Everybody's fucked in their own special way

Freitag, 3. Oktober 2014

Vor 17 Jahren

Frau Ackerbau und ich hatten unseren Kram zusammengepackt, er passte gerade in einen kleinen Transporter. Ich war gerade aus Schottland zurück und hatte sowieso nur zwei Koffer und Mengen von Bücherkartons. Aus irgendwelchen Gründen hatten wir für die Kücheneinrichtung ein altes Büffet aus Pressspan aus Zeulenroda mitgenommen. Furchtbar schwer, furchtbar hässlich. Vom Zeulenrodaer Kleiderschrank mag ich gar nicht reden. 

Die Autobahn von Thüringen nach Berlin hatte an vielen Stellen noch die alten Betonplatten, die schlecht verstauten Habseligkeiten klirrten also regelmäßig bei jedem Holperer. Mein Schwiegervater und ein Freund der Familie fuhren mit und halfen beim Tragen. Beide leben inzwischen nicht mehr.

Unsere Wohnung hatten wir nahe des Arkonaplatzes. Damals war dort alles noch recht abgerissen, jetzt ist es ja kaum wieder zu erkennen. Nur über die Straße, der Wedding, der hat sich eigentlich nicht verändert. Wir trugen unseren Kram nach oben (kein Aufzug, Gott sei Dank nur 1. Stock). Da waren wir nun, ohne rechte Vorstellung von der Stadt oder dem, was kommen würde. Hier gelandet zu sein, war aber in vielerlei Hinsicht ein Glücksfall, auch wenn wir das damals noch nicht wussten. 

Zwei Tage vorher wurde übrigens das Gesundbrunnencenter eröffnet. Das kann kein Zufall gewesen sein..

Kommentare:

  1. Ich zitier an dieser Stelle jetzt mal den Willy Brandt: "Es wächst zusammen, was zusammen gehört"

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dabei habe ich doch außer bei der zarten Bemerkung zum Wedding (und bei dem Bild) das Ost-/West-Thema hier vollkommen ausgespart.... Da müsste man mehr und auch etwas schlauer schreiben, als ich's hier normalerweise tue.

      Löschen
    2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

      Löschen
    3. (100 Mal schreiben: Ich darf nicht mit meinen Wurstfingern auf dem Smartphone versuchen, die Kommentare zu öffnen. Ich darf nicht mit meinen Wurstfingern....)

      Löschen
    4. Rekonstruiert: Frau Tonari schrieb: "Ich meinte ja auch Dich (und Deine Frau) und die Stadt. ;-) (War aber auch so schön doppeldeutig)

      Löschen
    5. In Bezug auf Frau Ackerbau und mich hatte W.B. ja auch Recht.....

      Löschen
    6. In Bezug auf die Ackerbaus und Berlin etwa nicht?

      Löschen
    7. (Ich wusste doch, dass es der gestrengen Frau Nachbarin auffällt, wenn ich mich vor der Beantwortung einer Frage drücke)

      Löschen
    8. Ich lese eben verstehend ;-)

      Löschen
  2. Ach herrjeh...die alten Betonplatten. Ich gestehe, ich vermisse das absolut gleichmäßige tacketack!, tacketack manchmal. Selten hört man es noch, inzwischen dann aber eher auf Westautobahnen. ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es gibt noch eine, die so klackert, kann mich aber nicht recht erinnern...
      Das klack-klack macht weniger Spaß, wenn es vom klirr-klirr des schlecht verpackten Hausstandes überlagert wird.....

      Löschen
    2. Nichts gegen die Betonplatten! Die halten länger als jede Teerschicht, die gefühlte 5000 x im Jahr neu aufgefahren wird. Und man braucht auch gar keine Geschwindikeitsbegrenzungen, niemand fährt da freiwillig schneller als möglich. ;-) :D

      Löschen
    3. (Wenn ich jemals nach einem guten Beispiel für positives Denken gefragt werde, werde ich das hier zitieren....)

      Löschen
  3. Also das weiss ich heute bracuht ihr eine sehr großen Transporter....

    LG und schönes Wochenende
    Elke

    AntwortenLöschen