Everybody's fucked in their own special way

Sonntag, 19. Mai 2019

"Wenn uns doch jemand früher schon gesagt hätte,


wie langweilig das Dasein als allegorische Frauenfigur am Schillerdenkmal ist, dann hätten wir uns ein Moped gekauft und ein paar spannendete Dinge angestellt."

Mittwoch, 15. Mai 2019

Der neue Vogel

Letzthin habe ich einen neuen Ton im Garten gehört. Aus der Richtung des Altersheims kam das Geräusch eines sehr lauten, aber virtuosen Vogels. Zuerst vermutete ich, dass das Altersheim irgendeinen Papageienzugang für eine Vogelvoliere hätte, aber anscheinend handelt es sich um einen freien Vogel, der eine gewaltige Lautstärke erreicht. Der zufällig anwesende Bloggerkollege M. kommentierte es zutreffend mit: "Da hört man ja die Flugzeuge gar nicht mehr."

Der Vogel klingt ähnlich wie eine laute Amsel mit grobem Akzent. Die Nachbarn haben ihn schon einmal gesehen und meinen, er hätte teilweise rotes Gefieder. Vielleicht eine Rotdrossel?Ab und zu trötet er gegen 4 Uhr, wenn die Sonne aufgeht. Ich bin mal gespannt, ob ich ihn auch einmal sehe.

Dienstag, 14. Mai 2019

Lose Enden (4)

Was mir diesen Urlaub erstmals richtig aufgefallen ist, ist, wie viel Straßen im Nichts enden. Und das ist nicht metaphorisch gemeint, sondern sehr wörtlich.

Dieses Dead End, das ich schon einmal gezeigt habe, nimmt man besser ernst:


denn von der anderen Seite sieht die Straße so aus:


Gleiches auch bei Fußpfaden zum Strand:


Alles höchst symbolisch und ein weiterer Grund, eher langsam zu fahren und zu gehen.

Montag, 13. Mai 2019

Schneckenplage in der Invalidenstraße

Kaum wird es etwas wärmer, kommen überall Schnecken heraus. 



(Ja, Entschuldigung, ich kann ja auch nichts dafür, wenn hier immer so Kram rumliegt.)

Samstag, 11. Mai 2019

Mopp rules!

Nachdem ich letztens einen Wischmopp in den S-Bahn-Gleisen gefunden habe, folgte schnell die nächste Mopp-Sichtung in freier Wildbahn, in der Nähe des Gleisdreiecks. Offenbar haben wir es mit einer Moppwanderung zu tun, die nicht alle dieser Spezies überleben. Ich schaue ja nun wirklich seit Jahren genau auf die Straße, das habe ich aber bislang noch nicht gesehen. Die Möglichkeit, dass jemand in Berlin versucht, so die Straßen zu säubern, können wir mal getrost ausschließen. 


Hier bahnt sich Großes an, würde ich mal sagen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Freitag, 10. Mai 2019

Das Zeichen

Jahrelang hatte er sie gesehen wie sie die Straße entlang ging, den Kopf stolz erhoben, die Haare flatternd im Wind. Auf einmal war sie verschwunden, aber am Hauseck tauchte der unerklärliche Schatten auf, der auch in der Nacht nicht mehr verschwand.



Donnerstag, 9. Mai 2019

Feiertagsbeschäftigung

(Nachgereicht vom 1.Mai.)

Ausnahmsweise habe ich bereits Kopfweh, bevor Eberling kommt. Der alljährliche Tanz in den Mai führt inzwischen zu unterschiedlichsten körperlichen Beschwerden. Und dabei sind Abba-Ohrwürmer nicht einmal mitgezählt.

***

Am ersten Mai konnte ich mich endlich um die verschiedenen Pflänzchen kümmern. Normalerweise topfe ich die Tomaten aus den Anzuchtschalen noch einmal in kleine Töpfe, bevor es rausgeht, diesmal lasse ich den Zwischenschritt weg. Ergebnis: Viel zu dünne Pflänzchen ohne richtige Wurzeln in zu großen Töpfen. Wenn man gießt, schwimmen sie weg, wenn man sie anfasst, brechen sie ab. Diejenigen, die Platz im Gewächshaus finden, haben Glück, bei den anderen ist etwas Schwund, wer hätte gedacht, dass es noch mal so kalt wird. Ob ich dieses Jahr meine Tomätchen durch bringe? (Frau Ackerbau verdreht die Augen, weil ich seit zehn Jahren immer genau das gleiche Gejammer habe, wenn ich die Pflänzlein raussetze.)



***

Dafür habe ich dieses Jahr schöne Chilis und russische Gurken, die angeblich extrem robust seien. Wir werden es sehen. Den Mais, den ich ausgepflanzt habe, haben erst mal andere umgeknickt und platt gemacht, ich tippe auf unsere Katzen.

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M.E. kommt vorbei. Letzthin hat ihn ein Stück vom Zweitblog dazu inspiriert, einen Bluesmusiker zu erfinden. Als er's mir vorab schickt, bekomme ich Lust, dem erfundenen Blueser ein Liedchen zu schreiben. M. trägt es mit Fassung, als ich ihm sage, dass er jetzt singen muss. Mit seiner Einlassung, er habe noch nie gesungen, wird er nicht gehört. Einziges Zugeständnis ist, dass wir tatsächlich zwei Takes aufnehmen. Das ist Punkrock, Aller! Ich habe das Gefühl, dass er mir für die hilfreichen Anmerkungen, es müsse "from the heart" kommen, extrem dankbar ist. Nach zehn Minuten haben wir das Ding im Kasten und können uns wichtigeren Dingen widmen, wie z.B. dem Abendessen.

Mittwoch, 8. Mai 2019

Andererseits...

...habe ich mir heute den Vortrag von Frank Rieger zu Cyberwar, hybride Kriegsführung und Desinformation angehört. Viele kluge Gedanken und bei der Schlussfolie:


dachte ich mir, dass das hier ja eigentlich schon ganz gut klappt.

Dienstag, 7. Mai 2019

Der umgekehrte Digital-Midas

Wenn man wissen will, ob irgendein Digitaltrend eigentlich kurz vor dem Ableben ist, muss nur nachsehen, ob  ich mich schon damit beschäftige. Jeder wird bestätigen, dass der Niedergang der Blogosphäre im Juli 2012 begann und die guten Twitterzeiten im Oktober 2013 zu Ende waren. Ich fürchte, ähnlich wird es nun auch mit der re:publica so sein.

Diese Entwicklungen sind jetzt nicht so mysteriös, wie es sich zunächst anhört: Ich  habe gar keine Ahnung von Computern, Digitalisierung, Internet. Wenn irgendwelche Entwicklungen auch für mich zugänglich werden, dann haben sie die beste Zeit schon hinter sich. Ich war schon im letzten Jahr dort, damals hatte ich einen leichten Kulturschock. Dieses Jahr kann ich allerdings hingehen und mir Sachen anhören, die ich vorher schon wusste, ein Zeichen, dass die Langeweile in die Konferenz eingekehrt ist.

Aber der Fußboden in der Station Berlin ist fantastisch:


Montag, 6. Mai 2019

Lose Enden (3) - Katzenedition

In Griechenland gibt es zu viele Straßenkatzen - niemand sterilisiert oder kastriert hier. Wir haben uns Trockenfutter gekauft und gefüttert. Frau Ackerbau hat an ihrer Stellung als Heilige der Straßenkatzen gearbeitet, am eindrucksvollsten, als sie zwei Kätzchen beim Geschlechtsverkehr durch Trockenfutter zur Enthaltsamkeit anspornen wollte. Aber wir wissen ja, es gibt Situationen, in denen einen auch das beste Essen nicht abbringen kann.





Auch ist es manchmal nicht angebracht, in der Hafenkneipe zu füttern.



Sonntag, 5. Mai 2019

Fußboden-Ornamente (2)


Ich habe ja schon mehrfach festgestellt, dass die Zeit noch nicht reif ist, für die Vogelschiss-Parade. Aber was soll ich machen, ich habe ja schon ein Blogparaden-Logo und es ist ohnehin meine Aufgabe (von der Guano-Lobby gesponsert), das Thema Vogelkacke fester im Mainstream zu verankern.

Ganz abgesehen davon: Wer könnte an dieser zarten Skizze achtlos vorbei gehen? Dort, wo ich sie fand, tollen sonst die Nebelkrähen herum, denen ich solche Filigranarbeit gar nicht zugetraut hätte.

Mittwoch, 1. Mai 2019

Lose Enden (2)

Man sollte sich nicht in Situationen bringen, die wie das Exposé einer Klischee-Sitcom-Folge klingen, wenn man nicht als Klischee-Sitcom-Figur enden will. Es hätte also gute Gründe gegeben, Frau Ackerbau nachzugeben, als sie das Navi anschalten wollte, um den Weg zur Ferienpension zu finden. Irgendwie fand ich das aber beleidigend und bestand darauf, ohne Navigationshilfe zu fahren. Ich überspringe mal die nächste halbe Stunde zu der Szene, in der ich vergeblich versuche rückwärts aus einer engen Straße in einem Bergkaff zu rangieren, vorbei an eng geparkten Autos, begleitet von einer amüsierten Menge von Dorfbewohnern. "Die Saison beginnt, die Deppen sind wieder unterwegs."




***


Ich bin in der einen Woche Korfu mehr Auto gefahren als in einem Jahr Berlin. Das hat aber vor allem damit zu tun, dass ich in Deutschland praktisch nicht fahre, außer es gibt irgendetwas zu transportieren. Wozu auch? Merkwürdigerweise macht mir das Rumgegurke auf den griechischen Straßen aber Spaß, immer kommt eine unerwartete Kurve, immer muss man auf kürzestem Weg bremsen, weil plötzlich ein Mensch, Auto, Hund, Schlagloch auftaucht, jeder Versuch, schneller als 70 zu fahren, wird nach spätestens 200m zunichte. Autofahren ist dort quasi wie ein Handydaddelspiel, ständige Aufmerksamkeit ist erforderlich, ständig müssen kleine Aufgaben gelöst werden. Mariokart in Schrittgeschwindigkeit, ohne dass man von der Straße fliegt. Früher habe ich mich ja über die korfiotischen Schlaglöcher lustig gemacht, aber die Wilhelm-Kuhr-Straße in Pankow sieht ja inzwischen auch nicht anders aus.




***


Für eine Sitcom-Besetzung würde man auf jeden Fall auch den kleinen Hund casten, der an einem Tag, als neue Gäste kamen, plötzlich auf der Terrasse auftauchte, zielstrebig zu dem dort abgestellten Koffer ging, ihn anpisste und fortan nie mehr auf der Terrasse gesehen wurde. Dieser Hund hatte mehr komisches Timing als jeder deutsche Comedian. Später sah ich ihn an der Strandbar, er kläffte mich an und versuchte, mir in die Wade zu beißen.


***
Am Morgen und am Abend vor dem Balkon die Rauchschwalben, dauernd am Schwatzen.








Dienstag, 30. April 2019

Lose Enden

Wieder mal auf Korfu. Das erste Mal war vor drei Jahrzehnten, das erste Mal Fremde nach Sommern im Bayrischen Wald. Das erste Mal alleine unterwegs, geleitet von romantischen Griechenlandvorstellungen, zusammen geklaubt aus Erzählungen und Büchern. Hellas als Möglichkeit der Flucht aus der Allgäuer Enge. Jeder neue Besuch wie eine Überarbeitung eines unfertigen Bildes, die Gewissheiten des letzten Males ersetzt durch neue Rätsel, die halb verstandenen Geschichten ersetzt durch neue verschwommene Erzählungen. Vieles nicht verstanden, weil ich gar nicht verstehen wollte, erst nach und nach ein realistischer Blick auf alles.

Das erste Jahrzehnt nur zu Fuß unterwegs, mit eingeschränktem Wirkungskreis; danach mit dem Auto die Erkenntnis, wohin Straßen führten, von denen man nur den Anfang kannte. Kurz nach dem Punkt, an dem man vorher umgedreht war, kam der Strand, die Taverna und man hatte es nie gewusst.

Auf den Reisen, den immer gleichen Wegen, hatten einen verschiedene Menschen begleitet, manche lebten nicht mehr, von manchen wusste man kaum noch den Namen. Jede Ecke, jeder Baum, jede Straße besetzt mit Erinnerungen. Jede Erinnerung eine Spiegelung eines selbst, über die Jahre die Insel manchmal nur die Kulisse zu innerem Erleben, projeziert in eine Landschaft.

Erinnerungen, über die Jahre ergänzt und überschrieben, Palimpsest des Entrinnens der Provinz.

Wir sind durch Karousades gefahren, in der Taverna lag jemand und schlief. War es Elyseos? Er hatte keinen Bart, es war nicht zu sehen. Wir haben ihn nicht geweckt.

Montag, 29. April 2019

Alles muss raus!

Hier muss dringend umgetopft werden. Die Tomaten müssen jetzt dann auch raus, aber leider komme ich erst am nächsten Wochenende dazu.

Ich hoffe mal, dass das dieses Jahr alles besser klappt.

Sonntag, 28. April 2019

Escort service


Schloss sich uns unvermittelt an, begleitete uns brav auf unserem Weg ins nächste Dorf. Nachdem sie uns wieder sicher zurück geleitet hatte, ging sie mit den nächsten Passanten mit. Wenn sie sich nicht vor jedem Auto, das kam, mitten auf die Straße gestellt hätte, wäre der Begleitservice sogar noch erholsamer gewesen.

Montag, 22. April 2019

Aus meinem Postsack

"Lieber Herr Ackerbau,

wollen Sie nicht mal wieder ein Foto posten, bei dem man beim besten Willen nicht erkennen kann, was es darstellen soll? Wenn ich mir noch etwas wünschen darf: Eines, das nicht verwackelt oder zu Tode bearbeitet ist?

In der Hoffnung, keine Fehlbitte getan zu haben, 

Ein anonymer imaginärer Blogfan"


Lieber anonymer imaginärer Blogfan,

das trifft sich gut! Das ist gerade so, als hätte ich mir diese Zuschrift gerade ausgedacht. Zufällig habe ich genau das Richtige für Sie!

Immer der Ihre

Herr Ackerbau




Samstag, 20. April 2019

Besuch im Nebenzimmer (29)

Was war dieses Jahr denn bislang so im Zweitblog los? Die letzte Übersicht ist auch schon über ein Vierteljahr her, einiges hat sich angesammelt.


Es beginnt mit der Songwriterin Buffy Sainte-Marie und Cod'ine, einem schönen sechziger Jahre Folklied mit düsterem Text. Danach der Verweis auf einen längeren Text, der die Suche nach zwei der rätselhaftesten Bluesinterpretinnen der dreißiger Jahre, Geeshie und Elvie, beschreibt. Für jeden empfohlen, der Interesse an rauschenden Platten hat. Ein Sprung um fünfzig Jahre nach vorn, zur Second Wave des Britischen Punks, die inzwischen weitgehend zu recht vergessen ist. Action Pact habe ich aber damals gerne gehört und finde ich auch jetzt noch gar nicht schlecht. Der große Vorteil ist jetzt, dass ich zumindest die Texte verstehe, weil ich mir nicht mehr alles mit dem Langenscheidt-Wörterbuch zusammen reimen muss. Im Anschluss wird es kontemporär, Amber Arcade mit ihrem Lied Goodbye Europe. Schönes Lied, traurige Geschichte. Danach die Wiederbelebung der Rubrik "Verbrechen auf Schallplatte" mit dem merkwürdigen Schlager Molotow-Party. Es hinerlässt einen etwas ratlos. Gar nicht ratlos hinterlässt einen dann die Berlinerin Lisa Bassenge mit Lass die Schweinehunde heulen

Ein kurzer Post zum fünften Bloggeburtstag, gefolgt von einer ausführlichen Besprechung des Bob Mould-Konzerts in Berlin. Dort konnte ich auch zum ersten Mal live das Lied hören, das dem Zweitblog den Namen gegeben hat. Gleich danach eine Besprechung von Skinny Lister und Holy Moly & the Crackers in Berlin, auch ein sehr schönes Konzert. Wem das bislang alles zu Mainstream war, der kann sich im Anschluss ein paar Funde aus dem Alan Lomax-Archiv ansehen. Flatfooting auf der Terrasse, eine Art Stepptanz. Danach ein Hinweis auf die 70er Jahre Frauenband Fanny, die mir bislang gar kein Begriff waren. Ein Versäumnis, wie man sich ansehen kann. Schließlich zum Abschluss noch einmal der Blues, eine Aufnahme von Furry Lewis. Jeder, der Gitarre spielt, sollte sich das einmal ansehen; man bekommt dann allerdings Lust, die Gitarre offen zu stimmen und mit dem Bottleneck herumzuprobieren. 

Ich war in der Zwischenzeit noch auf zwei Konzerten, die sehr gut waren,  bei denen ich aber zu faul war, einen Blogpost zu schreiben: Zum einen wieder bei Trombone Shorty, für den ich aber eigentlich auf den letzten Konzertbericht verweisen kann. Zum anderen bei Art Brut, die in Berlin den Beginn ihrer Europatour hatten. Bei Art Brut ist mir zumindest ein gutes Konzertfoto gelungen, das kann ich ja dann hier unterbringen.  

(Und hier pflügt der Herr Nachbar durchs Publikum):


Die gesammelten Inhaltsverzeichnisse des Zweitblogs findet man unter dem Tag "Nebenzimmer".

Mittwoch, 17. April 2019

Wir fangen jeden Tag von vorn an

Eine kurze Anmerkung, die mir wichtig ist, angeregt durch zwei Kommentare der letzten Woche. Es wurde darauf hingewiesen, dass das tägliche Bloggen tatsächlich schwieriger ist, als es aussieht. Das ist in der Tat so, spätestens nach zwei Monaten hat man alles aufgeschrieben, was man immer schon mal sagen wollte, freut sich dann vielleicht, dass man am Wochenende vier Blogposts vorbereitet, aber die sind dann nach einer halben Woche auch schon wieder weg. Als ich letztes Jahr nach der längeren Pause wieder angefangen habe, habe ich das Gefühl bekommen, dass einige sich über das Wiederauftauchen nicht unbedingt wegen der Inhalte freuen, sondern auch deswegen, weil jetzt wieder (einer mehr) da ist, von dem man jeden Tag hört. Quasi ein Abreißkalender, bei dem es weniger wichtig ist, was auf dem Blatt steht, als dass überhaupt noch Blätter da sind. Nach den Monaten, in denen ich nichts schreiben konnte/wollte, habe ich das auch für mich akzeptiert. 

Inhaltlich bedeutet das die Fortführung des Prinzips, darauf zu vertrauen, dass mir im Laufe des Tages irgendetwas zu Ohren oder vor die Augen kommt, das für einen Blogpost geeignet ist. Es wird nicht gesucht, sondern nur gefunden; und zwar dort, wo ich halt ohnehin bin. Irgendeine Planung findet praktisch nicht statt, deswegen schreibe ich auch manchmal, dass ich mir nicht aussuchen kann, was hier alles erscheint. Interessanterweise bin ich nicht aus der Blogpause mit hunderten von Ideen gekommen. Ich habe in der Zeit einfach nur sehr wenig interessante Dinge gesehen. Wenn man nicht hören will, spricht die Stadt nicht zu einem. 

Sind das dann Dinge, die andere interessieren? Ich weiß es nicht, es ist mir auch weitgehend egal. Auch wenn es immer ruhiger wird in der Blogwelt und viele aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr veröffentlichen, bleibe ich hier, stehe in dieser merkwürdigen Ecke, umgeben von Straßenmüll und Gemüse, und schlage auf die Trommel. Und fange jeden Tag wieder von vorne an.