Everybody's fucked in their own special way

Donnerstag, 4. März 2021

Urlaub zu Hause

Wenn man schon auf absehbare Zeit nirgends hin kann, stellt zumindest die Katze mediterrane Szenen nach.



(Den Bäumen gefällt's innen nicht, ich trau den Temperaturen aber noch nicht.)

Dienstag, 2. März 2021

Marketing ist alles/Der Name der Christ-Rose

Dieses Blümchen wäre sicher nicht so beliebt, wenn es allgemein unter dem eigentlichen Namen schwarzer Nieswurz und nicht als Christrose bekannt wäre. (Mir fällt dabei auf, dass bei den Schlümpfen der Nieswurz immer wieder eine Rolle gespielt hat, sei es als Substanz für Zaubertränke, sei es als Nahrungsmittel.)



Auf Englisch heißt die Christrose Hellebore, was ganz beeindruckend klingt und gut dazu passt, dass dem Nieswurz alle möglichen magischen und heilenden Wirkungen zugeschrieben werden (in erster Linie kann man sich mit ihm vergiften, das ist ja auch schon etwas). Es gibt sogar ein englisches Folkhorror-Fanzine, das Hellebore heißt. Man stelle sich vor, es erschiene in Deutschland und müsste Nieswurz heißen! Nur die Schlümpfe griffen zu. 


(Ich wäre nicht ich selbst, wenn ich nicht sofort Lust bekäme, ein (Schlumpf?Unkraut?-)Fanzine mit dem Namen Nieswurz zu gründen.) 



Montag, 1. März 2021

Technik

 Die Nebelkrähen nehmen sich normalerweise eine Erdnuss, tapsen zur nächsten, legen die erste so daneben, dass sie beide mit dem Schnabel aufnehmen können, und bringen ihre Beute dann in Sicherheit. Letzthin habe ich zugesehen, wie eine Krähe die erste Erdnuss in den Schnabel gestopft hat und dann noch zwei aufnehmen konnte.

Diese Invalidenparkkrähe hat hingehen die Ruhe weg: Sie zerhackt die Nüsse an Ort und Stelle, da kann man mehr einpacken.



Freitag, 26. Februar 2021

Der Kampf gegen das Eis


 1. Februar: Das erste Eis in der Regentonne.


9. Februar: Der Ring zieht sich zu.


14. Februar: Krise! Der Eisring geht bis zum Boden der Tonne.


20. Februar: Tauwetter, einen Tag später ist nichts mehr zu sehen.

Mal abwarten, ob dann im April noch einmal Frost kommt. Wundern würd's mich nicht.

Mittwoch, 24. Februar 2021

Neu: Frozen Joghurt in der Wollankstraße

 


(Am Abend kam ich noch einmal daran vorbei und stellte fest, dass es eigentlich ein fliegendes Skelett ist.)



Montag, 22. Februar 2021

Amselgesang

Gestern die erste Amsel gehört. Während der Kälte habe ich ja neben den Spatzen und Nebelkrähen auch ein Amselweibchen mitversorgt. Es bestand auf Apfelstückchen und kackte alles voll.

Bei den Amselböcken ist anscheinend ein Neuer dabei. Sein Lied beginnt oft mit dem A Love Supreme-Riff (vier Töne, Grundton, kleine Terz, Grundton, Quart). Die Variationen sind dann aber noch etwas mau. Meine erste Amsel hier am Haus hatte auch das Coltrane-Lied, aber um einiges kunstvoller. Vielleicht die nächste Generation? Wenigstens stören keine Flugzeuge mehr den Gesang.

Freitag, 19. Februar 2021

Original und Fälschung

Wer findet die sieben Fehler, die wir im zweiten Bild versteckt haben?



Hinweis: In den Kommentaren sind wir darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Aufgabe nicht lösbar sei. Die Überprüfung hat ergeben, dass bedauerlicherweise ein falsches zweites Bild eingestellt wurde. Wir bitten dieses Versehen, das natürlich auch innerbetriebliche Konsequenzen haben wird, zu entschuldigen. Hier nun, für alle Rätselfreunde, das richtige Bild:



Mittwoch, 17. Februar 2021

Und weiter geht's

Wie jedes Jahr muss mit der Gemüseanzucht begonnen werden. Als erstes kommen die Paprikas dran, die aber notorisch unzuverlässig sind. Daneben noch ein paar Baumsämlinge, Maulbeer, Johannisbrot und Paw-Paw-Banane. Die sind schon länger in der Kiste, ich hatte aber nicht daran gedacht, dass das Licht im Januar sehr begrenzt ist. Mal schauen, ob was kommt.


(Beschriften muss man ja nicht, ich kann mir das merken.)

Dienstag, 16. Februar 2021

Sonntag, 14. Februar 2021

Kleinigkeiten

Hier wird ja schon in bewegteren Zeiten nichts Spektakuläres berichtet, das einzige pädagogische Anliegen hier besteht ja darin,  der Leserin von vornherein die Frage: Was ist daran denn berichtenswert? auszutreiben. Ob etwas interessant ist, hängt genau so stark von der Leserin wie von der Sache selbst ab.

Deswegen gibt es heute zum wiederholtem Mal gefrorenes Wasser.



Ein flüchtiger Zauber, zwei Sonnenstrahlen und das war es dann.



Freitag, 12. Februar 2021

Funde

Behördliche Schreiben mit Fristen, für die ich Kram suchen muss. Kurz vor Ende der Frist schaue ich in die Schublade, in der ich die Sachen vermute. Da ist aber nichts. Bzw. viel andere Sachen. Wie z.B. eine Schote vom Johannisbrotbaum. Ich habe mir aus einem Urlaub zwei mitgenommen, ein Bäumchen ist jetzt schon 50 cm hoch. Also warte ich mal die nächste Mahnung ab, bevor ich weitersuche, und nehme das als ein Zeichen, noch ein Johannisbrotbäumchen zu ziehen. Da braucht man Geduld, aber es ist ja sonst nicht viel zu tun.



Donnerstag, 11. Februar 2021

Ein Bruegel-Winter

Der Schnee hat den Vorteil, das man sich vorkommen kann, als würde man durch ein Bruegel-Bild gehen.





(Diese Assoziation haben so manche; das erste Mal habe ich sie bei La mère griotte auf Twitter gelesen.)

Mittwoch, 10. Februar 2021

Der Kampf Mensch gegen Regentonne

Ich schlag ja immer brav alle paar Stunden das Eis auf, aber wenn das noch ein paar Tage so weiter geht, habe ich keine Chance.





Samstag, 6. Februar 2021

Die Armee formiert sich

Offenbar hat man in der Invalidenstraße auf mich gewartet. Gut, dass ich nicht mehr ohne Erdnüsse aus dem Haus gehe. Die Nebelkrähen sind mir noch ein paar Meter gefolgt, bis die Erdnüsse verteilt waren.



Mittwoch, 3. Februar 2021

Ö

 


(Aus dem Zyklus "Buchstaben, Umlaute, Sonderzeichen", Schnee und Algen auf Beton, 2021.)

Dienstag, 2. Februar 2021

Bildnis des Blogautors als Spiegelung in der gefrierenden Regentonne



Berlin ist zu trocken. Deswegen habe ich den sanften Herbstregen noch in die Regentonne fließen lassen und darauf gezählt, dass auch dieser Winter eher mild bleibt. Die Regentonne steht an der Südwand, ist also ohnehin eher geschützt. (Auch die Passionsblume ist immer noch nicht erfroren.)

Je nun. 

Bei nächtlichen Temperaturen um 11 Grad minus macht man sich dann doch etwas Sorgen. Die Wintersonne hat allerdings die dunkle Tonne noch einmal aufgeheizt, noch ist alles gut gegangen. Allerdings habe  ich auch in regelmäßigen Abständen die obere Eisschicht durchschlagen. Ich lerne, dass die Tonnen von außen nach innen einfrieren; an den Wänden ist schon eine dickere Eisschicht. 

Das bringt wenigstens wieder etwas Abenteuer in mein Leben. Werde ich morgen noch eine funktionstüchtige Regentonne haben? Sind 400-Liter-Eisklötze eigentlich gute Fotomotive? 

Ich werde weiter berichten. 

Montag, 1. Februar 2021

Vergebene Chancen

Beim Grab von Herrn Litfaß hätte man das Design schon ein bisschen charakteristischer machen können, finde ich.