Everybody's fucked in their own special way

Dienstag, 14. Juli 2020

Ins neunte Jahr

Wieder stehen wir vor dem Bloggeburtstag, das achte Jahr verlief wieder einigermaßen stabil. 2020 hat ja manches mit sich gebracht, so auch eine vollkommen überraschende Blogrenaissance. Die Corona-Tagebücher haben für reichlich Lesestoff gesorgt und auch dazu, dass es einige Bloggerinnen mal wieder mit täglichem Bloggen versucht haben. Ich begrüße das. Das Ackerbau-Blog hat in Zeiten der Seuche keinen wesentlichen Aufschwung erfahren, spannend war für mich zu sehen, dass dieses Blog, das ja im Wesentlichen von der Begrenzung lebt und für das immer zwei Laubblätter auf dem Weg aus dem Haus Aufhänger für einen längeren Post sein konnten, auch an einen Punkt kommen kann, wo selbst für dieses Konzept zu wenig los ist. Über den Kirschbaum zu lesen ist halt nicht so angenehm, wie vor ihm zu sitzen.  Natürlich kann man auch Abenteuer bestehen, ohne das Haus überhaupt zu verlassen, zum Beispiel, wenn man über Feilen in Kuchen nachdenkt oder über die Beziehungen der wichtigen Temperaturforscher. Das in Blogposts zu fassen, erfordert aber erheblich mehr Arbeit und eigentlich auch ein anderes Blogkonzept. Beides Dinge, vor denen ich mich gerne noch etwa länger drücke. 

AiP bleibt ein Abreisskalender; da es keine Rückseite gibt, werden die Namens- und sonstigen Tage eben in den Kommentaren von Angelnette beigesteuert. Beim Abreisskalender haben allerdings sowohl der Autor als auch die Leserinnen vergessen, was eigentlich das übergeordnete Thema sein soll, so dass manche Tagesbeiträge rätselhaft und unverständlich bleiben. Aber so geht es uns ja auch mit den Tagen des Jahres, das passt schon. 

Die Zugriffe bleiben alles in allem relativ konstant, zu meiner größten Verwunderung. Manchmal drängeln sich eine Woche hier viele Leute, dann ist auf einmal fast gar nichts los; im Schnitt bleibt es recht gleich, seit ein paar Jahren so ca. 100 Zugriffe aus Deutschland am Tag, was ich in 25-40 Leserinnen übersetzen würde. Allen bin ich dankbar, bei anderen Blogprojekten mach ich mir über die Zugriffe gar keine Gedanken; hier täglich in ein leeres Internet zu schreiben oder schreien, würde nicht funktionieren. 

Es geht jetzt in die jährliche Sommerpause; irgendwann treffen wir uns hier erholt wieder. Roswitha hat mir ein schönes Foto des Sonderzugs nach Pankow geschickt. Ich muss hier natürlich darauf hinweisen, dass Lindenberg, als er dann in die DDR reiste, das nicht im Zug nach Pankow tat, sondern über den Grenzübergang Invalidenstraße. 

Passt auf euch auf! 

Sonntag, 12. Juli 2020

Das Tatort-Foto (Auflösung und Schluss)


(Fortsetzung aus Heft 10:)

"Ich würde sagen Watson, der Fall ist so gut wie gelöst."

(Ihr habt sicher auch gut aufgepasst! Schreibt doch in den Kommentaren, wer Eurer Meinung nach der Mörder war!)

Freitag, 10. Juli 2020

Die Wollanker Elegien

Ich habe schon mehrmals dokumentiert, dass die Stufen zum S-Bahnhof Wollankstraße gerne zur romantischen Ansprache genutzt werden. 

Wenn man die verschiedenen Botschaften zusammen nimmt, ergibt sich allerdings ein packendes Liebesdrama, etwas epigrammatisch verkürzt, aber so ist die Jugend halt. 

1. Strophe

2. Strophe


3. Strophe



(Die Schrift ist schwarz, die Birds haben mit der Geschichte nichts zu tun...)

Ob es eine Fortsetzung gibt?

Mittwoch, 8. Juli 2020

Meine Leistung im Juni

Google schickt mir einmal im Monat eine E-Mail, in dem ich für die Attraktivität meiner Website für die Google-Suche beglückwünscht werde. 13 Leute haben im letzten Monat Ackerbau in Pankow über den Suchbegriff "Ackerbau Pankow" gefunden. Yeah! Die erste Million kann nicht mehr fern sein!

Des Weiteren werden die Suchbegriffe aufgeführt, die den höchsten Zuwachs hatten (meist von 2 auf 3 Suchen im Monat). Hier waren aber diesmal ein paar Perlen dabei:


Mit diesen Suchabfragen fühle ich mich gut repräsentiert und charakterisiert. Und das Schönste: Ich weiß bei fast allen, auf welche Posts sie sich beziehen. (Nur nicht bei Grottenstengel. Grottenstengel ist hier alles.)

Montag, 6. Juli 2020

Brombeeren

Wir hatten verschiedene Brombeerpflanzen, keiner hat es bei uns gefallen. Die einzige, die wächst, ist die wilde Brombeere, die sich durch unsere Hecke windet. Die langen Dornenpeitschen hängen auf die Straße, gefahrvoll für die Passanten.

Auch die Himbeeren wachsen gerne jenseits des Zauns. Von meinem Ruheplatz am Kirschbaum konnte ich sehen, wie Passanten sie ganz, ganz langsam gepflückt haben. Als ich dran vorbeiging, sah ich warzm: sie stehen inmitten mannshoher Brennesseln. Zur Ernte braucht man eine ruhige Hand.

Samstag, 4. Juli 2020

Unter dem Kirschbaum

Die Elstern machen sich rar, also kommen die anderen Vögel wieder vorbei. Es sind noch viele Kirschen am Baum, die meisten aber überreif. Ein Amselpärchen kommt und pflückt die Kirschen, nimmt sie vorn in den Schnabel und würgt sie ganz herunter. Die Spatzen dagegen beugen sich nach unten, picken das Fleisch von den Kirschen, übrig bleiben Stiel und Kern.

(Ich verbringe den größten Teil meiner Freizeit vor dem Kirschbaum, deswegen sind die Posts hier gerade eher monothematisch.)

Freitag, 3. Juli 2020

Der Goldkäfer

Am morgen den Tee aufgesetzt und ein Tierchen in der Küche gefunden: Eine Junikäfer. Wahrscheinlich hatte ihn eine der Katzen gefangen und in das Haus gebracht. Junikäfer streckte alle Beine von sich, aber die Tiere wissen, dass es am vernünftigsten ist, sich tot zu stellen, wenn dumme Katzen ihnen nachstellen. 

Ich habe das Käferchen nach draußen in die Erdbeeren gelegt, wo es dann auch wieder zu brummen begann. Das Rätsel, wo die Käfer die restliche Zeit des Tages verbringen, bis sie dann in Dämmerung eine halbe Stunde um den Kirschbaum brummen, ist aber noch ungelöst. 

(Bild des nach Käfern hüpfenden Katers, möglicherweise unscharf.)

Donnerstag, 2. Juli 2020

Der fehlende Fokus

Meine Handykamera weigert sich gerade, in bestimmten Situationen scharfe Bilder zu machen. Die meisten Bilder sind wie gewohnt, aber bei größeren Tableaus wird irgendein Detail im Vordergrund scharf gestellt, der Rest bleibt verschwommen, unabhängig davon, wie oft man auf dem Ding rumtippt.

Das verdrießt mich.

Vor vier, fünf Jahren hatte ich mal eine wunderbare Handykamera, seitdem geht es langsam bergab. Da mir die Geduld oder auch nur die Lust fehlt, mich näher mit diesem Kram zu beschäftigen, lässt sich da auch nicht viel machen.

Fürs Blog heißt das nichts gutes.


Mittwoch, 1. Juli 2020

Das halbe Jahr

Mein Silvester-Zitronenschwein sieht schon reichlich mitgenommen aus. Die letzten Monate haben es mit niemandem gut gemeint.

Mal schauen, was noch konmt.