Everybody's fucked in their own special way

Sonntag, 17. Oktober 2021

Samstag, 16. Oktober 2021

Eine Halskette

Der Ackerbau war ja dieses Jahr ein Reinfall (möglicherweise erwähnte ich das bereits); eine der wenigen Sachen, die funktioniert haben, war der Chili-Anbau. Nun kann ich mit den meisten Chilis gar nicht mehr so viel anfangen (erste Version war: "Nun bin ich gar nicht mehr so scharf auf Chilis", aber das war selbst mir zu blöd), ich hätte lieber Paprika. Die Paprikas sind aber im großen und ganzen nix geworden. Da ich ja sehr unzureichend beschrifte, war ich mir lange unklar, ob die vielversprechenden Pflänzchen nun Chilis oder Paprika seien. Eine besonders üppige Pflanze hatte ich in Verdacht, schöne kleine Bratpaprika zu haben. Eine grüne Frucht probiert: Nein, scharf. Noch eine probiert: Geht eigentlich. Ich war dann überzeugt, lauter leckere Bratpaprika zu haben, habe mir dann einmal in der Frühe im Überschwang eine gepflückt, gegessen, gleich wieder ausgespuckt, aber mir stiegen trotzdem die Tränen ins Gesicht und ich bekam einen Schluckauf, so scharf waren die Teile. Sieh mir in der Früh eine Viertelstunde beim Weinen zu, während ich vom Schluckauf geplagt werde. 

Weil man ja ab und zu auch ganz scharfe Chilis braucht, habe ich heute abgeerntet und eine Kette zum Trocknen aufgefädelt. Doof wie ich bin habe ich dann versucht, den Sternzwirn abzubeißen, und allein davon brennen mir jetzt noch eine Viertelstunde danach die Lippen. Irgendwann könnte ich es ja auch einmal lernen. 


(Und kaum habe ich das geschrieben, habe ich dann doch noch in die ganz kleinen grünen Knospen reingebissen, die ich ansonsten mit den Blättern weggeschmissen habe. Mein ganzer Mund brennt, aber meine Fähigkeit, aus Schaden klug zu werden, scheint nicht sonderlich ausgeprägt.)

Update: Auf Anregung von Ingrid habe ich die Kette von der Küche in die Talisman-Ecke gehängt. Zusammen mit St. Spiridon (nicht im Bild) werden die das Haus schon schützen.


Freitag, 15. Oktober 2021

Invalidenstraße

 Nach langer Zeit mal wieder ein Abendbild aus der Lieblingsstraße. Hat ihren Zauber nicht verloren.



Mittwoch, 13. Oktober 2021

Knabe mit Fisch

Natürlich gab es in Dresden auch wieder gräßliche Statuen nackter Knaben mit Fischen. Diesmal sogar mit nackten Frauen dazu.  Ich würde zu gern einmal wissen, was der Hintergrund dieses Motivs ist. 



Wenn ich diese Dinger so ansehe, fühle ich mich wie der Bua auf dem Sockel:


Gegenüber war das Eiscafe Venezia. Sofort geistige Zeitreise in die Siebziger. 

Dienstag, 12. Oktober 2021

Die Gentlemen bitten zur Kasse

So ganz verstehe ich diesen teuflischen Verbrechensplan in der Invalidenstraße noch nicht, aber wenn ich der Nikolaus wäre, würde ich dringend die Security an meinem Haus verstärken. 



Montag, 11. Oktober 2021

Lass' uns nackt durch die Nacht reiten!

 


- Grundsätzlich immer gern, aber ich muss erst was mit diesem Typen regeln und das Skelett fasst mir schon wieder an den Arsch.


(Selten so viele gräßlichen Statuen gesehen wie in Dresden.)

Samstag, 9. Oktober 2021

Technik


Letzthin gab es den Hinweis in den Kommentaren, dass Krähen Walnüsse dadurch knacken, dass sie sie aus der Luft fallen lassen. Da wir in der Umgebung keine Walnussbäume haben, ist das normalerweise kein Problem. Vorgestern sitze ich allerdings bei offenem Fenster im Büro und höre laute Geräusche aus dem Innenhof. Zuerst denke ich mir nichts dabei, wird halt irgendwer etwas umräumen. Als ich raussehe, stelle ich aber fest, dass es eine Nebelkrähe ist, die versucht, eine Nuss im Innenhof zu knacken und sie deswegen immer wieder runterwirft. War aber wohl nicht erfolgreich. 

Ich habe nicht versucht, sie mit Erdnüssen zu locken. Besser, wenn sie nicht so häufig im Innenhof sind, dann bleibt der Platz sicherer für den Amselnachwuchs. 


Freitag, 8. Oktober 2021

Des Rätsels Lösung



Vor ein paar Monaten hatte ich mich hier über die Löcher in unserem Rasen beklagt und vermutet, dass es die Waschbären sein könnten. Die letzten Wochen kamen neue Löcher hinzu, aber ich habe durch zufällige Zeitungslektüre feststellen können, was da vor sich geht:

Es sind tatsächlich die Waschbären, die die Engerlinge der Junikäfer ausgraben. Junikäfer gibt es bei uns wirklich genug, da werden die Bärchen sicher fündig. Der Zustand unseres Rasens ist inzwischen auch so, dass es darauf nun wirklich nicht mehr ankommt. 


Jetzt warte ich nur noch auf die Wildschweine, dann haben wir fast alles gehabt. 

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Worauf man stolz sein kann

Das Google-Team schickt mir wieder eine Mail zu meiner Leistung in der Google-Suche. Google hat 73 Klicks gezählt, das ist doch schon was. Und welche Suchanfragen waren besonders erfolgreich? Drei Leute suchten "Hamsterfisch". Ich weiß zwar nicht, was das sein soll, erinnere mich aber daran, darüber geschrieben zu haben. Alleinstellungsmerkmal. Das zweiterfolgreichste Suche (mit einem Zugriff) war ein Mundartzitat, das wohl ausdrücken soll, dass der Geschlechtsverkehr nicht vollzogen werden kann, wenn man ein verknotetes Genital hat. Darüber habe ich nun sicher nicht geschrieben, es kann aber sein, dass dieses Zitat vor Jahren schon einmal bei einer Darstellung merkwürdiger Suchbegriffe vorkam. 



Läuft hier, anscheinend. Was die passenden Werbekunden für dieses Leserinnen-Portfolio wären, weiß ich allerdings nicht. 

Samstag, 2. Oktober 2021

Zwei mysteriöse Erscheinungen in Niederschönhausen





(Ich kam gerade vom Friseur. Auf dem Hinweg war mir noch nichts aufgefallen. Sollten zu lange Haare die Erkenntnis unerklärlicher Phänomene erschweren?)

Donnerstag, 30. September 2021

Ein Anfang



Die Feige hängt immer noch voll mit hunderten Feigen. Die Früchte sind lange Zeit dunkelgrün und knallhart, wenn genügend Sonne auf sie fällt, werden sie dann von einem Tag auf den anderen groß und weich; sie bekommen dann auch eine hellere Farbe. Heute sind mir die ersten reifen Feigen aufgefallen, nicht zufällig dort, wo der Ast an unserem Küchenfenster anklopft. Das dürfte die geschützteste und wärmste Stelle sein. Wenn noch ein paar warme Tage kommen, werden dann vielleicht auch noch die ganzen anderen Feigen reif.  Freuen würde es mich, so richtig glauben kann ich es aber nicht.  



Hoffen wir also noch auf ein bisschen Sonne im Oktober. 

Mittwoch, 29. September 2021

My claim to fame

Vor einiger Zeit habe ich ja mal offenbart, dass ich mal mit dem Texter des schönen Lieds Delilah auf dem Sofa gesessen bin. Das ist, im Wesentlichen, die glamouröseste Begegnung, die ich bislang in meinem Leben hatte. 

Es gibt aber eine weitere Begebenheit, die auch schon einige Jahre zurückliegt, die - kaum vorstellbar - noch glamouröser werden könnte: Olaf Scholz hat mich einmal persönlich beleidigt. Diese Geschichte, bei der alle  Bekannten schon die Augen verdrehen, bekommt möglicherweise ja demnächst deutlich mehr Pep. Vom Kanzler beleidigt zu werden ist schon eine besondere Auszeichnung. Den Neid habe ich mir verdient! 




Dienstag, 28. September 2021

Den Wolken hinterher

 




Frankfurt, Ulm, Memmingen, Türkheim. (Die Reihenfolge ist entgegen der Chronologie.)

Eigentlich sollte das ein Dienstreisenpost werden, aber es ist gar nichts passiert, alles pünktlich, kaum Leute im Zug. Also nur Wolken.

Dann Bornholmer Straße.


Montag, 27. September 2021

Sonntag, 26. September 2021

Herbstzeit, Tomatenzeit

(Wie lange ich wohl diese dämlichen Herbstzeit- Überschriften durchhalte? )

Das ist meine gesamte German-Gold-Ernte dieses Jahr.



(Und das daneben ist ein Teelöffel.)

Freitag, 24. September 2021

Herbstzeit, Erdnusszeit

Im Sommer haben sich meine Krähen lieber selbst versorgt, jetzt habe ich aber immer die Manteltasche mit Erdnüssen befüllt. Und egal wo, die Krähen wissen, was zu tun ist.
Diese hier, die die Wollankstraße bewacht, gehört zu den wenigen, die die Nuss gleich an Ort und Stelle zerlegt. Irgendwann genügt dann wieder ein Zungenschnalzen und die Krähen kommen an.




(Letzthin, als ich mit J.S. unterwegs war, gab es etwas Verwirrung, weil ich inzwischen fast alle - Krähen, Söhne, männliche Kollegen - mit Buale anrede. In dem Fall konnten wir aber schnell klären, dass die Erdnuss nicht für ihn war.)

Donnerstag, 23. September 2021

Mittwoch, 22. September 2021

Die Jugend treibt Sport

 J.S. muss zu einem Probetraining, irgendwo im Prenzlauer Berg. Ich mache etwas früher mit der Arbeit Schluss und fahre mit ihm die paar Stationen Ringbahn, damit wir erst einmal zusammen die Halle suchen. Wir müssen dann doch noch länger von der Station aus laufen, als wir dachten und kommen in eine Ecke, die ich eigentlich nur vom Vorbeifahren kenne. Vorbei an Baustellen und Abbruchhäusern kommen wir zur Halle. Es ist noch herbstlich warm, es herrscht reger Betrieb von jungen Sportlern und Sportlerinnen. Das Training dauert zwar zwei Stunden, es lohnt sich aber nicht so recht, dass ich zwischenzeitlich nach Hause fahre, da ich nach einer halben Stunde schon wieder zurück müsste. 

Also vertreibe ich mir die Zeit in der Umgebung. Mir wird familiäres Mitleid zuteil, weil ich ja Stunden mit Warten vertrödeln müsse, aber wer hier schon ein bisschen länger mitliest, weiß ja, dass ich es gar nicht so schlecht finde, irgendwo gestrandet zu sein. Die beste Erwiderung, wenn irgendeiner etwas von einem will: Tut mir leid, ich kann echt nicht, ich muss jetzt noch zwei Stunden an der Kniproder Straße rumsitzen.  

Man kann sich ja die Hochhäuser ansehen. 



Und die  Baustellen. 




Ich gehe noch ein paar hundert Meter weiter zu einem Park, den ich bislang auch nicht kenne. Er ist auf Schutthügeln angelegt. Ich setze mich auf eine Bank, schaue erst den Joggern, dann den Fledermäusen zu. Es wird dunkel, die Fledermäuse verschwinden, die Jogger werden weniger. Ich habe keine Ahnung, wie entspannt der Park hier ist, ob es ratsam ist, hier in der Dunkelheit herumzusitzen. Aber wahrscheinlich bin ich als jemand, der in der Dämmerung auf der Bank rumsitzt bei weitem verdächtiger als jeder sonstige Besucher. 



Ich tappe ein bisschen weiter.



Man kann sich die Baustellen bei etwas weniger Licht ansehen. 



Und die Hochhäuser.   



Der Sport soll auch ganz gut gewesen sein, meint J.S.

Dienstag, 21. September 2021

Neues für den Ziergarten

 Wenn man verpennt, den Brokkoli zu ernten, hat man eine stimmungsvolle Herbstbepflanzung.



Samstag, 18. September 2021

Berlin wird unterhöhlt

 Zumindest die Invalidenstraße. Die letzten Tage gab es verschiedene Anzeichen, dass der Boden unter den Füßen nicht mehr fest ist. 




Ich könnte hier die verschiedenen Posts verlinken, in denen von wunder- oder furchtbaren Dingen unter der Invalidenstraße die Rede war (vom Höllentor bis zum Unterseeboot hatten wir, glaube ich, alles schon hier), dazu müsste ich sie aber erst einmal selbst wieder finden. 

Wenn das in dem Tempo so weiter geht, werden wir es ja bald sehen.