Everybody's fucked in his own special way

Freitag, 12. Februar 2016

Bedeutende Dienstreisen (6)

(Ich habe mich entschieden, zumindest bis Ostern ziehe ich es durch: Schmerzhafte, ungeschminkte Berichterstattung über jede Dienstreise, heiß und fettig in your face. Das tut mir genauso weh wie Euch. Bereitet Euch schon mal auf Castrop-Rauxel nächste Woche vor.)

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Um 4.40 Uhr aufstehen macht nicht wirklich gute Laune. Hilft aber nichts, wenn man um 6.20 losfliegen muss.

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Bei der Sicherheitskontrolle, wie schon die letzten Male, das Alarmpiepsen, danach einfühlsamer Körperkontakt. Lieber jeden Nacktscanner als jedes Mal am Flughafen den Popo getätschelt zu bekommen. Letzthin wurde ich sogar auf Sprengstoff getestet, der Teststreifen wurde an Händen und meinem Hosenbund vorbeigeführt. Allerdings waren weder Hosenbund noch Hände explosiv.

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In Tegel stelle ich fest, dass nicht nur für Behinderte und Mütter mit Kindern Plätze reserviert sind:

(Auf den Zähnen steht: Dirty Model.)

Ich setze mich da nicht hin, da ich keinen Bart habe. Um 5.30 Uhr sind Sitzplätze auch kein Problem.

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In der Frühe gibt es vom Flugzeug aus noch nicht viel zu sehen. Aber eigentlich habe ich ja inzwischen ohnehin schon alles geschrieben, was sich über Wolken von oben sagen lässt.

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Ich lerne heute, dass ich 80 Jahre lang täglich 2000 Liter Wasser eines Binnengewässers trinken müsste, um das Wirkstoffäquivalent einer Ibuprofen-Tablette zu mir zu nehmen. Dann doch lieber weiterhin zur Apotheke (Ansonsten: Wissenswertes über den Nordirak).

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Erkenntnis vom Vortag: Wenn in einem Vorstellungsgespräch gefragt wird, ob man ein Gericht kennt, bei dem ein Murmeltier mit heißen Steinen gefüllt wird, ist irgendetwas schief gelaufen.

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Beim Rückflug nur am Anfang wolkig, über Berlin klarer Himmel. Der Fernsehturm in der Mitte der großen Allee, die wie helle Lavaströme von ihm ausgehen. An der Beusselstraße Störungen im Betriebsablauf wegen eines Polizeieinsatzes. Wieder zuhause.  

Kommentare:

  1. "heiß und fettig in your face" -> FREUDE -> (ړײ) *hibbelgibbel*

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    1. (Bin schon als Plagiator entlarvt, s. unten)

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  2. Ich finde, in der U-Bahn sollte man auch gesonderte Sitzplätze anbieten für Leute, die ihre Zähne nicht geputzt haben... Und in Flugzeugen... Und in Kinos... Wobei das letztens im Kino ein Sonderfall war. Der mir unbekannte Mensch auf meiner linken Seite hat ständig Bier gerülpst. Das ist vielleicht ein Stimmungskiller, wenn man während einer sensiblen, hochemotionale Stelle im Film den Atem anhalten muss und demzufolge auch hochemotionale Gedanken (nur keine sensiblen) hat...

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    1. Mundgeruch-Memories: Ich habe erlebt, dass der Mann links neben mir die Stewardess um einen Kaugummi gebeten hat, den sie dem Mann auf der anderen Seite des Ganges (nicht in Indien) geben soll, weil dessen Mundgeruch bis zu uns rübergestunken hat. Selbst ich auf meinem Fensterplatz habe ihn noch gerochen - und es war ein 12-Stunden-Flug von Tokio nach Paris. Kein Witz! Wieso regelt die Genfer Konvention nicht solche Fälle?

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    2. Genau! Ich finde, man sollte die Atemmasken im Flugzeug auch selbstständig betätigen dürfen und/oder eine Mundhygienepflicht ab einer gewissen Flugstundendauer einführen! Diese beinhaltet auch Knoblauchessverbot 2 Tage vor einem Langstreckenflug...

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    3. (Manchmal machen mir meine Leser Angst....)

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  3. Castrop-Rauxel nächste Woche....
    Ich bin sooo aufgeregt!
    Frau-Irgendwas-ist-immer

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  4. Ich habe mal "heiß und fettig in your face" gegoogelt und bin auf diese derbe Nummer gekommen:

    https://www.youtube.com/watch?v=jZMnb7P2wTc

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    1. Ich habe das auch zuerst bei "Dennis & Jesko" gehört, wobei ich nicht weiß, ob es irgendwelche Leute gibt, die das im Ernst sagen. (Wenn einmal ein Satz den Lesern gefällt, wird gleich das Plagiat entlarvt. Seufz.)

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  5. Boah, 4.40 Uhr aufstehen, wenn um 6.20 Uhr der Flieger geht/fliegt???
    Sowas traue ich mich nicht, ich bin da lieber rechtzeitig. Ok, ist ein Inlandflug, aber...

    LG Elke

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    1. Naja, ich bin dann schon eingecheckt, habe nur Handgepäck, im Prinzip muss ich nur rechtzeitig zum Boarding da sein. Ich bin dann immer noch um 5.30 Uhr am Flughafen, reichlich Zeit bis zum Boarding. Einflugschneise Tegel hat hier ausnahmsweise seine Vorteile.

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