Everybody's fucked in his own special way

Montag, 22. Mai 2017

Verirrte Seelen unterwegs (2)

Das Frühstück hier ist bemerkenswert - Kaffee, Croissant, Obstsalat, Wurst, Käse, Orangensaft. Während ich frühstücke kann ich den Rauschschwalben zusehen, die über meinem Kopf Kunststücke fliegen.

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Ich fahre nach Agios Georgios, an den Strand. Zunächst denke ich, ich hätte mich wieder verfahren, weil es wieder in Serpentinen nach oben geht, aber der Weg ist richtig und ich komme zur Hauptstraße. Die Karten sind alle eher ungefähr.

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In einem Ort sind die Straßen mit KP beschmiert. Nach etwas Nachdenken fällt mir ein, dass das Kalo Pascha, Frohe Ostern, heißt (die kommunistische Partei heißt KPE). Auf einem Abbruchhaus steht "Jesus ist auferstanden" in großen weißen Lettern.

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(Parabel auf die politische Berichterstattung, die Weltläufe oder was weiß ich)

- Was siehst du in den Wolken?

- Einen Totenkopf mit Trump-Frisur.

- Und hier?

- Auch.

(Kurze Überlegung, ob das Foto der Wolke, die aussieht wie Prinzessin Leia beim Kacken die politisch/poetische Kraft dieser Parabel schwächen würde. Ist wohl so.)

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Die alten Griechen erzählen sich, dasd die Seelen der ertrunkenen Seeleute in den Kieseln gefangen seien. Wenn man sie ans Ohr halte, höre man sie schreien.



(Natürlich erzählt niemand sich so einen Stuss. Und wenn, würde ich es eh nicht verstehen. )

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Ich trinke einen Frappé und esse einen griechischen Salat. Das Lokal füllt sich langsam mit den verschiedensten Nationalitäten. Ein Schweizer ohne Zähne, Holländer, Deutsche. Am Nebentisch liest eine Frau ihrem Mann aus dem Reiseführer vor. Der Mann steht mitten im Satz auf, geht zum Terrassenrand, macht ein Foto, kommt wieder zurück. Die Frau macht ihm Vorwürfe wegen dieses Verhaltens. Er entgegnet nur, sie sei ja immer so schnell eingeschnappt. Die Mitmenschen, die man unwillkürlich beobachtet, sei es, dass sie vordrängeln, dummes Zeug erzählen oder sich streiten, sind ja eigentlich meist nur ein Zertspiegel der eigenen schlechten Eigenschaften. Aber man weigert sich, den Spiegel zu erkennen und kann alle Dummheit und Niedertracht nur den anderen zuschreiben.

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Das Wasser ist frisch, aber nicht unangenehm. Es geht ein Wind, es gibt Wellen. Glücklicherweise hat mir Kindergartenfreund M. vor Jahren mal eine Schwimmbrille mit geschliffenen Gläsern, -8.0 und -6.0 Dioptrien gemacht. Ohne Brille sehe ich nix, wenn ich meine im Meer verlöre, hätze ich ein größeres Problem.

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Mein Autofahrerlebnis wird sogar noch besser, als ich endlich herausfinde, wie man im Radio einen Sender richtig einstellt. Mit der 60er Jahre Schlagerfassung der Rembetika-Musik kurve ich über die Straßen.

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An diesem Schild standen Frau Ackerbau und ich schon auf unserer Hochzeitsreise. Nach langer Analyse hatten wir uns für einen langen Weg durch die Olivenhaine entschieden, allerdings standen wir nach einer Stunde wieder an genau der gleichen Kreuzung. Ich habe heute mehr Glück.

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Ich fahre zum Korrission-See, ein Binnensee, nur durch Dünen vom Meer getrennt. Ich freue mich auf das Gehen, vom Auto aus verpasst man dich viel. Ich war früher im Urlaub fast immer zu Fuß unterwegs, ich hatte allen Grund sparsam zu sein. Ich kannte deswegen die Umgebung um Umkreis von 2 km meist ganz genau, hatte aber oft die wesentlichen Sehenswürdigkeiten nie gesehen. Dann muss man sich eben selbst die Sehenswürdigkeiten bestimmen (in diesem Satz liegt ein Teil der Erklärung für diesen Blog).

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Ich wundere mich über den süßlichen Geruch in der Luft, der so gar nicht zu einem See passt. Dann sehe ich's: es ist der blühende Ginster. Vor ziemlich genau zwanzig Jahren war ich tausende Kilometer nördlich auf Islay, da blühte und roch der Ginster auch.


Am See gibt es reichlich zu sehen. Ein paar Strandschönheiten:


Bücher, die jemand liegen ließ:



Aber manchmal ist der große Stein, der aussieht wie ein Schildkrötenpanzer dann doch wirklich ein Schildkrötenkadaver.


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Ich kaufe ein paar Vorräte ein, der Verkäufer erzählt mir, dass heute ein großes Fest, der Namenstag von Kostas und Eleni, ist (also wird die halbe Insel Namenstag haben).

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Hier zeigt sich, es kommt nur auf die Perspektive an:

Blick nach Osten.

Blick nach Westen.

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Auf meinem Balkon höre ich wieder den Rauchschwalben zu und unterhalte mich über Twitter bei einem Bier. Eine Elster taucht auf, wird aber von den Rauchschwalben mit einem Schnabelhieb auf den Kopf begrüßt und verjagt.

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Am Abend 50 m zur Taverna, ich teile mir kleine Fische mit der maunzenden Katze. Der Kellner vergißt mich, aber das macht nichts. Zum Schluß wieder einen Ouzo aufs Haus, definitiv zu viel.

Sonntag, 21. Mai 2017

Verirrte Seelen unterwegs (1)

Ich muss um 3:40 Uhr aufstehen. Meine letzte Erfarung vor ein paar Jahren hat mich gelehrt, dass man das Einchecken bei frühen Ferienfliegern sehr ernst nehmen muss. Der Taxifahrer hat das Radio an, es läuft Klaus Lage. Zu meinem eigenen Erschrecken stelle ich fest, dass "Tausend Mal berührt" gar nicht so schlecht ist.  (Ich habe das jetzt nur geschrieben, damit noch mehr Leute diesen furchtbaren Ohrwurm haben.)

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In Tegel herrscht tatsächlich Chaos. Hunderte, meist ältere Leute haben sich mit Gepäckwägelchen in Position gebracht. Vor den Schaltern sind Absperrungen, deren System nicht nachzuvollziehen ist. Mir ist's wurscht, denn ich habe ja extra zusätzliche Zeit eingerechnet. Alle Umstehenden beobachten sich, ob irgendjemand drängelt. Die jeweiligen Manöver werden von den Reisegruppen kommentiert. Da wir alle gleichzeitig losfliegen, auch wenn sich jemand am Schalter vordrängelt, verstehe ich die Aufregung nicht ganz. Mein Vorsatz seit Jahren ist ja, mich nur über Dinge aufzuregen, die irgendwie bedeutsam sind. Gelingt nicht immer.

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Mir kommt der Gedanke, dass ich es in dieser Umgebung relativ einfach zu einem Vorbild an guter Kleidung und Stil bringen könnte. Es bleibt beim Konjunktiv, mit Flannelhemd und Adventure Time T-Shirt reihe ich mich zwanglos in die Parade des schlechten Geschmacks älterer Herren ein.

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Es geht nicht richtig vorwärts, an der Seite bastelt ein großer Mann mit Strohhut die Absperrungen so um, dass er ohne anzustehen gleich dran kommt. Entgegen meiner Vorsätze nervt mich das. Das ist so die Type, der das Testestoron aus den Ohren rausläuft. Später sehe ich ihn im Duty Free, wie er Schnaps für den Korfu-Urlaub einkauft.

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Das Flugzeug hat 30 Minuten Verspätung und ist zu meiner Überraschung von einer spanischen Linie, mit spanischer Besatzung. Aber wenn man Airberlin bucht, wundert einen ja nix mehr. Die Kotztüten sind aber von Airberlin, mit merkwürdiger Aufschrift:


 Als wir einsteigen, beginnt ein feiner Regen. Während des Flugs kann man sich die interessantesten Wolkenformationen von oben ansehen.



Ich lese im Reiseführer, weil ich noch nichts geplant habe. Der Versuch, Urlaub wie vor dreißig Jahren zu machen.

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Nach der Ankunft stehe ich am Mietwagenschalter an. Ganz vorne in der Schlange wieder der große Mann mit Strohhut.  Ich spüre aufsteigenden Ingrimm, über den ich mich selbst wundere. Zum Zen-Buddhismus ist es noch ein Stück hin. ...umso mehr, als es gar nicht der Typ vom Check-in ist, wie ich später feststelle.

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Als Mietwagen habe ich einen Fiat Panda. In Berlin fahre ich selten Auto, auf griechischen Inseln macht's mir Spaß. Radio auf griechische Dudelmusik eingestellt, los geht's. Eigentlich muss man hier immer so fahren, dass man unmittelbar anhalten kann. Verkehrsregeln sind dann nicht so wichtig, aber jeder hat immer alles gut im Blick. Ich habe mir einen Ort im Süden der Insel heraus gesucht, den ich noch nicht kenne, will dorthin über eine Nebenstraße, fahre natürlich verkehrt und schlängele mich über einen Berg. Viele schöne Dinge am Straßenrand, aber leider keine Möglichkeiten anzuhalten. Früher war das einfacher, da war ich zu Fuß unterwegs. Allerdings hatte ich damals auch nur einen Fotoapparat mit 16 Bildern dabei.

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Der Ort, den ich mir ansehen wollte, beeindruckt mich nicht besonders. Also fahre ich noch ein Stück weiter. In einer Bar an einem Strand trinke ich meinen ersten Frappé.  Hier scheint zwar nichts los zu sein, aber die Gegend ist schön. Ich frage nach Zimmern und werde 100 m weiter geschickt. Wir werden uns schnell einig, ich werde vom Zimmerwirt noch gezwungen, einen Ouzo mit ihm zu trinken, was ich gerne tue. Er hat lange in Deutschland gearbeitet.
video

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Jetzt ist Zeit für einen Mittagsschlaf. Vor meinem Zimmer sitzen Rauchschwalben auf den Stromkabeln und schwätzen. Ein Zwitschern mit wenig Tonvariationen, meist mit einem Pfiff beendet. An der Pensionswand haben die Schwalben ihre Nester und füttern den Nachwuchs.

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Am Abend erkunde ich die Umgebung weiter. Ich esse in einer Taverna einen gegrillten Krakenarm, bei weitem der beste, den ich bislang hatte.

Der Wirt spendiert mir auch einen Ouzo : Heute wie vor dreißig Jahren - die Griechen haben Mitleid mit Alleinreisenden. Damals war ich oft schon besoffen von den ganzen Sachen, die mir ausgegeben wurden, ohne selbst etwas bestellen zu müssen. Auf dem Rückweg blinken Glühwürmchen in den Olivenhainen, wie verirrte Seelen, die mich vom Weg locken wollen.

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Ein Absacker in der nahen Strandbar. Ich bin der einzige Gast, außer meinem Zimmerwirt.

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Ende Tag 1.

(Anmerkung: Das ist alles auf dem Handy geschrieben, deswegen wohl leider mehr Tippfehler als gewohnt.)

Samstag, 20. Mai 2017

Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf

Ich bin die nächsten Tage unterwegs und weiß noch nicht, ob ich zum Bloggen komme. Vorbereitet habe ich auch nichts. Also: nicht wundern, wenn es hier nicht so regelmäßig zugeht wie ansonsten.

Freitag, 19. Mai 2017

Vollflorist (2)


Eine alte Tradition: In irgendeinem alten Kübel wächst unbemerkt irgendein Grottenstengel heran, während die betreuten Kräuter vor sich hinmickern und freudlos verrecken.

Hier im Bild: eine unvermittelt empor geschossene [sollte ich das noch einmal kurz nachschlagen? Ach, nö, lang und gelb, was soll das schon sonst sein.] Königskerze Dingens. Nie gepflanzt, nie gegossen, nie betreut. Weiß der Teufel, wo die herkommt. Fragt nicht, wie gerade meine gehätschelten Tomätchen aussehen.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Neues vom Humboldthafen




Stillschweigend werden die alten Artefakte (Experten vermuten einen Tempel des Yog-Sothot) entfernt und zerstört.

Dienstag, 16. Mai 2017

Rosenthaler Platz


Mit J.S. zum Groben Unfug, weil ja Gratis-Comictag war. Gratis-Comics kriegt man allerdings nicht mehr, wenn man erst um 17.30 Uhr kommt. D.h., J.S. bekam schon ein Gratis-Comic, weil ich's ihm bezahlt habe. Aber es gab auf dem Weg dorthin interessante Sachen zu sehen, ich will mich nicht beklagen.





Montag, 15. Mai 2017

Wochenendbeschäftigung

Die Tomaten wurden endlich aus dem Wohnzimmer verbannt. Sie waren zu lange in dem Indoor-Gewächshaus, deswegen sind die Pflänzchen zwar sehr groß, aber dünn und schwach. Nicht überraschend, dass ich beim Umtopfen einige abgerissen habe. Natürlich gibt es auch wieder eine Reihe von Pflänzchen, bei denen die Beschriftung verloren gegangen ist, bei denen man also keine Ahnung hat, was das mal werden soll. 

Ich habe von jeder Sorte zumindest ein Pflänzchen retten können (für die Zuckertraube brauche ich allerdings noch einen Topf). Von der Roten Johannisbeere habe ich mehrere, genau wie von der Wildtomate, der Black Cherry und der German Gold. Seit langem das erste Jahr, in dem ich nur eine Gelber Dattelwein-Pflanze habe, irgendwie haben die diesmal schlecht überlebt. 

Ich hoffe mal, dass die Pflänzchen auch für die Fleischtomaten kräftig genug sind. Ich werde es rausfinden. Der eine Teil ist nun schön im Gewächshaus, der andere auf dem Tomatengnadenhof, mal sehen, ob ich noch ein paar Plätze für die Töpfe finde. Ansonsten versuche ich die Pflänzchen hier in der Nachbarschaft unterzubringen.  

Zum wiederholten Male der Vorsatz, nächstes Jahr auf diesen Größenwahn verzichten. Frau Ackerbau kichert nur leise dazu, sie kennt das ja. 

Sonntag, 14. Mai 2017

Humboldthafen

Ein Quell der Freude für mich ist der Humboldthafen. Ich habe keine Ahnung, was die dort machen - aber sieht es nicht fantastisch aus?


(Mal ganz im Ernst: Wer die Schönheit dieser Bilder nicht sieht, bekommt sofort hier sein Geld zurück.)




Samstag, 13. Mai 2017

Freitag, 12. Mai 2017

Bedeutende Dienstreisen (29)

Motto: "Somebody put something in my drink" (Ramones)


Aufstehen kurz vor fünf, ich wache schon vorher auf, weil es hell ist und die Amsel singt. Als ich ins Bad gehe und mir die Zähne putzen will, schauen mich aus den Waschbecken zwei Katzen mäßig interessiert an. Aus irgendwelchen Gründen ist das gerade der bevorzugte Schlafort der Katzen ----

--- "Herr Ackerbau, entschuldigen Sie bitte, ich weiß, Sie sind gerade sehr beschäftigt, aber ich bräuchte dringend ein Papier zu den pros and cons von Katzen im Waschbecken."
- "Hm. Ich sitze da gerade an so einem Post. Genügt es, wenn ich es Ihnen morgen in der Früh liefere."
- "Natürlich."
- "Ok."

Pros and Cons von Katzen im Waschbecken

Cons: Die Katzen stapfen vorher durch die Gemüsebeete und haben total dreckige Füße und die ganzen Waschbecken starren dann vor Dreck. 
Pros:  Wenn Katzen im Waschbecken waren, gibt es keinen Ärger, wenn man nach dem Rasieren seinen Rasierer im Waschbecken auswäscht, ohne nachher sauber zu machen.---

------ Es ist schön, wenn man kurz nach fünf aus dem Haus geht und die Sonne schon scheint. In Tegel lässt man uns über das Rollfeld zum Flugzeug gehen.

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Ausnahmsweise starten wir Richtung Osten, deswegen kann ich die Schönholzer Heide und das Sowjetische Ehrenmal in Schönholz fotografieren. 


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Über irgendwelchen Mittelgebirgen sieht man, wie der Nebel in den Hügeln hängt und irgendwie habe ich das Gefühl, ich flöge über das Auenland. 


Man merkt, wenn man in den Süden kommt: Die Felder werden kleinteiliger. Das Ganze sieht dann aus wie Patchwork. 


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Die  Ankunft in Stuttgart deutet darauf hin, dass das ganze ein eher surrealer Tag wird. 

 
Die Baustellen im eigentlichen Zielort auch:


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Eine längere Besprechung, mir wird vorher ein Streit angekündigt, der dann auch genau so durchgeführt wird.  Die Argumente und Gegenargumente werden  genauso, wie sie vorher im Gespräch ausgetauscht wurden, noch einmal vor Publikum vorgetragen. Es gehört zum Ritual, dass ich ein bisschen Prügel bekomme, die Aggression wird mit Späßchen getarnt, aber das sind Spielchen, die man als Junge in der neunten Klasse lernt. Ich lerne eine neue brauchbare Phrase, ein Mitdiskutant spricht von der Haltung des "aggressiven Abwartens". Machen wir daraus das "passiv-aggressive Abwarten" und ich bin dabei. 

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Kenner der Kunst in badischen  (ach, was weiß denn ich, wo das ist) öffentlichen Gebäuden könnten anhand des folgenden Bildes herausfinden, wo ich genau war. 

Kopflose Aktion. 

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Wieder am Flughafen wundere ich mich über die Shops, die es dort gibt:


Genauere Untersuchungen ergeben, dass es sich um eine Ausstellung beschlagnahmter Waren des Zolls handelt. 

(Die Shops sehen aber auch nicht besser aus.)



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Die letzten zwei Mal habe ich es nicht geschafft, von Stuttgart zurück zu fliegen, sondern musste unvermittelt auf den Zug umsteigen. Diesmal hat der Flug zwar eine dreiviertel Stunde Verspätung, aber ich komme zumindest in Berlin an. Angekommen stelle ich fest, dass auch Frau Ackerbau auf dem Heimweg ist, am Bahnhof Bornholmer Straße treffen wir uns (passenderweise kommt sie aus dem Osten, ich aus dem Westen). Schöner Abschluss für einen leicht surrealen Tag.

Mittwoch, 10. Mai 2017

War da nicht was?

Wie hieß der Blog noch?

Jaja, Tomaten und Kartoffeln gibt's auch noch. Die Kartoffeln habe ich letzte Woche gelegt, so spät wie lange nicht. Als ich die Furchen für die Setzkartoffeln zog, kam natürlich die Katze und meinte, ich habe ein Luxus-Katzenklo eingerichtet. Wer weiß, vielleicht fördert das das Wachstum.

Die Tomaten sind noch drinnen und bieten ein Bild des Jammers:

Sie sind schon zu groß gewachsen, müssten längst in größere Töpfe, aber bei dem Wetter kann ich die auch noch nicht ins Gewächshaus stellen. Die Stengel sind viel zu dünn. Eigentlich wollte ich das am Wochenende machen, aber jetzt sind noch einmal Temperaturen nahe am Gefrierpunkt angesagt, also warte ich noch eine Woche. Ich habe zumindest mal schon 20 Töpfe mit Erde und ein bisschen Brennesselschnitt befüllt, damit das nächste Woche schnell geht. Mal sehen, welche Pflänzchen ich auswähle (zartfühlend wie ich bin, werde ich wahrscheinlich wieder versuchen, so viele wie möglich weiter zu ziehen, auch wenn ich nicht genügend Platz habe). 

Mal sehen. 



(Die Katzen sind brav. Allerdings liegt ihr Ball unter dem Gewächshaus und ihre Pfoten sind zu kurz.)