder ob die Stadtgärtner kommen.



Samstag, 27. November 2021

Die vier Jahreszeiten

 


Es ist spannend, dass die Industrieäpfel nicht richtig faulen. Die Schale wird schwarz und ledrig, das Innere verschwindet. Die waren leicht angeschlagen, so hatte ich sie im Frühjahr für die Vogelfütterung nach draußen gelegt. Das Wetter wurde besser, die Vögel wollten keine Apfelstücke mehr, also blieben die Äpfel über das Jahr in einem kleinen Eimer. 

Freitag, 26. November 2021

Eichhörnchen-Content

Ein Vorteil an den Freiluftgottesdiensten seit 18 Monaten: Man kann während der Predigt Eichhörnchen zusehen.



Donnerstag, 25. November 2021

Der Blick auf Bäume



Die Blutbuche am Naturkundemuseum hat noch einmal ein paar Tage herbstrot geglüht, jetzt ist sie aber weitgehend kahl. Buchen mit ihren dunklen Stämmen sehen immer schon besonders unheimlich aus. Aber immer mein Lieblingsanblick. 



Die Kastanien am Robert-Koch-Platz sahen ja schon länger nicht mehr gut aus, jedes Jahr die Miniermotten. Eine Kastanie musste dieses Jahr auch schon gefällt werden. 



Vor dem Küchenfenster habe ich die Feige, inzwischen ganz ohne Blätter, aber noch voller unreifer Feigen. Ich habe einen Meisenknödel an einen Ast gehängt und kann jetzt immer den Spatzen beim picken und kämpfen zusehen. Wahrscheinlich hätte ich ihn besser irgendwohin gehängt, wo die Vogelkacke nicht direkt auf die Terrasse fällt, aber man kann nicht alles haben bzw. alles richtig machen und ich schon gleich gar und sowieso nicht.  

Dienstag, 23. November 2021

Der Garten Eden im Herbst

 


Meine Oliven-, Zitronen-, Mispel- und Johannisbrotbäume kommen jetzt ins Warme, der Garten Eden bleibt noch draußen.

Freitag, 19. November 2021

Schloss schön, Kunst kaputt




Im Schloss Caputh kann man auch gut nachvollziehen, dass preußischer Landadel nicht immer der Garant für gute Kunst ist. Grässliche Dinge, die man dort finden kann. 






Donnerstag, 18. November 2021

Schloss Caputh, Kunst schön

 



Da gibt es einen ganzen Saal mit solchen Kacheln, jede ist anders. Hat mir gut gefallen.

Mittwoch, 17. November 2021

Dienstag, 9. November 2021

3000

 


Das ist jetzt der 3000. Post, in etwas über 9 Jahre. Wahrscheinlich gibt es ziemlich viele Dopplungen, Wetter und Jahreszeiten wiederholen sich irgendwie ja doch. Die Fußwege in Pankow und in Mitte wurden vermessen, von allen Reisen nur die merkwürdigsten Bilder mitgebracht. Die Liebe des Blogbesitzers gehört dem Unscheinbaren, aber eigentlich steht hier halt immer, was ich als passend ansehe. (Im Nachhinein bin ich mir dann auch nicht immer sicher.)

In der letzten Zeit bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es manchmal weniger wichtig ist, was hier steht, sondern dass täglich etwas notiert wird. Außerdem soll AiP auch immer ein guter Ausgangspunkt sein, um zu sehen, ob es auf anderen Blogs etwas Neues gibt. 

Zu runden Zahlen gibt's hier aber immer eine Pause, deswegen schließe ich mal ein paar Tage zu. Passt auf euch auf! 


Montag, 8. November 2021

Samstag, 6. November 2021

Truppenschau

 Auch bei dem Dienstgang nach Potsdam habe ich natürlich eine Manteltasche voller Erdnüsse. Zu recht, weil sich schnell viele Nebelkrähen finden. Die Nilgänse kamen dann zwar auch dazu, aber für die hatte ich nichts dabei. 

Die Novemberscharen der Nebelkrähen sind sehr lustig zu füttern. Sie haben weniger Scheu als unsere Gartenkrähen Knicks und Knacks, die nicht vom Baum kommen, solange man noch in der Nähe ist, sondern umfliegen einen relativ eng, damit ihnen ja keine Erdnuss entgeht. So kann man sich tatsächlich kurz wie der General der Nebelkrähen-Armee fühlen.


 

In Potsdam machte ich die Truppenschau in der Nähe der Adresse eines gewissen Olaf S., mit dem - treue Leserinnen erinnern sich - ich ja ohnehin noch eine Rechnung offen habe.  



Freitag, 5. November 2021

Mitbewohner

 Am Montag stand die Katz laut mauzend vor der Schlafzimmertür, wir ließen sie rein, dachten, sie brauche halt etwas Gesellschaft. Am nächsten Tag sitze ich auf dem Sofa, habe das Gefühl, jemand beobachtet mich, und sehe ein Mäuslein unter dem Sofa herauslugen. Fangversuche waren hoffnungslos, in Wohnzimmer und Küche gibt es zu viele Verstecke. Offenbar war die Maus in der Nacht der Katz entwischt. Lebendfalle geholt, Schokolade rein und gehofft. Aber bei uns in der Küche findet sich ja leider auch außerhalb der Falle genug Essen. Drei Tage warten, mit gelegentlichen Begegnungen. Gestern war sie dann endlich gefangen, eine wunderbare Gelbhalsmaus. Die können klettern und springen und sind wirklich schwer zu fangen. Kein Wunder, dass sie der Katze entwischt ist.



Die Maus wurde in den Park gebracht. Für alle Beteiligten besser so.

Freitag, 29. Oktober 2021

Das Sonnenrad von Stuttgart

 Wieder im Zug. Leider an einem Nachmittag, an dem sehr viel zu schreiben und abzustimmen ist. Das geht alles, ist aber anstrengender als im Büro. Der Zug bleibt auf der Strecke stehen, ein Notarzt wird gebraucht.  Hoffentlich hat sich alles gut gefügt, die Zugführerin hört sich deutlich bestürzt in ihren Durchsagen an.

Ankunft in Karlsruhe mit bemerkenswertem Sonnenuntergang. Ich erspare mir lyrische Beschreibungen, sonst habe ich wieder Marinechöre in den Kommentaren.



Mein Hotel ist nahe am Zoo, ein sanfter Geruch von Elefantenkacke liegt in der Luft. Am Morgen singen dort die Vögel, während die Berliner Morgen nur noch den Krähen gehören.

Am nächsten Tag Stuttgart. Immer wenn ich das Gefühl habe, die Berliner stellen sich etwas zu doof an, genieße ich den Stuttgarter Hauptbahnhof.



Das bekannte Wahrzeichen von Stuttgart ist aber natürlich das Sonnenrad.



Auf der Rückfahrt komme ich irgendwo zwischen Hessen und Thüringen an einem Haus vorbei, das mit unterschiedlich dunklen Ziegeln so gedeckt ist, dass man das Wort Zipfel lesen kann.

Im Dunkeln Ankunft im Gesundbrunnen. Reicht für die Woche.