Everybody's fucked in their own special way

Montag, 5. Dezember 2022

Perlen

 


Weiter entfernt lagen Eichenblätter, auf denen die Wassertropfen noch gefroren waren, glitzerten wie Diamanten. Als ich fotografieren konnte, waren sie auch schon geschmolzen.

Wir haben jetzt seit über zweieinhalb Jahren unseren Sonntagsgottesdienst im Freien, in einem halb offenen Zelt. Es ist gerade sehr kalt, aber in der Kapelle des Klosters wäre es noch zu eng. Irgendwie fühlt es sich auch richtiger an, keine Mauern, kein fester Platz. Nach dem Schlussgesang trage ich immer das Keyboard wieder zurück in die Kapelle. W., der amerikanische Orgelspieler, verspricht mir immer, dass er zur Kommunion das Pink-Panther-Theme spielt, aber er hat's noch nicht gemacht.



Freitag, 2. Dezember 2022

Donnerstag, 1. Dezember 2022

Immergrünes

Bevor es kalt wird, kommen die Bäumchen ins Gewächshaus. Gerade noch rechtzeitig, denn es gibt Minusgrade.

Nach ein paar Tagen schaue ich nach.

Die Zitrusbäume haben neue Blätter.

Der Johannisbrotbaum fühlt sich wohl.

Die Olivenbäume sind stabil.

Die japanische Mispel treibt aus.

Und die Avocado?



Hrrmpf.

Dienstag, 29. November 2022

Sonntag, 27. November 2022

Entblättert

 Beim Blick auf meine Fotos stelle ich fest, dass ich eigentlich nur noch Invalidenstraße dokumentiert habe. Außer Vogelfüttern und Straße entlang gehen passiert nicht viel oder zumindest wenig, was hier in das Blog passt.

Die Blutbuchen vor dem Naturkundemuseum kann man sich aber immer ansehen.





(Ein Monat liegt dazwischen.)


Freitag, 25. November 2022

Abwechslung

 Ein Haufen Nadeln am Nordbahnhof, mit Tauben. 



Tauben sind ja hier eher unterrepräsentiert. Im Garten ist inzwischen die Erdnussbar eröffnet worden. Und brav warten Knix und Knax, die Nebelkrähen, das Eichelhäherpärchen und unsere Elstern auf die Nüsse. Die Spatzenfutterstelle war jetzt ein paar mal umgekippt, ich hatte ja die Krähen in Verdacht, aber dann konnte ich mal zusehen, wie ein Eichelhäher mit Schwung dort landen wollte und alles umschmiss.

Donnerstag, 24. November 2022

Samstag, 19. November 2022

Frost

 Auf einmal Schnee, vier Grad minus. Die Krähen und Elstern lungern im Kirschbaum rum, also starte ich mal wieder die Erdnussverkostung im Garten.

Für die Spatzen habe ich Erdnussstangen aufgehängt, so Meisenknödel-Kram. Die werden aber innerhalb von Stunden von den Krähen abgerissen und zerhackt (nicht an allem sind die Waschbären schuld). Da muss ich mir was einfallen lassen, die Spatzis brauchen ja auch etwas.



Dienstag, 15. November 2022

Umzug

 Auch wenn man manchmal denken könnte, es werde nicht mehr kalt, ist es jetzt doch an der Zeit, meine Bäumchen ins Gewächshaus zu stellen. 

Ab zweistellig Minus wird es dann wieder spannend. 

Um Platz zu machen, musste ich noch ein paar Sachen abernten.







Donnerstag, 10. November 2022

Der rote Teppich

Heute so viele Leute gesehen wie schon lange nicht mehr. Macht zwar Spaß, ist aber auch anstrengend. 

Außerdem über den roten Teppich gegangen. 


(Ich hätte heute auch lieber ein Eidechsenfoto unter der Überschrift "Business Lurch" eingestellt, aber man muss nehmen, was man hat.)

Mittwoch, 9. November 2022

Dienstag, 8. November 2022

Dämmerung

Mülleimer sind nützlich. Wenn sie keinen Boden haben, dann natürlich nicht mehr so. Aber irgendwie ist es beruhigender, wenn der Müll unter dem Eimer liegt als einfach so auf der Straße.

Im Moment habe ich viele Tätigkeiten, die so nützlich sind wie dieser Mülleimer in der Wollankstraße. Es ist nicht abzusehen, dass sich das kurzfristig ändert, die Welt ist gerade so. Das mag auch dazu führen, dass die Blogposts hier noch unergründlicher werden. Aber da müssen wir durch.



Samstag, 5. November 2022

Am Humboldthafen

Der Himmel ist so grau, dass man anstelle der Sonne nur ein hellgraues Loch sieht. Es ist kühl, ich sitze allein am Wasser mit meiner Leberkässemmel. Keine Nebelkrähen, also habe ich Erdnüsse als Nachspeise.

Heute sind die Möwen hier, sie ziehen über den Hafen. Auf dem Wasser ist eine einzelne Ralle, die ab und zu rallt. Daneben sind die zwei Schwäne, die genau wie die Möwen nur an einzelnen Tagen zu sehen sind. Wechseln sich die Vögel hier ab?

Keine Ausflugsboote mehr, aber ein kleines Boot mit Außenborder kreuzt den Hafen, drei Männer mit orangefarbenen Westen sitzen drin. Ich wundere mich kurz, es dauert eine Zeitlang, dann kommt es zurück, die Schwäne werden nervös. Einer der Männer steigt aus und macht mit einem Laubbläser den Weg unten am Wasser sauber. Die Motorboot-Laubbläser-Brigade also.

Zeit, wieder an den Schreibtisch zu gehen.



Freitag, 4. November 2022

Bürgerpark

 

Nicht mehr lang und da steht der Weihnachtsbaum. Was für ein merkwürdiges Jahr.

Mittwoch, 2. November 2022

Sonntagnachmittag

Die Spatzen sitzen in der Dachrinne und strecken uns den Hintern zu. Ein Düsenflugzeug fliegt in den blauen Himmel. Die Feige wird langsam kahl.



Montag, 31. Oktober 2022

Hungrige Gäste

 Letzthin plumpste etwas lautstark aus der Feige, als Frau Ackerbau morgens die Terrassentür öffnete. Was konnte das nur gewesen sein? Derlei Rätsel haben bei uns ja immer nur eine Lösung: die Waschbären haben rausgefunden, dass reife Feigen schmecken. Das schmerzt mich deutlich mehr als die Okkupation des Kirschbaums. Frau Ackerbau meint, man muss auch das Positive sehen: es liegen weniger überreife Feigen auf dem Boden. Je nun.



Ich grabe immer brav die Tulpenzwiebeln wieder ein, die Rocky Waschbär for reasons best known to himself ausgräbt. Derweil picken die Spatzen Löcher in die letzten Äpfel. 



Soll sich jeder wohl fühlen. Bei uns ist noch kein Gast hungrig nach Hause gegangen.

Sonntag, 30. Oktober 2022

Im Prenzlauer Berg

Das Wetter zu warm, alle anderen irgendwo im Urlaub. Wir stecken in Pankow fest. Also fahren wir am Samstagnachmittag drei Stationen mit der U-Bahn Richtung Kastanienallee um ein bisschen Urlaubsgefühl zu bekommen.

Vor Jahrzehnten haben wir in der Nähe gewohnt, jetzt ist nicht mehr viel zu erkennen, das Schwarzsauer gibt es noch, Fahrrad Linke, den Prater, Vokuhila und Franz & Joseph, den Plattenladen. Ich motze ein bisschen rum, aber letztlich passt es ja, ändert sich halt alles. Wahrscheinlich merkt man halt nur, dass man alt ist. Wir schlendern die Oderberger entlang, lauter seltsame Kneipen. Mir kommt ein bärtiger Vater entgegen, der einen Kinderwagen schiebt, aus dem eine Craftbeerflasche fällt. Ein bisschen zusammenreißen könnten sich die Leute doch.



Wir setzen uns vor einen mexikanischen Laden, essen Nachos und trinken Happy-Hour-Cocktails. Ich erinnere mich, dass wir am 5. oder 6.7.2001 auf der anderen Straßenseite saßen und irgendeine Ramones-Revival-Band spielte, die ein Lied der eben verstorbenen Hannelore Kohl widmeten. Lang ist's her.

Vom Kurzurlaub kamen wir dann mit Schienenersatzverkehr rechtzeitig vor 8 nach Hause. Kann man nicht meckern.

Freitag, 28. Oktober 2022