Samstagmittag. Der Himmel ist etwas verhangen, die Luft angenehm kühl, man fühlt schon, dass bald ein Regen kommen wird, aber gerade geht nur ein leichtes Lüftlein. Der übliche Betrieb der Großstadt ist fast nicht mehr zu spüren, man hört nur allerhand Vögel wie von weit her, wie sie sich gegenseitig etwas vorsingen. Selbst die Flugzeuge, die regelmäßig kommen, sind heute leiser. Sollten die Piloten nach dem Streik beschlossen haben, langsamer zu fliegen?
Es ist an der Zeit, den Rasen zu mähen.
Everybody's fucked in their own special way
Samstag, 5. April 2014
Prähistorisches
J.S. hat hier eine seltene Szene aufgezeichnet: Das Monster kratzt an einem Felsen, in dem sich eine versteinerte Flasche Bier befindet (rechts die Gebeine eines Monsteropfers, links eine nicht versteinerte Flasche).
Freitag, 4. April 2014
Donnerstag, 3. April 2014
I felt like a tourist
Besuch aus alten Tagen, D., den ich noch von der Einschreibung an der Uni kenne, also wird die erste Frühlingssonne für eine kleine Stadttour genützt. Mit dem Ausflugsboot über die Spree, von Nikolaiviertel bis Haus der Kulturen der Welt. Mit der U-Bahn dann nach Kreuzberg, die Oranienstraße entlang bis zum Görlitzer Bahnhof. An der U-Bahnstation fragt uns ein Typ, der auf einem Absperrgitter sitzt, ob wir Haschisch kaufen wollen. Wollen wir nicht, D. und ich setzen uns lieber gegenüber vors Café. Kaum sitzen wir dort, hält ein Polizeiauto an der Straße, eine Beamtin, mit ein paar Waffen behängt, und ihr Kollege steigen aus und gehen in Richtung Typ, der das interessiert zur Kenntnis nimmt. Wenn ich es richtig gesehen habe, hatte der sowieso ein paar Kompagnons in der Nähe, die bei Bedarf die Ware vorbeigebracht hätten; ausgeklügelte Logistik. Der Typ muss seine Jacke ausziehen, es kommt noch ein Polizeiauto und noch mehr Beamte. D. ist ganz beeindruckt: Das alles wegen Haschverkaufs? Da hätte man in Bayern doch andere Vorstellungen von Berliner Polizeitaktik. Ich kann nur mit den Schultern zucken, weil ich keine Ahnung habe, wie die Gepflogenheiten hier sind. Inzwischen kommt ein anderer Typ auf unseren Tisch zu, der nicht verkaufen, sondern kaufen will, und uns deswegen fragt, wie er zum Görlitzer Park kommt. Da ich nach 17 Jahren schon ein bisschen Berlinerisch assimiliert bin, mache ich es, wie es in Berlin erwartet wird: Ich weise einen Weg, obwohl ich keine Ahnung habe, wo dieser Park sein könnte. Der Polizeieinsatz löst sich langsam auf; der Typ bleibt auf dem Absperrgitter sitzen.
Kurze Pause, dann kommen auf einmal mehrere Limousinen laut hupend um die Ecke gefahren, bremsen und stellen sich auf der Straße vor dem Café quer. Es handelt sich offensichtlich um eine türkische Hochzeit, die Braut steigt aus, die ein unglaubliches Tüllkleid anhat, mit dem sie jetzt mehr oder weniger die Straße fegt.
Es steigen noch mehr Hochzeitsgäste aus, irgendeiner macht die Musik lauter, die Brautjungfern tanzen auf der Straße herum, während der Verkehr auf der Kreuzung zum Erliegen kommt. Die Musik wird vorsichtshalber so laut gedreht, dass man das Hupen gar nicht hört. Die Brautjungfern waren sicher jede mindestens drei Stunden beim Friseur und sind herausgebrezelt, dass das Zusehen eine Freude ist. Frisuren, bei denen Amy Winehouse neidisch geworden wäre. Die Gesellschaft tanzt noch ein bisschen herum, ich unterhalte mich mit D., der schon vor über 20 Jahren meinen griechischen Musikgeschmack ertragen musste, über die gemeinsamen Wurzeln der türkischen und griechischen Folklore. Die Brautjungfern lassen sich von den anderen Gästen fotografieren und stellen die Fotos gleich mit ihren Smartphones auf Facebook ein und schauen sich kichernd die Fotos an. Die Braut gibt das Signal zum Aufbruch; alle steigen ein, die Autos fahren weiter.
Etwas später brausen verschiedene Transporter der Bereitschaftspolizei mit Blaulicht vorbei und warten dann 100 Meter entfernt am Straßenrand. Noch mehr Drogen? Noch eine Hochzeit? Wir wissen's nicht.
Das Ganze hat vielleicht eine Dreiviertelstunde gedauert; mir, der ich geruhsamere Pankower Verhältnisse gewohnt bin, verursacht dieser Trubel leichten Schwindel.
Rätselhafte Stadt. I felt like agringo tourist.
Kurze Pause, dann kommen auf einmal mehrere Limousinen laut hupend um die Ecke gefahren, bremsen und stellen sich auf der Straße vor dem Café quer. Es handelt sich offensichtlich um eine türkische Hochzeit, die Braut steigt aus, die ein unglaubliches Tüllkleid anhat, mit dem sie jetzt mehr oder weniger die Straße fegt.
Es steigen noch mehr Hochzeitsgäste aus, irgendeiner macht die Musik lauter, die Brautjungfern tanzen auf der Straße herum, während der Verkehr auf der Kreuzung zum Erliegen kommt. Die Musik wird vorsichtshalber so laut gedreht, dass man das Hupen gar nicht hört. Die Brautjungfern waren sicher jede mindestens drei Stunden beim Friseur und sind herausgebrezelt, dass das Zusehen eine Freude ist. Frisuren, bei denen Amy Winehouse neidisch geworden wäre. Die Gesellschaft tanzt noch ein bisschen herum, ich unterhalte mich mit D., der schon vor über 20 Jahren meinen griechischen Musikgeschmack ertragen musste, über die gemeinsamen Wurzeln der türkischen und griechischen Folklore. Die Brautjungfern lassen sich von den anderen Gästen fotografieren und stellen die Fotos gleich mit ihren Smartphones auf Facebook ein und schauen sich kichernd die Fotos an. Die Braut gibt das Signal zum Aufbruch; alle steigen ein, die Autos fahren weiter.
Etwas später brausen verschiedene Transporter der Bereitschaftspolizei mit Blaulicht vorbei und warten dann 100 Meter entfernt am Straßenrand. Noch mehr Drogen? Noch eine Hochzeit? Wir wissen's nicht.
Das Ganze hat vielleicht eine Dreiviertelstunde gedauert; mir, der ich geruhsamere Pankower Verhältnisse gewohnt bin, verursacht dieser Trubel leichten Schwindel.
Rätselhafte Stadt. I felt like a
Mittwoch, 2. April 2014
Lug und Trug
Wenn ich schon dabei bin, Fehler zu korrigieren oder gar einzugestehen,* kann ich ja gleich weiter machen. Mein Frühlingspost zu den frühen Kartoffelpflanzen war natürlich spektakulär,** litt allerdings unter einem winzigen Fehler - die Pflänzchen waren doch keine Kartoffeln, wie ich jetzt beim Umgraben merkte. Im Beet waren zwar ein paar Kartöffelchen übrig, die auch schon austrieben, aber das Kraut, das ich abgebildet habe, war einfach nur irgendein Unkraut.
Die gute Ruthie hat's gleich gesehen und ich habe ihr nicht geglaubt!*** Schmach und Schande! Wenn ich jetzt feststelle, dass meine ganzen Tomatenpflanzen in Wirklichkeit Löwenzahn sind und meine Petersilie (ach, lassen wir das...), dann werfe ich mich in der Invalidenstraße vor einen Bagger (da die nur rumstehen und selten fahren, eigentlich auch nicht gefährlich. War halt immer schon ein Schisser).****
Ich entschuldige mich bei Ruthie und bei allen Lesern, die hier zu Recht erwarten, fundierte fachliche Informationen zu Verbraucherschutz, Altersversorgung und Beauty zu erhalten. Kommt (vielleicht) nicht wieder vor.*****
*Es wäre beruhigender, wenn dieses Phänomen nur auf den Blog beschränkt wäre.
**Im Rahmen der hiesigen Möglichkeiten.
***Sondern sogar gönnerhaft auf meinen Fehler beharrt. Sollte ich das mit gelungener Berliner Assimilation erklären? Ne, ich war schon immer so.
****Der Hang zur Melodramatik ist aber, glaube ich, neu.
*****Manchmal schreibe ich solche Posts nur, weil ich Spaß habe, Fußnoten zu setzen. Wenn ich in Blogspot noch hochgestellte Ziffern formatieren könnte, wäre ich im Himmel.
Die gute Ruthie hat's gleich gesehen und ich habe ihr nicht geglaubt!*** Schmach und Schande! Wenn ich jetzt feststelle, dass meine ganzen Tomatenpflanzen in Wirklichkeit Löwenzahn sind und meine Petersilie (ach, lassen wir das...), dann werfe ich mich in der Invalidenstraße vor einen Bagger (da die nur rumstehen und selten fahren, eigentlich auch nicht gefährlich. War halt immer schon ein Schisser).****
Ich entschuldige mich bei Ruthie und bei allen Lesern, die hier zu Recht erwarten, fundierte fachliche Informationen zu Verbraucherschutz, Altersversorgung und Beauty zu erhalten. Kommt (vielleicht) nicht wieder vor.*****
(Symbolfoto: Der Teer ist aber sowas von am Dampfen...)
*Es wäre beruhigender, wenn dieses Phänomen nur auf den Blog beschränkt wäre.
**Im Rahmen der hiesigen Möglichkeiten.
***Sondern sogar gönnerhaft auf meinen Fehler beharrt. Sollte ich das mit gelungener Berliner Assimilation erklären? Ne, ich war schon immer so.
****Der Hang zur Melodramatik ist aber, glaube ich, neu.
*****Manchmal schreibe ich solche Posts nur, weil ich Spaß habe, Fußnoten zu setzen. Wenn ich in Blogspot noch hochgestellte Ziffern formatieren könnte, wäre ich im Himmel.
Dienstag, 1. April 2014
April, April
"Schatz, da ist ein Erpel in unserem Garten!"
Er starrte in Richtung seiner Gespielin, die ihn rätselhafterweise von der Straße aus (vorwurfsvoll?) ansah; die Nachbarskatze machte dem dann durch ungeschicktes Anschleichen ein Ende.
J.J. schaute gar nicht vom Frühstückstisch auf, da er dachte, wir wollen ihn reinlegen.
(Da die Tiere so nett waren, das am ersten April zu veranstalten, verblogge ich's noch mal schnell. Fotos durchs Küchenfenster, deswegen noch schlechter als gewohnt.)
Er starrte in Richtung seiner Gespielin, die ihn rätselhafterweise von der Straße aus (vorwurfsvoll?) ansah; die Nachbarskatze machte dem dann durch ungeschicktes Anschleichen ein Ende.
J.J. schaute gar nicht vom Frühstückstisch auf, da er dachte, wir wollen ihn reinlegen.
(Da die Tiere so nett waren, das am ersten April zu veranstalten, verblogge ich's noch mal schnell. Fotos durchs Küchenfenster, deswegen noch schlechter als gewohnt.)
Verflogen in Berlin
Dafür habe ich mir das richtige Ahrensfelde/Marzahn-Foto genauer angesehen und kann jetzt auch die Hellersdorfer Ergänzung liefern:
Man sieht vorne links Ahrensfelde, in der Mitte die Hochhäuser von Ahrensfelde/Marzahn, von der unteren Mitte bis zur Turbine am rechten Bildrand verläuft etwa die Märkische Allee. Die kleine Siedlung in der linken Bildmitte ist Hoheneiche, schräg rechts daneben die Ahrensfelder Berge*. Dahinter sieht man am linken Bildrand Hellersdorf (vielleicht kann Frau Tonari hier noch ein markantes Bauwerk erkennen). Die Landsberger Allee/Landsberger Chaussee geht etwa waagrecht durch die Bildmitte. Links neben der zweiten Flugzeugturbine befinden sich die wunderbaren Marzahner Gärten der Welt.
*Die heißen so.
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