Everybody's fucked in his own special way

Samstag, 23. Januar 2016

Bedeutende Dienstreisen (3)

Letztes Jahr habe ich ja den Vorsatz, über jede Dienstreise zu berichten, nicht durchgehalten. Was ganz gut war, aus verschiedenen Gründen. Aber dieses Jahr mache ich noch einmal einen Anlauf.

***

Wie immer stand zunächst die Belehrung im Vordergrund und wie immer konnte ich sehr merkwürdig Dinge erfahren, bei denen mir eigentlich auch nicht klar ist, was ich damit zu tun habe. Aber solange ich dafür gezahlt werde, fahre ich überall hin und höre mir alles an. Kaum zu glauben, was man alles über Abstumpfende Streumittel erfahren kann (wäre auch ein gute Name für eine Funpunk-Band, aber ich bin zu alt für so Zeug). Danach gab es Literatur-Vorlesungen. Und nun dürft Ihr mal raten, aus welchem Büchlein diese nette Illustration ist, die immerhin zum Blog passt (im kurzen Hemdchen Bäume hacken war auch schon immer ein Traum):


(Wer's rausfindet, darf sich etwas wünschen; offizielles Rätsel mache ich nicht, die Frage ist mal wieder zu schwierig....). Auf jeden Fall gibt's im gleichen Buch auch diese netten Gänschen im Haberstroh:


Am nächsten Tag auf dem Weg zum Bahnhof dann auf einmal großes Geschrei. Auf einem kahlen Baum sitzen hunderte von Vögeln, die einen infernalischen Krach machen. Es ist leider noch zu dunkel, um festzustellen, was für Vögel es sein könnten. Kollege S. sagt plötzlich: Das sind doch Wellensittiche. Tatsächlich, die scheinen sehr bunt zu sein. 



(Und so sieht es unter dem Baum aus.)

Es handelt sich tatsächlich um wilde Halsbandsittiche. Ich überlege mal, auch in Pankow ein Pärchen auszusetzen. Dann wird's wenigstens nicht so ruhig, wenn der Flughafen schließt.

***

Am Flughafen stelle ich fest, dass ich im gleichen Flug wie Sascha Lobo bin. Das ist ein deutlicher Anwärter für meine Top-Flughafen-Erlebnisse, gleich nach der Begegnung mit Howard Carpendale auf dem Münchner Flughafen und damals, als mich Peter Altmeier in Tegel begrüßt hat, weil er mich mit irgendjemand verwechselt hat. 

***

Auf dem Flug ein schöner Blick auf die verschneite Landschaft.


                                                                       
(Merkwürdig, dass im unteren Bild ein chinesischer Drachen versteckt ist.)

Kommentare:

  1. Sind es Bilder aus der Bibliotheca Palatina, der Mittelalter- Handschrift?
    Das "Drachenfoto" ist toll!
    Grüsse nach Pankow

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Perfekt! Die Illustrationen sind aus dem Sachsenspiegel, 700 Jahre alt, aus der Biblioteca Palatina. Da war ich praktisch bei dir in der Gegend. Luebe Grüße, Andreas

      Löschen
    2. Da freue ich mich aber! O.K., ist fast vor der Haustüre! Ein Geschenk wurde geboten: mir reicht der Blog, bringt mich auf Ideen,läßt mich genauer schauen, so schenkst du Zeit...

      Löschen
  2. ... DRACHE, was willst DU mehr -> (ړײ)
    mit sehr schwerer, aber interessanter Frage !!! *fauch*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Keine Angst, es gibt noch mal ein Preisausschreiben mit einer Frage, die jeder beantworten kann.

      Löschen
    2. DANKE -> hibbel...gibbel...FREU -> ♥

      Löschen
  3. Die Bilder könnten aus einem Märchenbuch sein... "Jack and the Beanstalk" könnte das eine Märchen sein und dann muss ich mal recherchieren, in welchem Märchen Gänse vorkommen...

    AntwortenLöschen
  4. Gebrüder Grimm, also Grimmmärchen: Hans und die Bohnenranke (musste auch erst gucken, wie das auf Deutsch heißt... LOL) und die Gänsemagd?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das wäre "Die Gänsemagd am Brunnen". Aber es ist ja alles schon aufgelöst...

      Löschen
    2. Was? Die Antwort gab es schon um 9.11h? Die habe ich da gar nicht gesehen... Auflösungen per Zeitreisemaschine vordatieren ist aber unfair!

      Löschen
    3. Tja, das ist eben ein Zeitreisenblog. Deal with it.

      Löschen
  5. Ups... Das zeigt sich schon wieder die Kulturlücke... Hans und die Bohnenstange ist gar nicht von Grimm...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hätte ich auch nicht gewusst, aber die Illustrationen sind eh ein paar Jahrhunderte älter als die Grimms.

      Löschen
  6. Der chinesische Drache ist wahrscheinlich infolge der Globalisierung neugierig geworden und zu neuen Gefilden aufgebrochen. Schätze ich mal.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich mag ja die Bilder am liebsten, bei denen ich erst später merke, was eigentlich drauf ist...

      Löschen