Everybody's fucked in their own special way

Montag, 6. Juli 2020

Brombeeren

Wir hatten verschiedene Brombeerpflanzen, keiner hat es bei uns gefallen. Die einzige, die wächst, ist die wilde Brombeere, die sich durch unsere Hecke windet. Die langen Dornenpeitschen hängen auf die Straße, gefahrvoll für die Passanten.

Auch die Himbeeren wachsen gerne jenseits des Zauns. Von meinem Ruheplatz am Kirschbaum konnte ich sehen, wie Passanten sie ganz, ganz langsam gepflückt haben. Als ich dran vorbeiging, sah ich warzm: sie stehen inmitten mannshoher Brennesseln. Zur Ernte braucht man eine ruhige Hand.

Samstag, 4. Juli 2020

Unter dem Kirschbaum

Die Elstern machen sich rar, also kommen die anderen Vögel wieder vorbei. Es sind noch viele Kirschen am Baum, die meisten aber überreif. Ein Amselpärchen kommt und pflückt die Kirschen, nimmt sie vorn in den Schnabel und würgt sie ganz herunter. Die Spatzen dagegen beugen sich nach unten, picken das Fleisch von den Kirschen, übrig bleiben Stiel und Kern.

(Ich verbringe den größten Teil meiner Freizeit vor dem Kirschbaum, deswegen sind die Posts hier gerade eher monothematisch.)

Freitag, 3. Juli 2020

Der Goldkäfer

Am morgen den Tee aufgesetzt und ein Tierchen in der Küche gefunden: Eine Junikäfer. Wahrscheinlich hatte ihn eine der Katzen gefangen und in das Haus gebracht. Junikäfer streckte alle Beine von sich, aber die Tiere wissen, dass es am vernünftigsten ist, sich tot zu stellen, wenn dumme Katzen ihnen nachstellen. 

Ich habe das Käferchen nach draußen in die Erdbeeren gelegt, wo es dann auch wieder zu brummen begann. Das Rätsel, wo die Käfer die restliche Zeit des Tages verbringen, bis sie dann in Dämmerung eine halbe Stunde um den Kirschbaum brummen, ist aber noch ungelöst. 

(Bild des nach Käfern hüpfenden Katers, möglicherweise unscharf.)

Donnerstag, 2. Juli 2020

Der fehlende Fokus

Meine Handykamera weigert sich gerade, in bestimmten Situationen scharfe Bilder zu machen. Die meisten Bilder sind wie gewohnt, aber bei größeren Tableaus wird irgendein Detail im Vordergrund scharf gestellt, der Rest bleibt verschwommen, unabhängig davon, wie oft man auf dem Ding rumtippt.

Das verdrießt mich.

Vor vier, fünf Jahren hatte ich mal eine wunderbare Handykamera, seitdem geht es langsam bergab. Da mir die Geduld oder auch nur die Lust fehlt, mich näher mit diesem Kram zu beschäftigen, lässt sich da auch nicht viel machen.

Fürs Blog heißt das nichts gutes.


Mittwoch, 1. Juli 2020

Das halbe Jahr

Mein Silvester-Zitronenschwein sieht schon reichlich mitgenommen aus. Die letzten Monate haben es mit niemandem gut gemeint.

Mal schauen, was noch konmt.