Everybody's fucked in their own special way

Dienstag, 30. Juni 2020

The end of silence

Berliner-Flughafen-Geschichten enden immer als Farce. Manchmal vergesse ich das, deswegen hatte ich mich vor ein paar Wochen gefreut, als diskutiert wurde, dass Tegel schon am 15.6.2020 (vorläufig) geschlossen werden soll. Man hätte es ahnen können: Geschlossen wurde natürlich noch nichts und so langsam beginnen die Flugzeuge wieder zu fliegen. Zwar nicht so wie die letzten Jahre, wo man zwischen 6 und 8 und 21 und 23 alle fünf Minuten einen Start oder eine Landung hatte, aber schon noch ausreichend. Man kann dann jeweils die Unterhaltung für eine Minute einstellen, weil man eh nichts mehr hört. 

Heute saß ich im Arbeitszimmer in einer Videokonferenz und habe nicht sofort das Mikrofon auf stumm gestellt, als der Flieger kam. Ergebnis war, dass auch alle anderen nichts mehr hörten. Fast zwanzig Jahre habe ich mir den Krach eher stoisch angehört, aber so langsam mag ich nicht mehr.

Ein bisschen später hörte ich dann zwar keine Flugzeuge, aber knapp zwei Meter über mir ein dumpfes Rumpeln, gefolgt von zweistimmigem angestrengtem Tschilpen. Während ich bei der Arbeit sitze, haben also die Spatzen  Geschlechtsverkehr in der Dachentwässerungsanlage über mir [hier hätte man natürlich auch "vögeln" schreiben können, aber manchmal siegt auch bei mir das stilistische Empfinden über einen billigen Witz]. Wenigstens brauchen sie nicht lang. 

Für den Fall, dass Tegel am 15.6. dichtgemacht hätte, hatte ich den vagen Plan, laut brüllend und als Flugzeug verkleidet durch den Bürgerpark zu laufen. Ob ich das am 1.11. - das ist ja jetzt wieder die Deadline - auch machen werde, weiß ich noch nicht. Ich heb mir aber mal ein paar alte Kartons für die Flügel auf.

(Auf dem Foto sieht man übrigens die zwei Hände meines Wolken-Golems, die vergeblich versuchen, das Flugzeug zu packen.)

Montag, 29. Juni 2020

Regen

Sehr willkommen. Unter dem Vordach sitzen und zusehen. Den Pflanzen gefällt der Wechsel zwischen tropischerHitze und Platzregen gut, mein Johannisbrotbaum bekommt neue Triebe, die Limette setzt Früchte an.

Die Kartoffeln haben Krautfäule. Das wird nichts dieses Jahr.

(Noch schlimmer: Sieht nach Drahtwürmern aus.)

Freitag, 26. Juni 2020

Der akustische Rorschachtest

Jeder kennt es, dass das, was man zu sehen meint, mehr durch die eigenen Erwartungen bestimmt wird, als durch die Wirklichkeit. Dieses Blog beruht ja auch zu einem großen Teil auf dem billigen Taschenspielertrick, Bilder durch Text oder Überschriften in einen unerwarteten Kontext zu setzen, so dass man plötzlich darauf ganz andere Dinge sieht.

Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei Dingen, die man hört, nur gibt es hier seltener Beispiele (über eines habe ich an anderer Stelle mal geschrieben, aber da ich gerade zu faul zum Suchen bin und ich mir auch nicht sicher bin, ob ich diesen Aspekt in der Beschreibung genügend gewürdigt habe, gibt es kein Link).

Heute bin ich den Weg vom Invalidenpark Richtung Robert-Koch-Platz gegangen, etwa auf der Höhe der Fußgängerampel hörte ich ein rhythmisches Stampfen. Ich sah, dass die Heavy-Metal-Pizzeria geöffnet war und dachte, dass Giancarlo heute wohl besonders schlechte Laune haben musste, wenn er so laut Musik hörte. Allerdings hörte sich der stampfende Rhythmus auch eher nach Industrial an, weniger an den Old-School-Heavy Metal, den er normalerweise hörte. Je näher ich an die Pizzeria kam, desto klarer wurde, dass die Geräusche woanders herkamen. Was ich für Heavy-Rhythmus gehalten hatte, war eher ein Trommelschlagen einer lauten Menge. Ich versuchte herauszufinden, wo die Demonstration genau war - am Invalidenpark und am Platz vor dem Neuen Tor demonstrieren immer wieder mal welche. Bei den nächsten Schritten hörte ich zwar immer deutlicher die demonstrierende Menge, sehen konnte ich sie nicht. Langsam wandelte sich das Geräusch, war es vielleicht von der Baustelle am Charité-Hochhaus? Als ich an der Hannoverschen Straße war, sah ich dann hinter einem Haus den wirklichen  Ruhestörer: Ein Bauarbeiter bearbeitete den Bürgersteig mit einem Rüttler, das Geräusch war zwar laut, aber nur mäßig rhythmisch. Die ganzen Zuschreibungen hatten nur in meinem Kopf stattgefunden, bei dem Versuch, das ungewohnte Geräusch irgendwie einzuordnen.  Meinen Augen traue ich ja schon lange nicht mehr, meine Ohren haben aber anscheinend auch Probleme.

Mittwoch, 24. Juni 2020

Essensgäste

Mein Mittagessen habe ich im Invalidenpark mit den Spatzen geteilt. Sie blieben wachsam, holten sich dann aber doch jeden Brösel, der von meiner Laugenstange runterfiel.

Vielen sind Spatzen nicht spektakulär genug, manche fürchten den Schaden, den sie anrichten. Ich mag die kleinen Närrchen, auch wenn sie mal wieder alle Rote-Bete-Pflänzchen zerbissen haben.

Letzhin genoss ein Buntspecht schweigend ein paar Kirschen bei uns im Baum. Ich war ganz entzückt, weil das letzte Mal hatte ihn die Katze verjagt. C., die auf Besuch war, fand aber auch Buntspechte zu gewöhnlich, weil die in Brandenburg überall rumflattern. Ob wir nicht einen Grünspecht hätten?

Später kamen dann die Junikäfer, wie immer schwirren sie für eine halbe Stunde in der Dämmerung um den Kirschbaum. Ich wollte einen fangen, es gelang nicht, der Kater hatte mehr Glück. Geschmeckt hat er aber wohl nicht.

Montag, 22. Juni 2020

Zwischenstände


Die Kirschen sind dieses Jahr zahlreich und schmecken eigentlich ganz gut. Das ist neu. Klein sind sie aber trotzdem noch. Wir haben aber mal ein bisschen geerntet, für Marmelade. Nur das Entkernen ist eine Plage mit den kleinen Schussern.

(Nachtrag: Wenn ich den Post drei Stunden später geschrieben hätte, hätte er: "Wie Kirschmarmelade Ihre Ehe gefährdet" geheißen, das hätte ein paar zusätzliche Leser eingebracht.)

Wir haben einen neuen Amselhahn, noch relativ klein, aber er singt schön. Ich musste zweimal um den Baum gehen, bis ich ihn endlich entdeckt habe, man sieht die Amsel vor lauter Kirschen nicht.

Das Projekt "Griechischer Salat" läuft so einigermaßen. Der Workstream "Gurke" ist allerdings bislang am ehesten on track.



Freitag, 19. Juni 2020

Die ersten Kartoffeln

Letztes Jahr waren die Kartoffeln so winzig, dass offenbar noch viele nach dem Umgraben im Hügel blieben. Die haben dann schon ausgetrieben, als ich meine eigentlichen Setzkartoffeln erst gelegt habe.

Diese Wildkartoffeln sind ein bisschen zwiespältig, weil man sich mit ihnen Pflanzenkrankheiten in die Erde holen kann. Als bei einem Pflänzchen die Blätter welk wurden, habe ich es deswegen auch besser entfernt und dabei meine ersten Kartoffeln in diesem Jahr geerntet. Auf dem Bild sieht man ganze 120g, die Sorte dürfte Belle de Fontenay sein.




Donnerstag, 18. Juni 2020

A gmahde Wies

Vor Jahren hatten wir mal Rasen, inzwischen runkelt dort alles mögliche vor sich hin. Ausgiebiges Fußballspiel und Bäume, die den Großteil des Wassers beanspruchen, helfen da auch nicht sonderlich. In der Nachbarschaft ist automatische Bewässerung und Mähroboter Standard, ich mag das aber nicht. Nachdem die Kinder auch nicht mehr auf dem Rasen spielen, kann man es auch entspannter sehen. Merke: Blumenwiesen sind toll, kleine Kinder, die täglich einen Wespenstich bekommen, weniger.

Jetzt tobt der Kampf, welche Spezies sich am besten etablieren kann. Von der Ferne betrachtet, würde man auf Weißklee tippen, von Nahem sieht man noch ganz anderes.

Ich hab mal ein repräsentatives Tableau ausgerupft: Himbeeren, Rucola und Oregano haben den Weg von den Beeten in den Rasen gefunden. Teile des Rasens sind praktisch unter Oregano-Kontrolle, das ist sehr aromatisch beim Mähen. Hopfen findet man auch, Frau Ackerbau versucht ihn zwar jedes Jahr zu vernichten, der Hopfen bedankt sich mit juckenden Striemen durch seine Widerhäkchen, und  taucht trotzdem immer wieder auf. Der Kampf gegen den Hopfen kann der Mensch nicht  gewinnen. Wenn Frau Ackerbau eine Zeitmaschine hätte, würde sie wohl nicht zurückreisen, um rechtzeitig Diktatoren zu töten, sondern um mich zu hindern, Hopfen im Garten zu pflanzen. Immerhin ein Vermächtnis, das mich lange überdauern wird.

Blümchen gibt's auch, Gänseblümchen, Löwenzahn, irgendetwas Hahnenfußartiges, eine Art Wicke und dieses Kraut mit den klitzekleinen gelben Blüten (in diesem Fall: Feldklee), und das, was vielleicht Storchenschnabel ist. Man (ich) weiß so wenig. Wenn M. noch lebte, wüsste er's auch nicht, würde mich aber darauf hinweisen, dass er es sofort bestimmen könnte, wenn er denn wollte. Das stimmte, wollen tat er dann aber meistens nicht.

Dann Breitwegerich und dieses Zeug, was überall so hochschießt und man denkt, wie schön es wohl blühen wird, aber dann hat's gar keine Blüten. [Prima Metapher, unbedingt in einem anderen Post nützen. So deep!]

Die Mäusegerste heißt freundlich, wächst aber leider nur auf dem Randstreifen, nicht auf dem Rasen, sonst hätte ich ein wogendes Getreidefeld.

Und ein bisschen Gras wächst auch. Noch.


Dienstag, 16. Juni 2020

Nach dem Regen



Diese Winzel hätten mal Kastanien werden sollen. Aufgeschnitten sieht man, dass alles schon angelegt ist.



Samstag, 13. Juni 2020

Kirschenzeit

Über Nacht haben die Kirsche Farbe bekommen. Es sind viele, aber sie sind klein. Der Geschmack ist eher streng.

Das stört die Vögel nicht, die jetzt auf Besuch kommen. Der Kirschbaum ist Treffpunkt, die Spatzen werden von den Staren vertrieben, die Stare von den Amseln, die Amseln von den Tauben, die Tauben von den Elstern, die Elstern von mir. Die kleinen Vöglein werden wieder die Kirschen aufpicken, die am Boden liegen und die bösen Katzen werden versuchen, die kleinen Vöglein aufzupicken.
Irgendwann hört es dann genauso schlagartig auf wie es angefangen hat.

(Dieser Vogel ist dringend verdächtig des Kirschendiebstahls.)*

*Hier steht Kirschendiebstahl, weil ich zu faul war, den Genitiv von Obstbaumvandalismus nachtzuschlagen.

Mittwoch, 10. Juni 2020

Samsara in der Invalidenstraße

"Samsara (Sanskrit, n., संसार, saṃsāra; [...]) ist die Bezeichnung für den immerwährenden Zyklus des Seins, den Kreislauf von Werden und Vergehen [...]  in den indischen Religionen Buddhismus, Jainismus und Teilströmungen des Hinduismus" (Wikipedia)

Vielleicht ist die Invalidenstraße eine buddhistische Installation? Oder zumindest die Ecke Invalidenstraße/Caroline-Michaelis-Straße? Dort ist der ewige Kampf der Entropie gegen das Straßenbauamt Mitte zu besichtigen. Lang bleibt alles wie es ist, fast unsichtbar ist der Wandel, langsam löst sich ein Stein, dann noch einer, alles löst sich auf... aber dann ist schon wieder das Straßenbauamt zur Stelle und pflastert neu. Ich gehe daran vorbei, es vergehen Wochen, Monate, vielleicht Jahre und irgendwann geht es wieder von vorne los. Aber im buddhistischen Lebensrad fand ich weder Straßenbauamt noch Pflasterstein. 

Vielleicht will die Invalidenstraße auch nur die alte Weisheit des Predigers vermitteln:  Für alles gibt es eine bestimmte Stunde, Und für jedes Vorhaben unter dem Himmel gibt es eine Zeit: [...] Zeit fürs Steinewerfen und Zeit fürs Steinesammeln.

(Und wie ich das Zitat heraussuche, lese ich, wie der Vers weitergeht: Zeit fürs Umarmen und Zeit fürs sich Fernhalten vom Umarmen. Das Fernhalten vom Umarmen habe ich früher nie recht verstanden; jetzt, glaube ich, schon.)


Dienstag, 9. Juni 2020

Ausbruchsversuch im Schuhkarton



...gestrandet in der Pichelswerder Straße.

(Lesen Sie morgen: Der Bund der Gefährten zerbricht.)

Sonntag, 7. Juni 2020

Die Kerzen des Königs

Berlin baut Königsschlösser nach, gekrönt von Kreuzen mit Widmungen an Versandhausmagnate. Als Diskussionsangebot für Leute, die Preußen, Kreuze oder Versandhäuser nicht mögen. Wahrscheinlich muss man froh sein, dass die Widmung nicht Jeff Bezos gilt, aber das Jahrhundert ist ja noch jung.

Ich halte nichts von Königen und Schlössern, mag aber die Königskerzen, die gerade wieder zu wachsen und bald auch zu blühen beginnen.



Jede Woche ein Stück größer, bald auch wieder golden blühend, keine Reinszenierung vermeintlich glorreicher Vergangenheit, sondern gegenwärtige Schönheit, solange sie eben grünt. Scheint mir in der beiläufigen Herrlichkeit besser zu Berlin zu passen als monarchische Mehrzweckhallen mit Ankleb-Ornamenten, aber ich bin ja nur zugereist. Und wer an seinen Gott denken will, kann das wahrscheinlich besser an einer Königskerze, der Blume des Feldes, als bei einem Versandhausspenden-Kreuz auf einem Staatsbau.


Samstag, 6. Juni 2020

Im Morgengrauen

Ort: Eine abgelegene Nebenstraße in Pankow. Es dämmert gerade, die ersten Vögel beginnen zu singen. Die Straße ist noch nass von nächtlichem Regen. Niemand ist unterwegs, doch da taucht von fern eine Gestalt auf: Ein stämmiger mittelalter Herr, der barfuß und nur mit Unterhosen bekleidet eine Blechschüssel vor sich herträgt.

Kamera zoomt auf den Mann, das Bild bleibt stehen. 

Stimme des Erzählers: "Ja, das bin ich. Um zu verstehen, wie ich in diese Situation kommen konnte, müssen wir allerdings noch einmal eine Viertelstunde zurückgehen."

***

4 Uhr nachts. Ich wache auf, weil die Katze wild herummaunzt. Das ist ein untrügliches Zeichen, dass sie irgendeine Beute ins Haus geschleppt hat. Das letzte Mal hatte ich beschlossen weiterzuschlafen, damals fanden wir dann einen Tag später eine Maus, die sich im Badezimmer versteckt hatte. Also will ich nach dem rechten sehen. Im Bad sitzt May beleidigt in der Badewanne. Dort schleppt sie normalerweise ihre Opfer hin, weil die Mäuse aus der Badewanne nicht entkommen können. Allerdings sehe ich keine Maus. Einer der Jungen hat ein Handtuch an der Badewannenkante liegen lassen, ich hebe es hoch, das ist normalerweise eines der letzten Mäuseverstecke. Aber da ist keine. May springt noch mehr beleidigt aus der Wanne und verschwindet aus dem Bad. Ich will das Handtuch zurück legen, da fällt auf einmal doch ein Mäuschen heraus und verschwindet gleich hinter dem Wäschekorb. Ich mache die Tür zu und gehe runter in die Küche und hole eine Blechschüssel. Frau Ackerbau, die inzwischen auch aufgewacht ist, hat schon ein großes Stück Pappe. Zu zweit versuchen wir die kleine und äußerst agile Maus einzufangen, die rennt allerdings in größter Geschwindigkeit die Wand des Badezimmers entlang. Bei der zweiten Runde erwische ich sie mit der Blechschüssel. Pappe runtergeschoben, Schüssel umgedreht. Ich bin zwar äußerst ungenügend angezogen, aber immer noch straßentauglicher als Frau Ackerbau. Also nehme ich die Schüssel, gehe wie ich bin zur Tür hinaus und bringe die Maus weit genug von der Killerin weg. Normalerweise bringen wir die Mäuse bis zum Bürgerpark, das ist mir dann allerdings doch zu weit. Ausnahmsweise kippe ich also das Mäuschen dem übernächsten Nachbar in die Hecke. Bevor mich irgendjemand sehen kann, bin ich wieder zuhause. (Nicht, dass es in Berlin irgendjemand stören würde, wenn man nachts barfuß und in Unterhosen Mäuse spazieren trägt.)

(Everyone loves a handsome killer.)

Freitag, 5. Juni 2020

Schwund

Bei meinen wöchentlichen Ausflügen ins Büro kann ich nicht nur sehen, wie sich die Pflastersteine auf der Invalidenstraße lockern, sondern auch, was die Vermehrung der Amseln im Innenhof so macht. Gutes Zeichen: es zilpt, das heißt, die Jungen sind schon geschlüpft. Die Eltern geben sich immer noch größte Mühe, das Nest versteckt zu halten. Nicht ohne Grund, es war dann auch eine Nebelkrähe im Hof, sich umschauend.

Da fiel mir der merkwürdige Schmutz am Boden auf.

Bei näherer Betrachtung sah ich dann auch das Opfer. Hoffen wir mal, dass es die weiteren Jungamseln überstehen.

Wie nicht anders zu erwarten, blieb der emotionale familiäre Beistand aus:

Mittwoch, 3. Juni 2020

Entropie

Nachdem es fast ein Jahr gedauert hat, bis sich der erste Pflasterstein gelockert, geht es jetzt schon schneller. Die erste Lücke ist da, die festgefügten Reihen kommen ims Wackeln.

Mal sehen, wie es nächste Woche aussieht.

Dienstag, 2. Juni 2020

Die Wollmispel

Vor drei Jahren, M. und ich saßen in Korfu beim Elyseos als es als Dessert merkwürdige Früchte gab. Schmeckten nicht schlecht, hatten Kerne, und nach etwas nachforschen kamen wir darauf, dass es sich um Wollmispeln handelte. Die haben nichts mit den sonst bekannten Mispeln zu tun, wachsen auch nur im mildeten Klima. Vom Balkon der Ferienwohnung sahen wir dann auch den Mispelbaum, von dem Elyseos geerntet hatte.

Den Kern habe ich dann eingepflanzt und das Pflänzchen durch drei Winter gebracht. Frucht tragen wird es in Berlin eher nicht. (Die Papierfrau hat noch mehr Erfahrung mit der Wollmispel-Aufzucht.)