Everybody's fucked in their own special way

Dienstag, 15. Oktober 2019

Shelter from the storm


In der roten Hecke vor dem Verkehrsministerium verstecken sich die Spatzen.  Damit habe ich zwei Lieblingsthemen auf einem Bild, da macht es mir auch wenig aus, wenn das Bild gewohnt unscharf ist. Und es stört mich auch nicht, dass der Titel nicht stimmt, weil das Wetter ist hier gerade sehr schön, kein Sturm in Sicht, aber wer wollte mir hier schon sinnlose Bob-Dylan-Referenzen in Blogpost-Titeln verbieten?

Gar nicht versteckt, sondern offenbar beim Grübeln, ob sie das Ministerium übernehmen sollte, war dann ein paar Meter entfernt die Nebelkrähe. Wer hier ein bisschen mitliest, weiss, dass ich bei Nebelkrähen noch nicht einmal versuche, eine Erklärung für die Bilder zu finden. Nebelkrähe genügt vollauf, um hier auf dem Blog zu landen.


Montag, 14. Oktober 2019

Im Wald

Geregnet hat es inzwischen genug, also der zweite Versuch dieses Jahr in die Schwammerl zu gehen. Sonntag nachmittag ist nicht unbedingt die beste Zeit dafür, da sind schon vorher Horden durch den Wald spaziert. Der Parkplatz war auch voll, großer Betrieb.

Der Wald ist aber auch groß genug, ich gehe immer noch einen knappen Kilometer zu einem Waldstück, in dem man eigentlich immer etwas findet, wenn es denn überhaupt etwas gibt.

Und tatsächlich stolperte ich dort gleich über die ersten Maronen. In knappen 40 Minuten fange ich mehr als in den letzten zwei Jahren.Die Familie feut sich über das Abendessen.

Richtig angekommen ist man erst, wenn man seinen eigenen Pilzplatz hat.



Sonntag, 13. Oktober 2019

Besuch im Nebenzimmer (30)

Was war denn im letzten halben Jahr im Zweitblog los? So lange ist es schon her seit der letzten Übersicht, ehrlich gesagt, hat sich dort auch nicht so viel getan, ein paar schöne Dinge haben sich dort allerdings angesammelt. 


Eine kurze Erinnerung an das (erste?) Punk-Konzeptalbum, "Zen Arcade" von Hüsker Dü und ein besonders eindrückliches Lied davon. Es heißt "I will never forget you", man selbst wird's auch nicht vergessen, wenn man es einmal gehört oder ertragen hat. Dann kommt eine kurze Reihe mit Sommerliedern. (Ihr erinnert Euch? Es war ziemlich heiß.) Passend beginnt es mit "Heißer Sommer" von Chris Doerk und Frank Schöbel und man kann sich ein paar nette Bilder von Leipzig aus den Sechzigern ansehen. Ich mag das Lied wirklich gerne, aber jetzt muss man wieder bis zum nächsten Jahr warten. Dezidiert westlich wird es wieder bei den Betrachtungen zu Hitze und Sex, und zwar mit den verehrten Hans-A-Plast und Ideal. Da wir schon in den Achtzigern sind, können wir uns auch Bananarama als Automechaniker ansehen, wie sie vom grausamen Sommer singen. Doch, doch, das ist ganz nett. Für Traditionalisten gibt es dann Summertime, allerdings in einer DIY-Version, aus Gründen mit einem Video unterlegt, bei dem ich durch einen Olivenhain in Korfu stampfe. Jaja, fish are jumping und der cotton ist high. Schließlich der Punk-Sommerhit von den Undertones. Das könnte eventuell das Lied sein, bei dem man auch im November dann noch ein paar Sonnenstrahlen spürt. Aus Gründen, die ich auch nicht mehr ganz nachvollziehen kann, endete dann die Sommerreihe, dafür konnte ich eine alte beliebte Reihe wieder aufgreifen: Verbrechen auf Schallplatte. Benny, die alte Pfeife, hat in den Siebzigern nicht nur "Ca plane pour moi", sondern auch "If the kids are united" eingedeutscht. Schlimm, schlimm, schlimm. Ich zitiere mich mal kurz selbst: "Benny schaffte es, den systemkritischen Sozialkitsch von Sham 69 in systemkonformen Sozialkitsch umzuwandeln. Erfolgreich war es trotzdem nicht. Nachdem ich es mir jetzt zweimal angehört habe, möchte ich mir die Ohren ausspülen bzw. abschneiden."


Im August ging endlich die Konzertsaison wieder los, ich habe mir zunächst Flipper mit Mike Watt angeschaut: "Die Oldies stürmen die Bühne, man kann sich eine Kollektion von Frisuren ansehen, die bei älteren Leuten doch merkwürdig aussehen, dazu kommt David Yow, der irgendwie aussieht wie der spillrige, nervige Onkel, der bei Familienfeiern alle zutextet. Insoweit eigentlich ein passender Flipper-Sänger. Als er auf die Bühne kommt, merkt man schon, dass er breit wie eine Natter ist, man muss allerdings sagen, dass er trotzdem beeindruckend gesungen hat. Als erstes springt er von der Bühne ins Publikum, das ist schon ein sehr mutiger Move, wenn man eigentlich die kleinste Person bei einem Konzert ist." Es geht Schlag auf Schlag weiter mit zwei Konzerten an einem Abend, Liga der gewöhnlichen Gentlemen und Bob Mould: "Draußen stehen auch schon Teile der Band, ein netter Mensch kommt vorbei und verteilt Freibier (Astra, allerdings, obwohl es im Schokoladen auch Augustiner gibt). Wir beschließen hineinzugehen, bevor es total voll wird und machen dabei die beste strategische Entscheidung des Abends: Wir stellen uns einfach vor den Ventilator, was wirklich der beste Platz überhaupt war." Wenig später das nächste Konzert mit Holy Moly & the Cracker, bei denen Julii Sharpe und Keiran Thorpe als Vorgruppe spielte. Schließlich ein kurzer Text über das neue Video von Art Brut zu dem schönen Lied "Your enemies are my enemies too". Danach noch ein Zufallsfund, Belton Sutherland, ein Bluesgitarrist, von dem man nur ein paar Filmaufnahmen aus den Siebzigern kennt. Ich habe selten so etwas beeindruckendes gesehen, deswegen verlinke ich das Lied hier gleich direkt noch einmal:
Und auch einen anderen Blues verlinke ich hier noch einmal, den von Julii Sharpe und Keiran Thorpe. Auch von ihnen gibt es derzeit noch keine Platte zu kaufen, sondern man kann sich nur ein paar verstreute Videos angucken, aber aus denen wird noch einmal etwas. 

Mal sehen, ob es bis zur nächsten Zusammenstellung wieder ein halbes Jahr dauert. Die gesammelten Inhaltsverzeichnisse des Zweiblogs findet man wie immer unter dem Tag "Nebenzimmer".

Samstag, 12. Oktober 2019

Fische und Knaben

Ich habe keine Ahnung, was die Künstler im letzten Jahrhundert dazu bewogen hat, den nackten Knaben mit Fisch als beliebtes Motiv einzuführen. Ich kann mich daran erinnern, dass bei uns im Freibad am Kinderplanschbecken eine Bronzestatue eines Knaben stand, der zwischen seinen Beinen einen großen Fisch eingeklemmt hatte, aus dem dann das Wasser spritzte. Das fand ich schon damals aus verschiedenen Gründen gruselig. 

Im Prenzlauer Berg ist mir auch so eine Skulptur begegnet, die man auch beim besten Willen nicht anders als verstörend bezeichnen kann. Steht da aber noch auf dem Sockel, es stört sich keiner dran.  (Das erste Mal, als ich das Bild im Blog hatte, nannte ich den Post... ach, seht halt selber nach.)

Gestern sehe ich in Düsseldorf das Motiv als Sandsteinornament, in der eher drolligen Putten-Variante.

Heute schickt mir Frau Ackerbau aus Aachen folgenden Knaben mit zwei Fischen (ich weiß nicht, ob es zum Sujet gehört, dass die Burschen immer so angewidert drein gucken müssen; andererseits, würde ich auch, würde ich auch). 

Mir ist das alles rätselhaft, ich muss aber natürlich zugeben, dass ich liebend gerne einen eigenen Blog mit dieser Knabenfisch-Kunst eröffnen würde (Fischmänner sind ja hier auch durchaus immer wieder ein Thema, fällt mir gerade ein, vielleicht habe ich ja ein Problem). Um Hinweise und weitere Beispiele bin ich dankbar. Das wäre flunderbar (wenn Frau Karpfenblüte noch in der Nähe wäre, würden sich jetzt die Kommentare mit schlechten Fischwortspielen füllen, das wäre hecht schön.)

Freitag, 11. Oktober 2019

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Hin und Zurück

Sehr früh aufgestanden, um den Zug um 6.30 Uhr nach München zu erreichen. Erst zu spät gemerkt, dass er am Gesundbrunnen gestartet ist, das hätte zwanzig Minuten zusätzlichen Schlaf bedeutet. Irgendwann muss ich mal ein Deutsche Bahn-Bingo machen; Veränderte Zugreihung, Nichtanzeige der Reservierungen und Bordbistro nicht funktionsfähig hätte man gleich in den ersten fünf Minuten ankreuzen können. Problematischer war dann allerdings der nächste Bingo-Treffer "Zugschaden". In Leipzig standen wir eine Stunde, dann wurden wir aus dem Zug geworfen, weil er sich nicht mehr reparieren ließ. Weiter ging es in vollbesetzten Zügen, in Erfurt wollte man uns nicht mehr mitnehmen, weil es aus Sicherheitsgründen nicht möglich sei, stehende Passagiere zu transportieren. Nachdem die nächsten Züge genauso überfüllt waren, sah ich nicht ein auszusteigen. Es ging dann trotzdem weiter, ab Nürnberg hatte ich dann sogar wieder einen Platz. 

Weil der Ersatzzug über Augsburg ging und ich von Augsburg schneller nach Hause komme, hatten wir noch nicht einmal eine Stunde Verspätung, d.h. auch keine anteilige Fahrpreiserstattung. Aber was soll's, wir sind immerhin angekommen. Ich war allerdings froh, dass wir keine kleinen Kinder mehr haben. Die deutsche Bahn ist ein bisschen wie Morrissey - man will sie gerne lieben, aber sie macht es einem sehr, sehr schwer. 

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Im Allgäu regnete es vor allem; alles in dunklen Wolken. Die Berge sah ich dann erst wieder richtig am letzten Tag auf dem Weg zum Bahnhof. Schade. Ein Ausflug in die Alpen hatte also keinen Sinn, wir konnten nur um den Ort herumlaufen, um nachzusehen, was die Maisernte so macht und ob es neue Schupfen gibt. 

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Am Samstag bei einer Geburtstagsfeier die Erkenntnis, dass man, wenn man Lehrer ist, wahrscheinlich Leute hat, die schöne Musik zur Feier machen können. Unvermittelt wird ein russisches Geburtstagslied gesungen, allerdings mit deutschem Text. Frau Ackerbau freut sich, weil sie zumindest den Refrain auch auf russisch singen könnte und damit in der Gesellschaft vollkommen einzigartig ist. Ich treffe eine frühere Schulkollegin aus der Parallelklasse wieder, die ich auch schon dreißig Jahre nicht mehr gesehen habe. Die Freude ist überraschenderweise gegenseitig und ich erfahre einiges darüber, wie man bei Löwen Zahnbehandlungen durchführen kann. Ich überlege lange, aber ich habe nichts zu erzählen, was auch nur annähernd so spannend wäre. 

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Bei trübem Wetter ein Ausflug nach Lindau an den See. Von den Bergen rundum ist im Dunst leider nicht viel zu sehen. Trotzdem ist es schön, einmal wieder in Lindau zu sein. Das letzte Mal war ich dort, als ich Mitte der Achtziger in den Ferien in einer Fabrik für künstliche Zähne gearbeitet habe. Irgendwo ist noch eine Tüte mit künstlichen Zähnen bei mir im Haushalt, mit denen man viele lustige Späße machen konnte. Frau Ackerbau hat sie aber, glaube ich, irgendwann versteckt. Das ist dann quasi meine Altersversorgung, die Dinger sind gar nicht so billig. 

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Beim Mittagessen bekomme ich ohne Vorwarnung von der Bedienung die Frage, ob ich denn die Seniorenportion haben will. Das gibt mir ein bisschen zu denken. (Ich nehme die Seniorenportion.)

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Der Teufel steckt nicht nur im Detail, sondern auch in Lindauer Hausecken. 

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Am letzten Tag gehen wir noch einmal Wassertreten, eigentlich ist es schon zu kalt, aber es tut trotzdem gut. Ausnahmsweise erzähle ich der Familie nicht die Geschichte, wie ich damals mit E. Wassertreten war, deswegen kann ich sie ja hier mal aufschreiben. E., R. und ich gingen am Sonntag meistens in die Stadt. Einmal, Ende September kamen E. und ich auf die Idee, ins Wassertretbecken zu gehen, das schon sehr kalt war. Gerade als wir raus gehen wollten, kamen zwei Schülerinnen der Hotelfachschule vorbei und fragten, was wir machen. Auf einmal hatte es keiner von uns mehr eilig, sondern wir meinten, dass uns das kalte Wasser gar nichts ausmache. Aus lauter Gockelei blieben wir über zwanzig Minuten im Wassertretbecken, E. war dann die nächste Woche nicht in der Schule, weil er sich bös erkältet hatte. 

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Meine Mutter gibt mir das Sterbebildchen für R. mit. Eines der Fotos zeigt ihn, wie er auf einem Mäuerchen sitzt und zwei Katzen ihn ansehen. Wieder ein Sterbebildchen mehr an der Wand. 

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Der Rückweg geht dann ohne Probleme. Erst bei der Berliner S-Bahn heißt es "Polizeieinsatz an der Bornholmer Straße", aber die Verzögerung beträgt nicht einmal fünf Minuten. 

Dienstag, 8. Oktober 2019

Brüche

Wir gehen am Abend die 2 km Richtung Bahnhof, wo ein früherer Bekannter inzwischen eine Kneipe hat. Wir kommen rein, er sieht eigentlich noch aus wie vor 35 Jahren. Er stutzt kurz: " Jetzt habe ich gedacht, neue Gäste, kann ich freundlich begrüßen, aber das bist ja du." Wir trinken Oktoberfestbier und hören die Neuigkeiten an. Wenn man sich nur alle paar Jahre sieht, gibt es ja viel zu erzählen, eigentlich aber auch nicht, alle Kinder sind schon längst geboren und machen halt jetzt irgendetwas, was bleibt, sind die Toten.

Am Tresen sitzt jemand, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob es W. ist. Wir haben früher ein paar Sachen zusammen organisiert, dann kam ein Streit, seit dreißig Jahren haben wir kein Wort mehr geredet. Meine sozialen Fähigkeiten waren damals nur sporadisch vorhanden. Die letzten Jahre hatte ich immer wieder mal darüber nachgedacht, nichts, was akut Sorgen machte, aber halt einer der vielen unnötigen Brüche, die man erlebt oder verursacht. Allerdings ist es auch nicht Sitte in unserem Stamm, nach Jahrzehnten unvermittelt vor der Tür zu stehen oder Postkarten aus Berlin zu schreiben.

W. stand dann bei uns am Tisch, wir versicherten uns gegenseitig, dass wir's wirklich seien. Offenbar ging es ihm ähnlich. Er erzählt von den letzten dreißig Jahren. Er hatte immer schon bewundernswerte Energie und Sturheit, daran hat sich wenig geändert. Ich erwähne, dass unsere letzte Begegnung ja unerfreulich war, aber wir sind uns einig, jeder hat seine Fehler gemacht. Wie immer genügt es allen zu hören, dass ich in Berlin sei. Weitere Erklärungen sind nicht vonnöten. Wie alle anderen ist er auch regelmäßig in Berlin, die Kinder haben da mal studiert, und der Typ vom Jugendzentrum, den alle nur als Mad kannten, ist nun Historiker in Berlin, den besucht er immer wieder mal.

Zu Zeiten, in denen ich immer mehr aktuelle Zerwürfnisse erlebe, freue ich mich, dass dieser alte Bruch gekittet ist. Aber W. und ich wissen: Wir werden weniger, so langsam kommt es auf jeden an.


Montag, 7. Oktober 2019

Heimatmuseum

Ich habe ja auch manchmal diesen kurzen Impuls, dass ich es nicht richtig finde, wenn im Heimatort irgendetwas anders ist als vor dreißig Jahren. Dieser Impuls vergeht meistens schnell, schließlich ist praktisch alles inzwischen anders, und das Leben geht weiter und das ist auch gut.

Aber diesen Baumarkt gab es früher nicht.

Und dieser Schuppen ist maximal zwanzig Jahre alt (am gleichen Ort stand aber schon früher einer).

Sonntag, 6. Oktober 2019

Anderswo sieht die Ernte besser aus



(Ich muss hier gerade die Momente abpassen, in denen man genug Internet hat, um ein Foto einzustellen.)

Freitag, 4. Oktober 2019

Herbst (2)


(Hatte nicht letzthin jemand gesagt, es gebe zu viele Feigenbilder? Da müssen wir jetzt wohl durch.)

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Vor 22 Jahren

Jetzt wohne ich seit 22 Jahren in Berlin. Damit bin ich länger in Berlin als ich jemals im Allgäu gewesen bin. Noch weitere sechs Jahre, dann habe ich mehr als die Hälfte meines Lebens hier verbracht. 

Gibt Schlimmeres.

(Heute keine Pointe.)

Dienstag, 1. Oktober 2019

NUR NOCH KATZENBILDER?? Hängt dieses Blog jetzt durch?





Mitteilung der AckWeb-Investmentgruppe:

Liebe Freunde von Ackenbau in Panko!
Sicher haben Sie bemerkt, dass die Website jetzt zum 4. Quartal einen neuen Schwerpunkt bekommen hat. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir jetzt konsequent einen konsumentenfreundlicheren Kurs bei "Ackerplatz in Pankow" weiterführen werden. Das bedeutet: Herzige Tiere, pfiffiger Content, niveauvolle Erotik,  Produkthinweise und Investmenttipps für den urbanen Best-Ager. Natürlich wird es auch weiterhin kleine Späßchen bei "Ackerpau im Handschuh" geben, wie Sie es gewohnt sind. Gleichzeitig trennen wir uns von dem Seitengründer Herrn Ackerpaul, dem wir noch einmal sehr herzlich für seinen Einsatz danken wollen! Leider hat sich die Seite in Bezug auf Content, Zugriffe und Umsätze nicht so entwickelt, wie wir es bei unserer Investment-Entscheidung erhofft hatten, so dass nunmehr ein Relaunch erforderlich ist. Herr Ackelschau behält im Rahmen der Neuordnung das Recht, seine Einfälle auf hektografierten Zetteln auch unter Nutzung der Marke "Dackelpaul"  in Fußgängerzonen zu verteilen. Wir wünschen ihm hierfür viel Erfolg und möchten ihm auf diesem Wege auch mitteilen, dass evtl. Klagen keinen Erfolg haben werden, er hätte sich halt das Co-Investment-Agreement halt mal vernünftig durchlesen müssen, die alte Pfeife. Jaja, vorher immer dicke Lippe, danach dann klein mit Hut, aber da erzähle ich Ihnen ja nix Neues, liebe Leser bzw. Community.

Herzlichst Ihr 

Rock Black (Senior Investment Manager)

Freitag, 27. September 2019

Im Invalidenpark



(Dieses Foto wurde mir zugespielt. Wie immer, wenn es um die Invalidenstraße geht, habe ich keine Ahnung, was hier passiert.)

Donnerstag, 26. September 2019

Der Papagei im Park

Der Vogelruf war laut und ungewöhnlich, so dass ich neugierig nach oben sah, was für ein Vogel das sei. In der Kastanie saß ein Papagei und krächzte mit anderen, die anderswo in dem Brüsseler Park waren.

Das Foto wurde noch unschärfer als ohnehin gewohnt. Das unscharfe Kastanienlaub hat aber etwas beruhigendes.

(Anbei noch ein besser getroffener Vogel aus dem Park.)


Dienstag, 24. September 2019

Die kleinen Dinge

Manchmal überfordert mich das Straßenorakel. Die Wollankstraße begrüßt mich mit Haribo Lakritzkonfekt und Kippen.

In der Invalidenstraße hat jemand einzelne Buchstaben auf die Pflastersteine gemalt, ergeben sie einen Sinn? Ist es eine Botschaft?

Ich glaube ja, dass man keine Tarot-Karten braucht, wenn man beim Spazierengehen die Augen offen lässt. Aber ein Deutungsbuch für die Berliner Straßen hätte ich doch einmal gern.

Sonntag, 22. September 2019

Der Reiher

Im Jahr 1552 begab sich bei der Hinrichtung einer Hexe in Berlin, wenn man der Chronik glauben will, folgendes: Als die Flamme des Scheiterhaufens emporschlug, streckte die Frau ihre Hand aus. Es erschien auch ein Reiher, der aber nicht sie rettete, sondern ein Stück ihres Pelzes aus der Glut zog und wieder davon flog.

Man erzählt sich, dass nahe des damaligen Richtplatzes im Herbst die Stauden und Königskerzen oft verdorren und die Gestalt der Zauberin annehmen, die ihre Hand nach Rettung ausstreckt und nicht verstehen kann, dass ihr mächtiger Freund sie alleine lässt. Diese Pflanzen zu berühren soll Unglück bringen. Am Nordbahnhof, nahe des Gartenplatzes, wo Galgen und Scheiterhaufen standen, sieht man das heute noch. Die Einheimischen versuchen einen vom Fotografieren abzuhalten oder tun so, als sei nichts zu sehen. Den Grund dafür wagen sie aber nicht zu nennen.



(Kurze Notiz: Ausnahmsweise ist nicht alles erfunden. Die Geschichte mit dem Reiher hat sich zwar wohl nicht so ereignet, sie wurde aber damals berichtet und fand Eingang in Soldan/Heppes "Geschichte der Hexenprozesse". Am Gartenplatz brannte auch der Scheiterhaufen, allerdings noch nicht im 16. Jhd. Wo immer sich die Geschichte mit dem Reiher abgespielt haben mag, es war wahrscheinlich nicht in der Nähe des Nordbahnhofs.)

(Weitere Notiz: Geschichten dieser Art bekommen jetzt hier den Tag "Instant Folk Horror". Wer so etwas mag, findet sie dann leichter wieder.)

Samstag, 21. September 2019

Das Hopfenmännchen

Das Hopfenmännchen muss zunächst ein Hallertauer Volksglauben gewesen sein - zur Hopfenzeit erzählte man sich, dass ein grünes Männchen, ganz und gar mit Hopfen bewachsen, nachts durch die Straßen der Dörfer ging.  Alle Fenster zu den Kinderzimmern ließ man offen, denn der Hopfengeruch ließ die Kinder gut schlafen, auch wenn einige merkwürdige Träume hatten. Den Kindern wurde eingeschärft, nicht aus dem Fenster zu sehen, wenn sie das Rascheln der Blätter auf den Straßen hörten.

Diese sagenhafte Gestalt wirft einige Fragen auf*, zum Beispiel, warum man an ein Hopfenmännchen glaubte, obwohl die Figur ja die (weiblichen) Hopfendolden trug. Und wie die Gestalt von der Hallertau in den Norden Berlins kam, in dem es zwar keinen Kulturhopfen, aber reichlich wilden Hopfen gibt. Und ich glaube auch, dass die Geschichten, die den Pankower Kindern von ihm erzählt werden, noch etwas schauriger sind, als die aus der guten Hallertau. 

***

Wie dieser Beitrag zeigt, ist besondere Genauigkeit kein Anliegen dieses Blogs. Und auch wenn alle Bilder hier sehr genau einem bestimmten Ort zugeordnet werden könnten, geschieht das hier eher selten. Manch einer wäre wohl überrascht über die Landkarte, die sich bei einer Zuordnung der Beiträge ergeben würde. (Einmal habe ich so etwas mal ausprobiert, bei fast 2300 Beiträgen wäre das inzwischen etwas aufwändig.)

Ausnahmsweise möchte ich aber darauf hinweisen, wie das Hopfenmännchen vor einem halben Jahr noch aussah: Das findet sich nämlich hier. 



*Bevor jemand einen Wikipedia-Eintrag anlegt: Das ist natürlich alles gerade eben von mir erfunden worden.

Mittwoch, 18. September 2019

Aktion saubere Gleise

Sicher haben sich schon einige gefragt, wie es eigentlich mit den Wischlappen in Gleisanlagen aussieht.

Erschreckend! Immer noch liegen die Dinger in den Gleisen herum, ohne dass sich eine Erklärung findet. Dieser neueste Fund liefert vielleicht einen Fingerzeig: Könnte es sich um ein Alkoholproblem handeln? (Angelnette: Unbedingt "Witz Skelett Bier" go0geln!)

Dienstag, 17. September 2019

Die Tomatencharts

1. German Gold

2. Giant Yellow Belgium

3. Gelber Dattelwein
4. Rote Johannisbeere

(Lobende Erwähnung: Black Plum.)