Everybody's fucked in his own special way

Samstag, 31. Oktober 2015

Dead Flowers

(Zugleich ein Beitrag für Frau Tonaris "Rost-Parade-Projekt")

In Berlins Straßen kehrt Ordnung ein, es gibt gar nicht mehr so viel interessanten Rost auf meinen täglichen Wegen. So muss ich tatsächlich ernsthaft darüber nachdenken, wie ich die Rost-Parade befüllen kann. Allerdings schaute ich letzthin, als mich dieser Gedanke plagte, etwas genauer auf den Platz vor dem Neuen Tor und stellte fest, dass dort eigentlich die idealen Objekte sind. Ich habe zwar eine gewisse Abneigung gegen Kunst-, Edel- oder Gebrauchsrost, rostiger Kram soll rostig sein, weil er alt ist oder sich keiner richtig um ihn gekümmert hat. Hinter diesen Blumenschalen stand zwar sicher auch ein künstlerischer Impuls, aber zumindest mit der Befüllung werden diese künstlerischen Schönheiten wunderbar relativiert. Der Kontrast zwischen rostigem Schälchen und prächtigen Blümchen funktioniert halt bloß, wenn man tatsächlich auch etwas Schönes pflanzt. Hier war aber eher ein mir verwandter Geist zugange. Aber wenn das nicht zu Anfang November passt, weiß ich auch nicht. 

(Die wahre Schönheit erkennt man erst, wenn man das gesamte Ensemble sieht:)

Musikalisch haben wir uns ja ohnehin schon vom Rost entfernt. Bei den Blumenarrangements fiel mir spontan Dead Flowers von den Rolling Stones ein, also nehmen wir das, auch wenn da gar kein Rost drin vorkommt. Ich bin ja nicht der größte Freund des Stoneschen dicke Hose Rocks, aber ein paar Lieder sind ja ganz hübsch. Außerdem passt das Lied zumindest zu dem vom letzten Monat, dort wurde ja Gemecker von Bob Dylan und Joan Baez über die frühere Beziehung vorgestellt. Bei Dead Flowers pampt Mick Jagger seine frühere Flamme Marianne Faithful an, vollkommen grotesk, weil er sich im Text als armen Junkie darstellt, während Marianne ja mit den Reichen und Schönen unterwegs sei. Schon eine traurige Gestalt, der Jäger Michi, auch damals schon.

Freitag, 30. Oktober 2015

Halloween-Vorbereitungen

Jetzt kommt tatsächlich ein etwas unheimlicher Post:

Nachdem mir Frau Tonari dieses wunderbare T-Shirt geschenkt hat, 


habe ich bei meinen Tomaten zunächst folgendes bemerkt:


und dann das:


Offenbar hat das T-Shirt die Früchtchen zu einem Halloween-Styling angeregt.


Donnerstag, 29. Oktober 2015

Auf dem Baum und vor dem Baum




(Was mir hier besonders gut gefällt: Der Gesichtsausdruck des Lotsen ist schon so gestaltet als hätte man gewusst, dass ihm dauernd Vögel aufs Gesicht kacken werden. Er scheint es stoisch zu nehmen. So sind sie wohl, die Travemündner.)

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Warten auf den TXL-Bus (2)


(Also meistens finde ich den Herbst ja prima)


Nebenan gibt's allerdings auch Rätselhaftes und Beunruhigendes: Das Schloss blieb zwar übrig, es wurde aber auch der Schlauch gestohlen, das geht ja eigentlich gar nicht. Teufelswerk!

Dienstag, 27. Oktober 2015

Über den Wolken

Letzthin einmal wieder im Flugzeug, von Berlin weit in den Westen, fast durchgehend über geschlossener Wolkendecke. Man sieht hinab und hat doch keine Ahnung, wie weit das Areal ist, das von diesen Wolken verdeckt wird, oder wie hoch man über den Wolken ist. Nur als unten ein winziges Flugzeug über den Wolken in anderer Richtung vorbeikommt, stellt man fest, dass man wohl einige hundert Meter über den Wolken ist. 

Ich stelle fest, dass ich viel zu wenig weiß, um hier irgendetwas verstehen zu können. In dieser Höhe bestehen die Wolken wohl schon aus Eiskristallen. Aber warum steigen sie gleichmäßig auf diese Höhe? Weshalb ergeben sich die verschiedenen Wolkenarten? Woraus resultieren diese merkwürdigen Strukturen auf der Wolkendecke? In Physik und Erdkunde nicht genug aufgepasst, so weiß ich nur, dass es irgendeinen Grund geben wird, aber nicht welchen. Notiz an mein l7jähriges Ich: So schlau, wie du denkst zu sein, bist du gar nicht, könnte nicht schaden, wenn du noch ein paar mehr Dinge lerntest. 

Die Wolkendecke ändert sich, zuerst zeigten sich Strukturen, die wie Wolkenkopfsteinpflaster aussahen oder wie eine endlose Reihe von Buchteln im Ofen, dann kamen eher wellenartige Muster, gefolgt von einem Wolkenblumenkohl. Vielleicht sollte man einfach nur versuchen, diese weiten Flächen der Ansammlung von Eiskristallen zu beschreiben, so genau wie es einem nur möglich ist. Wie bei so vielen Dingen im Leben: ihre Gestalt wird bedingt durch Naturvorgaben, die wir nicht verstehen, wir sehen nur das Ergebnis.

Montag, 26. Oktober 2015

Jelly immer, Milva eher nicht

Neulich hat Frau Ackerbau Kartoffeln eingekauft, für irgendein Gericht brauchten wir auch einmal große Knollen, der Eigenanbau ist ja eher zierlich. Ich habe dann eine dieser großen Backkartoffeln klein geschnitten, und ins Olivenöl geworfen und war von dem Ergebnis relativ begeistert: außen knusprig, innen schön weich; das sollten eigentlich gute Kartoffeln für Pommes frites sein. Ich esse eigentlich Pommes frites ganz gerne, habe aber schon lange keine mehr gegessen, die so schmeckten, wie ich sie mir vorgestellt habe, so dass ich meine Kartoffeln dann lieber auf andere Weise zubereite. Ich habe mir dann aus den Jelly-Kartoffeln (so hieß die Sorte) ein paar Pommes geschnitzt und das Ergebnis war wirklich fantastisch, genau so, wie ich die Dinger gerne habe, aber eigentlich nie bekomme. Frau Ackerbau hat dann gleich wieder ein Netz  mitgebracht, inzwischen hatten die in dem Laden aber bei den Backkartoffeln eine andere Sorte, nämlich Milva. Nun habe ich nichts gegen Milva, ich war in früher Jugend sogar ein bisschen in sie verliebt, aber als Pommeskartoffel ist sie deutlich weniger geeignet. Man kann es dem Laden aber kaum übel nehmen, dass er die Sorten einfach wechselt - wer interessiert sich schon für die verschiedenen Kartoffelsorten? Mir war Jelly vorher ja auch nicht bekannt. 


(Milva. Wir werden alle nicht jünger.)

Nächstes Jahr werde ich mir auf jeden Fall dann auch ein paar Jelly-Saatkartoffeln bestellen (habe schon nachgesehen, mein Dealer hat auch die im Programm). Und vielleicht kommen dann die goldenen Pommes-Zeiten hier im Hause, vorausgesetzt, ich kriege auch mal ein paar größere Erdäpfel hin. 

Sonntag, 25. Oktober 2015

Das Elend der täglichen Blogger

Ich mache ja hier täglich einen Post und versuche, diese selbstgemachte Regel ziemlich konsequent durchzuhalten. Das liegt auch daran, dass ich ziemlich faul bin und ansonsten nur ab und zu etwas veröffentlichen würde, das würde aber nicht funktionieren. Ein Blog, der alle zwei Wochen ein Stück Unrat Berliner Straßen präsentierte, wäre selbst nach meinen Maßstäben kein erfolgreiches Konzept. Es macht die Sache nicht viel besser, dass ich eine relativ große Abneigung gegen fremdbestimmte Projekte habe, so dass ich darauf angewiesen bin, selbst Inspiration zu finden. Nun mag es ja so aussehen, als sei ich beim Veröffentlichen ziemlich wahllos, aber ich bin da gegenüber mir selbst - nach meinen eigenen erratischen Maßstäben - aber eher streng. Viele Dinge schmoren in meinem Entwürfeordner, die mir dann zu belanglos, vorhersehbar oder einfach schlecht erscheinen. Und ich gehe auch nicht los, um irgendetwas zu finden, sondern die Motive oder Ideen springen mich unvermittelt an (oder manchmal halt leider auch nicht). Idealerweise habe ich immer so um die 10 Posts, die ich für veröffentlichungswürdig halte, dann kann ich am Abend vorher überlegen, was am nächsten Tag dran kommen soll. Wenn ich irgendetwas Aktuelles habe, nehme ich das meistens am liebsten. Allerdings bedeutet tägliches Bloggen auch, dass, wenn man sieben wirklich geniale Posts auf Vorrat hat, man nach einer Woche schon wieder auf dem Trockenen sitzt (und ich weiß ja, genial sind ja die wenigsten, sondern die Qualität ist gut sortiert, aber es ist manchmal schmerzhaft, dass Posts, die man selbst wirklich ganz, ganz, ganz gelungen findet, am nächsten Tag schon wieder veraltet sind. Faktisch werden Dinge, die älter als sieben Tage sind, auf dem Blog so gut wie nicht mehr gelesen, es sei denn, jemand stolpert bei der Google-Bildersuche drüber).

Aber was soll's, zwingt mich ja keiner, außer ich selbst. Und es ist dann doch immer die Sorge: Mann, du hast nur noch Material bis Ende Oktober, dann gibt es nichts mehr. Und irgendwie findet sich dann doch etwas. 

Samstag, 24. Oktober 2015

Merkwürdige Erscheinung in der Seifenschale


(Der Seifenrest sieht ein wenig wie Lenin aus. Das ist jetzt aber nichts, was einem Katholiken irgendwie weiterhelfen würde.)

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Gratulationen

Heute haben zwei liebe Bloggerinnen Geburtstag, denen ich herzlich gratulieren will!*

Frau Tonari, Grande Dame der Berliner Bloggerwelt,  kann sich ja (zu recht) nie so richtig mit meiner Musikauswahl hier anfreunden. Mit einiger Mühe habe ich jetzt etwas gefunden, was uns wohl beiden gefallen könnte. Wer, wie ich, kein großer Freund des Hardrocks ist, schaue sich nur die ersten 10 Sekunden an, und der Reiz dieses kleinen Liedchens wird sofort offenbar. Alles Gute, liebe Britta!

 
Am gleichen Tag Geburtstag hat auch Ruthie, Initiatorin des I see faces-Projekts und Botschafterin des Altmühltales. Wie könnte man ihr besser gratulieren, als mit ein paar Gesichtern? Alles Gute, liebe Ruthie! 


*Und nächstes Jahr schaffe ich es auch sicher, dass ich mir den 22. und nicht den 23. für diesen Post vormerke....



Pink Boar

Eine ist mir von diesen Tomaten ja noch geblieben und ich muss sagen, sie schmeckte gar nicht schlecht. Die Sorte ist ja nur so mittelgroß, gezogen habe ich sie eigentlich hauptsächlich, weil sie rot- grün geflammt so nett aussieht. Das Fleisch ist aber schön fest, wie bei meinen Fleischtomaten. Der Geschmack ist leicht säuerlich, aber sehr angenehm. Ob ich mir nächstes Jahr wieder welche ziehe, weiß ich aber noch nicht (allerdings habe ich noch Saatgut davon und ich kenne mich ja). 


Warum die Sorte "Rosa Schweinchen" heißt, habe ich aber nicht rausbekommen. Oink.

Ansonsten: letzte Woche alles abgeerntet, was noch da war, die vielen Kübel ausgeleert und das Tomatenhaus abgebaut. Mal sehen, ob die grünen noch nachreifen.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Im Land des Riesengemüses

Wir waren bei der Kürbisausstellung in Klaistow, eigentlich hätte man ja ein paar stimmungsvolle Kürbisfotos mitbringen können, aber ich fand das hier beeindruckender:



Neben den Gewinnern des Kürbiswettbewerbs wurden auch die Finalisten von sonstigem Riesengemüse vorgestellt. Wäre nichts für mich, mein Gemüse ist ja häufig eher Bonsai.

(Und bevor jemand fragt: Ja, ich finde die Dinger auch gruselig.)

Dienstag, 20. Oktober 2015

Schranken



Ergänzung 21.10.. Frau Kirschblüte hat recherchiert: Die Aufkleber kommen von einem italienischen Künstler Clet Abraham. Der hat noch einiges mehr zu bieten, was mir Freude macht. 

Freitag, 16. Oktober 2015

Kunst im Elsaß

Grimmige Gestalten,

erbarmungslose Frauen und

törichte Jungfrauen* in Straßburg.

Unglaubliche Farben und Gestalten in Colmar.**



*Aber kein Vergleich zu den törichten und weisen Jungfrauen am Seitenportal des Erfurter Doms. Aus meiner Sicht allein ein Grund, nach Erfurt zu fahren.

** Nächstes Jahr soll es eine Ausstellung in Colmar geben, die neben den Werken Grünewalds hundert Bilder von Otto Dix zeigen wird. Auch das allein ein Grund für einen weiteren Colmar-Besuch (aber das ist auch der Isenheimer Altar schon allein). Zweimal Dix war auch für mich der Höhepunkt der ImEx-Ausstellung in der Alten Nationalgalerie, die wir jetzt endlich auch angesehen haben:



Donnerstag, 15. Oktober 2015

Hugh Grant Pferd awkward

(Im schonungslosem Selbstversuch habe ich getestet, was herauskommt, wenn man in die neue Fernbedienung mit Spracherkennung das G'stanzl von den Schafen singt. Nämlich Hugh Grant Pferd awkward.)


(In einem weiteren Selbstversuch gucke ich mal, ob so eine dämliche Überschrift mehr Leser bringt. Das wäre schon, wie soll ich sagen, awkward....)

(Früher hieß das "Porsche, Genscher, Hallo HSV".)

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Herbstsonne

Unsere Pflanzen an der Terrasse werfen Schatten auf unsere Küchenfenster. Auf dem Ast der Feige saß ein kleiner Spatz und versuchte, nach der Feige zu picken, leider habe ich meine Kamera einen Moment zu spät in der Hand gehabt, deswegen müsst Ihr Euch den Vogel hier selbst vorstellen (aber ich will ja auch niemand hier plötzlich mit guten Fotos verwirren).



Dienstag, 13. Oktober 2015

Meteorologische Anzeichen

Ich denke, wir müssen uns auf einen baldigen Wintereinbruch einstellen, das untrügliche meteorologische Anzeichen dafür habe ich gerade erst gesehen: In der Pichelswerderstraße wurde der erste Kinderfäustling verloren.

Montag, 12. Oktober 2015

Überraschendes Wiedersehen

Anfangs hatten wir Spaß mit ihm gehabt, da war man stolz darauf, ihn bei sich zu haben. Bald wurde er aber etwas unansehnlich, roch sogar, und sein Witz wurde langsam etwas peinlich. Eine Zeitlang nahm man das hin, dann stand der Beschluss fest: Er muss weg. Wie es in der Familie so ist, musste ich es exekutieren und der schöne Trollface-Kürbis von Halloween landete auf dem Kompost.

Als ich eben den Kompost umstach, grinste er mich unvermittelt wieder an. Erst dachte ich, er sei gar nicht verrottet, aber was übrig geblieben war, war nur die dünne äußere Kürbishülle, zerbrechlich wie eine Eierschale. Der Trollface grinste mich ein letztes Mal böse an, wie es die Art von Trollfaces ist. Irgendwie schien er mir mit diesem Grinsen zu sagen: Na warte, auch du wirst noch kompostiert. Ich schmiss ihn zurück in den Kompost, vergrub ihn etwas tiefer (er wird aber trotzdem recht behalten, da hilft es auch nichts, ihn tief einzugraben). 

Sonntag, 11. Oktober 2015

Im Wald (3)

Nachdem ich das letzte Mal ja einen schönen Maronenplatz gefunden hatte, habe ich mir vorgenommen, jetzt noch die guten Tage zu nutzen. In der Woche hat's geregnet, das sorgt ja für Wachstum. Allerdings war mir klar, dass ich ein bisschen früher raus muss, wenn ich noch was finden will. Da es aber ohnehin erst gegen 7 Uhr hell wird, ist das auch kein allzu großes Opfer. 

Begleitet haben mich diesmal neben J.S. auch sein Schulkumpel R. und dessen Vater S., die auch gerne mal wieder ein paar Pilze suchen wollten. S. hatte einen Korb mit einer Thermoskanne Kaffee und Keksen dabei, also fast schon ein luxuriöser Ausflug. 

Und tatsächlich haben wir auch kräftig Pilze gefunden. S. hat mich allerdings darauf hingewiesen, dass die paar Pfifferlinge, die ich mitgenommen habe, falsche Pfifferlinge waren. Nicht wirklich schädlich, aber eben keines Pfifferlings wert. Gefunden habe wir aber Maronen, Maronen, Maronen. R. und S. haben auch ein paar Steinpilze gefunden, ich bin daran vorbeigetappt, aber ich sehe die einfach nicht. Die Kiddies hatten ihren Spaß, wir volle Körbe, auch wenn man beim Putzen sehr viel wegschneiden mussten. Beim Putzen half mir J.S., der zuverlässig die Schwämme entfernte. 


Ich habe jetzt einen Maronenplatz, 20 (Auto-)Minuten vom Haus entfernt. So dämlich das klingt, aber nach 18 Jahren Berlin fühlt es sich auf einmal fast wie ein Zuhause an.

Samstag, 10. Oktober 2015

Hausbesuche

Frau Ackerbau saß letzthin im Arbeitszimmer, als ihr der Krawall der Spatzen in der Dachrinne noch lauter als sonst vorkam. Als sie aus ihrem Fenster im ersten Stock hinaus sah, sah sie eine Ratte die Hauswand hochklettern. Todesmutig machte sie das Fenster auf und gab dem Tier eins mit einer Schere drauf, die Ratte fiel dann runter und machte sich aus dem Staub. 

Nach einer Besichtigung war dann auch klar, warum man das Mäuschen unter unserer Terrasse schon lange nicht mehr gesehen hat: Da haben sich jetzt andere Nager angesiedelt. Also den Kammerjäger gerufen. 

Ich habe mich natürlich gefragt, ob nicht die Ratten der Grund für die verschwundenen Tomaten gewesen sein könnten, aber dann hätte man ein paar Spuren gefunden, denke ich. So wie es aussieht, sind es aber Hausratten (Rattus rattus) und keine Wanderratten (Rattus norvegicus), die stehen eigentlich in ganz Deutschland auf der Roten Liste, nur in Berlin und Brandenburg gibt's noch genug.  Na dann.

Freitag, 9. Oktober 2015

Vernichtende Literaturkritik


Buch und CD waren anscheinend nicht gut (um rauszufinden, was das war, hätte ich in die Gleise steigen müssen; so wird es ein Rätsel bleiben).

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Von dem Flaschengeist,

der vor dem Nordbahnhof mit der rechten Hand eine Laterne abbrechen wollte, konnte ich leider nur einen Teil fotografieren, so groß war er. Den Rest müsst Ihr Euch dazudenken. Wie die Geschichte ausging, habt Ihr ja dann alle letzte Woche im Fernsehen gesehen.



Dienstag, 6. Oktober 2015

Me and my Gartenschere

Manche Gerätschaften lernt man erst so langsam zu schätzen. Da ich mich ja normalerweise mit einfachen Grottenstengeln beschäftige, genügt mir meist eine Hacke, die Gartenschere nehme ich höchstens zum Schneiden der großen Tomatenpflanzen. Dabei sieht man ja schon, dass es sich um ein fröhliches und grundanständiges Gerät handelt:

Letzthin musste ich allerdings ein paar Äste, die zu weit in die Straße hineinragten, abzwicken; da die Äste nicht mehr als daumendick waren, ging das mit der Gartenschere vorzüglich. Ich habe die Äste zum Kompost gelegt (eh zuviel Grasschnitt, ein bisschen Holz passt da wunderbar), wollte schon meines Weges gehen, da sah mich die Gartenschere so auffordernd an:

Ich verstand den Wink und machte mich an die Scheinquitten, die eine dornige Terrorherrschaft im Vorgarten halten. Mit ein bisschen Zwick und Zwack konnte ich da für etwas mehr Luft sorgen und den benachbarten Kirschlorbeer von einem bösen Nachbarn befreien. Bei den Scheinquitten hatte ich mir natürlich die Hände vollkommen zerkratzt, Zeit aufzuhören.

Aber:

Nun gut, neben den Scheinquitten hatte es eigentlich auch der Holunder nötig, der aus irgendwelchen Gründen in alle unmöglichen Richtungen, aber nicht so richtig nach oben wächst. Da kann man durchaus durch überlegte Schnitte für etwas bessere Ordnung sorgen. Wieder ein paar Äste für den Kompost, die kann ich ja alle schon mal etwas kleinschneiden, sonst nützt das ja nicht viel. So, jetzt ist aber Zeit für ein Feierabend-Bier.

Naja, neben dem Kompost ist ja unser Haselnussstrauch, der leider in unseren Baum hineinwächst, so dass der Baum schon ganz krumm weiterwächst und die Äste in die Straße ragen; vielleicht wäre es sinnvoll, mal die Haselnuss ein bisschen auszuasten, damit Strauch und Baum wieder etwas mehr Platz haben. Aber die Äste sind schon ganz schön dick, ob das die Gartenschere noch schafft? 

Die ersten Äste gehen noch ein bisschen schwer, aber man hat den Bogen doch bald raus. Natürlich muss man sich um eine gewisse Symmetrie kümmern, das heißt, man zwickt dann doch noch ein paar mehr Äste ab, als eigentlich vorgesehen. Aber das Holz ist ja auch gut für den Kompost. Na, da haben wir beide uns jetzt aber eine Pause verdient:

(Frau Ackerbau war wenig begeistert von meinem Wirken. Irgendwie kam ich mir so vor, wie ein Kater, der als Geschenk eine tote Maus ans Bett legt und feststellen muss, dass dieses Geschenk nicht goutiert wird. Aber die Gartenschere ist eben der beste Freund des Mannes.)