Everybody's fucked in their own special way

Dienstag, 17. September 2019

Die Tomatencharts

1. German Gold

2. Giant Yellow Belgium

3. Gelber Dattelwein
4. Rote Johannisbeere

(Lobende Erwähnung: Black Plum.)



Samstag, 14. September 2019

Erntezeit

Nachdem es ja im Juli schon die erste Ernte gab, werden nun die Herbstfeigen reif. Wir haben so viele an unserem Baum, dass es wirklich schwierig ist, alle zu pflücken. Wir kriegen schon Besuch von Freunden, die uns dabei helfen. (Ich habe hier wohl schon mehrfach geschrieben, dass es immer meine Vorstellung von Luxus war, im eigenen Garten Feigen zu pflücken.)

Offenbar haben wir eine Sorte, der es auch im eher kalten Berlin gut gefällt. Wir hatten uns das Bäumchen damals über einen GaLa-Bau-Betrieb gekauft, bei dem wir auch die meisten anderen Bäume und Sträucher besorgt haben. Wir haben den GaLaBauer für seine kluge Sortenwahl bewundert. 

Letzthin kam er wieder einmal vorbei, sah sich den Baum an und fragte, ob wir denn eigentlich noch wüssten, was für eine Sorte das sei. Erstaunt mussten wir verneinen und es stellte sich heraus, dass er damals den Baum deswegen ausgesucht hatte, weil ein georgischer Mitarbeiter gesagt hatte, dass diese Sorte gut und ertragsreich sei. Vielleicht sollte man sich mehr georgische Obstbäume in den Garten stellen?

Freitag, 13. September 2019

Das Blog als Tagebuch

Wer hier mitliest, bekommt wahrscheinlich keine klare Vorstellung davon, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache. Es gibt ja diese Blogaktion "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?", bei der dann die Tagesabläufe der Bloggerinnen genau dargestellt werden. Ich könnte, wenn ich da mitmachen wollte, wohl nur einen Satz schreiben: "Das würde ich auch gerne wissen."

Auch ansonsten ist dieses Blog nicht sonderlich hilfreich, wenn man herausfinden will, welche besonderen Dinge mir passiert sind. Ab und zu gibt es zwar Ausnahmen; aber es ist halt so: Hilfreich zu sein ist nicht unbedingt ein Anliegen dieses Blogs. 

Ich selbst hatte aber immer gedacht, dass ich beim Wiederlesen auch ganz neutraler Blogposts ganz versteckte Hinweise auf mein Befinden zum Zeitpunkt des Schreibens finden würde. Letzthin konnte ich diese Hypothese testen: 

In der Arbeit war ich gezwungen, mich mit einem Vorgang zu beschäftigen, der fünf Jahre zurückliegt. Ich holte mir die damalige Korrespondenz und fand ein Schreiben von mir, bei dem eigentlich das Papier zu brennen beginnen hätte müssen. Das war eine ganz, ganz unangenehme Situation. Ich schaute mir den Blogpost des gleichen Datums an, um zu sehen, wie sich die Anspannung hier aufs Blog ausgewirkt hatte, erwartete subtil düstere Anspielungen. Aber was soll ich sagen: Es gab nur einen Beitrag über die Tomatenpflege, bei dem keinerlei Subtext erkennbar war. 

Als Tagebuch ist das Blog also komplett gescheitert. Oder vielleicht ist die Lehre, dass der Ärger schnell vergeht, die Tomaten aber bestehen bleiben? Könnte ich mit leben. 

Donnerstag, 12. September 2019

Ein Pfund!



(Die Sorte hat ihren Namen Yellow Giant Belgium - Gelber belgischer Riese - nicht ohne Grund.)