Vielleicht liegt es am milden Winter, dass mir dieses Jahr besonders immergrüne Gewächse auffallen. Zum einen die Misteln, die man hier häufig an den Bäumen sieht. Ich kannte Misteln früher nur aus Asterix-Comics, bewußt habe ich die Pflanzen erst vor knapp zwanzig Jahren gesehen. Aber vielleicht gab's die auch im Süden nicht (oder ich war zu jung und habe mich nicht für Grünzeug interessiert).
(Dresdner Misteln auf wehrlosem Baum)
Neben den Misteln sieht man auch viel Efeu. Manchmal hat sich das Efeu so um den Baum geschlungen, dass man zunächst meinen könnte, der Baum sei grün.
Obwohl der ganze Bürgerpark voller Efeu ist, habe ich bislang noch nie bewusst die Früchte gesehen (musste offenbar erst nach Saarbrücken, damit mir das auffallen konnte).*
Sehen nett aus. Sind aber giftig. *So wie ich den Laden hier kenne, wird mich Frau Ackerbau anonym in den Kommentaren darauf hinweisen, dass die gleichen Beerchen auch an unserem Efeu wachsen.
Während anderswo schon die ersten Sämereien ausgebracht werden, konnten wir noch das letzte Gemüse vom letzten Jahr ernten. Noch einmal wunderbarer Rosenkohl, der dieses Jahr wirklich fantastisch gewachsen ist.
(Und endlich habe ich hier eines dieser Fotos, die ansonsten nur in den Lokalzeitungen zu finden sind)
...ob das allerdings die hunderten Stunden meiner Lebenszeit aufwiegt, die ich mit dem Ansehen von Lost-Folgen und dem Versuch, diesen Kram auch noch nachzuvollziehen, vergeudet habe: da bin ich mir nicht sicher....
(Wer damals nicht auch seine Zeit entsprechend verschwendet hat, versuche erst gar nicht, hier einen Sinn zu finden...)
Immerhin, es sind ja nur noch 10 Monate bis Weihnachten.
Mal sehen, ob dieses dreiste Arrangement den alten Christbaum vor der Stadtreinigung schützt. Ich habe in Pankow und in der Invalidenstraße wieder einige gesehen, die die letzten Säuberungen am 20.1. gut überstanden haben und nun auf der Flucht sind. Wenn sie's bis in den März/April schaffen, wird wieder genauer berichtet.
(Ursprünglich vorgesehener euphorischer Frühlingspost fällt aus wg. grundloser, aber abgrundtief schlechter Laune; anders als Eduard M. höre ich auch keine leisen Harfentöne von fern.)